Luther > AT > Psalm > Kapitel 74 🢞 Luther mit Strongs

Psalm 74

Klage vor dem entweihten Heiligtum.

 1  Eine Unterweisung Asaphs. Gott, warum verstößest du uns so gar und bist so grimmig zornig über die Schafe deiner Weide?  2  Gedenke an deine Gemeinde, die du vor alters erworben und dir zum Erbteil erlöst hast, an den Berg Zion, darauf du wohnest. (Ps. 132,13)

 3  Hebe auf deine Schritte zum dem, was so lange wüst liegt. Der Feind hat alles verderbt im Heiligtum.  4  Deine Widersacher brüllen in deinen Häusern und setzen ihre Götzen darein.  5  Man sieht die Äxte obenher blinken, wie man in einen Wald haut;  6  sie zerhauen alle seine Tafelwerke mit Beil und Barte.  7  Sie verbrennen dein Heiligtum; sie entweihen und werfen zu Boden die Wohnung deines Namens. (2.Kön. 25,9)  8  Sie sprechen in ihrem Herzen; „Lasst uns sie plündern!“ Sie verbrennen alle Häuser Gottes im Lande. (Ps. 83,13)  9  Unsere Zeichen sehen wir nicht, und kein Prophet predigt mehr, und keiner ist bei uns, der weiß, wie lange.

 10  Ach Gott, wie lange soll der Widersacher schmähen und der Feind deinen Namen so gar verlästern?  11  Warum wendest du deine Hand ab? Ziehe von deinem Schoß dein Rechte und mache ein Ende.

 12  Gott ist ja mein König von alters her, der alle Hilfe tut, die auf Erden geschieht.  13  Du zertrennst das Meer durch dein Kraft und zerbrichst die Köpfe der Drachen im Wasser. (2.Mose 14,21; 2.Mose 15,8-10)  14  Du zerschlägst die Köpfe der Walfische und gibst sie zur Speise dem Volk in der Einöde.  15  Du lässest quellen Brunnen und Bäche; du lässest versiegen starke Ströme. (Ps. 104,10)  16  Tag und Nacht ist dein; du machst, dass Sonne und Gestirn ihren gewissen Lauf haben. (Ps. 104,19)  17  Du setzest einem jeglichen Lande seine Grenze; Sommer und Winter machst du.

 18  So gedenke doch des, dass der Feind den HErrn schmäht und ein töricht Volk lästert deinen Namen.  19  Du wollest nicht dem Tier geben die Seele deiner Turteltaube, und der Herde deiner Elenden nicht so gar vergessen.  20  Gedenke an den Bund; denn das Land ist allenthalben jämmerlich verheert, und die Häuser sind zerrissen.  21  Lass den Geringen nicht in Schanden davongehen; lass die Armen und Elenden rühmen deinen Namen.  22  Mache dich auf, Gott, und führe aus deine Sache; gedenke an die Schmach, die dir täglich von den Toren widerfährt.  23  Vergiss nicht des Geschreis deiner Feinde; das Toben deiner Widersacher wird je länger, je größer.

Psalm 73 ←    Psalm 74    → Psalm 75

Textvergleich

Luther (Strongs)   Elberfelder (1905)   Menge (1939)   NeÜ bibel.heute (2019)   Schlachter (1951)   Vers für Vers Vergleich

Digitalisierte historische Bibelausgaben des 16. und 18. Jh. (auf bibellogos.info): Hebräisch: Psalm 73,1 bis 74,9; Psalm 74,10 bis 76,11; Luther (1570): Psalm 74,1 bis 75,9

Übersetzungen anderer Websites (in neuem Fenster): Schlachter (2000), Elberfelder Übersetzung (Edition CSV Hückeswagen).

Bibeltext in hebräischer Sprache mit Wort für Wort Übersetzung (englisch), Wortkonkordanz (Strong-Verzeichnis) zur Bedeutung des jeweiligen hebräischen Wortes und weiteren Informationen finden Sie unter biblehub.com (in neuem Fenster): Ganzes Kapitel anzeigen oder einen einzelnen Vers direkt anzeigen (die Versnummerieung kann abweichend sein) Vers 1, Vers 2, Vers 3, Vers 4, Vers 5, Vers 6, Vers 7, Vers 8, Vers 9, Vers 10, Vers 11, Vers 12, Vers 13, Vers 14, Vers 15, Vers 16, Vers 17, Vers 18, Vers 19, Vers 20, Vers 21, Vers 22, Vers 23.

Text-Tools

Um einzelne Verse für eine Textverarbeitung in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie oben auf eine Versnummer klicken. Der Textverweis wird mitkopiert. Das gesamte Kapitel oder Teile daraus kann hier kopiert werden .

 

Zufallsbilder

Biblische Orte - Ammonitenwand
Biblische Orte - Amra
Biblische Orte - Beit Gemal, Die Steinigung des Stphanus
Tiere in der Bibel - Rabe
Orte in der Bibel: Jerusalem - St. Andreas
Orte in der Bibel: Jerusalem - Verurteilungskapelle
Orte in der Bibel: Jerusalem - Grabeskirche
Tiere in der Bibel - Gecko
Biblische Orte - Bach Jabbok
Biblische Orte - Eilat: Coral World

 

Zufallstext

10dass in seiner Hand ist die Seele alles dessen, was da lebt, und der Geist des Fleisches aller Menschen? 11Prüft nicht das Ohr die Rede? und der Mund schmeckt die Speise? 12Ja, „bei den Großvätern ist die Weisheit, und der Verstand bei den Alten“. 13Bei ihm ist Weisheit und Gewalt, Rat und Verstand. 14Siehe, wenn er zerbricht, so hilft kein Bauen; wenn er jemand einschließt, kann niemand aufmachen. 15Siehe, wenn er das Wasser verschließt, so wird alles dürr; und wenn er's auslässt, so kehrt es das Land um. 16Er ist stark und führt es aus. Sein ist, der da irrt und der da verführt. 17Er führt die Klugen wie einen Raub und macht die Richter toll.

Hiob 12,10 bis Hiob 12,17 - Luther (1912)