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Psalm 74

Klage vor dem entweihten Heiligtum

1Ein Lehrgedicht (vgl. 32,1) von Asaph (vgl. Ps 50). Warum hast du uns, o Gott, für immer verworfen, warum raucht dein Zorn gegen die Herde, die du weidest? 2Gedenke deiner Gemeinde, die vor alters du erworben, die zum Eigentumsvolk du dir erlöst hast! (Gedenke) des Berges Zion, auf dem du Wohnung genommen! (Ps. 132,13)

3Lenk deine Schritte hinauf zu den ewigen Trümmern: ach, alles hat der Feind im Heiligtum zerstört! 4Wild brüllen deine Feinde im Innern deiner Versammlungsstätte; haben dort ihre Fahnen als Siegeszeichen aufgestellt. 5Es sieht sich an, als ob man die Äxte hoch geschwungen hätte im Dickicht des Waldes. 6Und jetzt zerschlagen sie auch sein Schnitzwerk allzumal mit Beilen und Hämmern. 7Sie haben dein Heiligtum in Brand gesteckt, bis zum Boden entweiht die Wohnung deines Namens. (2.Kön. 25,9) 8Sie haben sich vorgenommen: »Wir rotten sie allesamt aus!« und haben alle Gottesstätten (d.h. Synagogen) im Lande verbrannt. (Ps. 83,13) 9Unsre (heiligen) Zeichen sehn wir nicht mehr, kein Prophet ist mehr da, und niemand weiß bei uns, wie lange das dauern soll.

10Wie lange, o Gott, soll der Widersacher noch schmähen, der Feind deinen Namen immerfort lästern? 11Warum doch ziehst du deine Hand zurück? O zieh deine Rechte hervor aus dem Busen, mach ein Ende!

12Gott ist ja doch mein König von alters her, Rettungstaten vollführt er inmitten des Landes (oder: auf der ganzen Erde). 13Du hast das Meer durch deine Kraft gespalten, die Häupter der Drachen auf den Fluten zerschellt. (2.Mose 14,21; 2.Mose 15,8-10) 14Du hast Leviathans Köpfe zermalmt, zum Fraß ihn hingegeben dem Volke der Wüstentiere. 15Du hast Quellen und Bäche hervorbrechen lassen, du hast nieversiegende Ströme trocken gelegt. (Ps. 104,10) 16Dein ist der Tag, dein auch die Nacht, du hast den Mond und die Sonne hingestellt. (Ps. 104,19) 17Du hast der Erde rings die Grenzen festgesetzt, Sommer und Winter, du hast sie gebildet.

18Denke daran: der Feind hat dich, o HERR, gehöhnt, und ein gottloses Volk deinen Namen gelästert! 19Gib nicht den Raubtieren preis die Seele deiner Taube, vergiß nicht für immer das Leben deiner Dulder! 20Blick hin auf den Bund! Denn angefüllt sind die Verstecke des Landes mit Stätten der Gewalttat. 21Laß den Bedrängten nicht enttäuscht davongehn, der Arme und Bedrückte müsse deinen Namen rühmen! 22Steh auf, Gott, verficht deine Sache! Gedenke der Schmach, die dich trifft von den Ruchlosen Tag für Tag! 23Vergiß nicht das Geschrei (oder: laute Schmähen) deiner Feinde, das Toben deiner Gegner, das allzeit aufsteigt!

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24widerspenstig seid ihr gegen den HERRN gewesen, seit ich euch kenne!« 25»Als ich nun jene vierzig Tage und vierzig Nächte vor dem HERRN am Boden hingestreckt gelegen hatte - denn der HERR hatte es ausgesprochen, daß er euch vertilgen wolle -, 26da betete ich zum HERRN folgendermaßen: "O HERR, unser Gott! Vernichte nicht dieses Volk und dein Eigentum, das du durch deine große Macht befreit, das du mit starker Hand aus Ägypten herausgeführt hast! 27Gedenke an deine Knechte Abraham, Isaak und Jakob! Kehre dich nicht an die Halsstarrigkeit dieses Volkes und an seine Bosheit und Sünde, 28damit man in dem Lande, aus dem du uns weggeführt hast, nicht sagen kann: Weil der HERR nicht imstande war, sie in das Land zu bringen, das er ihnen zugesagt hatte, und weil er sie haßte, hat er sie hinausgeführt, um sie in der Wüste sterben zu lassen! 29Sie sind ja doch dein Volk und dein Eigentum, das du mit deiner großen Kraft und deinem hocherhobenen Arm hinausgeführt hast." 1Damals sagte der HERR zu mir: "Haue dir zwei Steintafeln zurecht, wie die ersten waren, und steige zu mir auf den Berg herauf; fertige dir auch eine hölzerne Lade an. 2Ich will dann auf die Tafeln die Worte schreiben, die auf den ersten Tafeln gestanden haben, welche du zertrümmert hast; dann sollst du sie in die Lade legen."

5.Mose 9,24 bis 5.Mose 10,2 - Menge (1939)


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