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Psalm 44

Hat Gott sein Volk verstoßen?

1Dem Musikmeister; von den Korahiten (42,1) ein Lehrgedicht (vgl. 32,1).

2O Gott, mit eignen Ohren haben wir's gehört, unsre Väter haben's uns erzählt, was du Großes in ihren Tagen vollführt hast, in den Tagen der Vorzeit. (5.Mose 6,20-25) 3Du hast Heidenvölker mit deiner Hand vertrieben und sie an deren Stelle eingepflanzt; Völker hast du vernichtet, sie aber ausgebreitet. 4Denn nicht mit ihrem Schwerte haben sie das Land gewonnen, und nicht ihr Arm hat ihnen den Sieg verschafft, nein, deine Rechte und dein Arm und deines Angesichts Licht, denn du hattest Gefallen an ihnen.

5Nur du bist mein König, o Gott: entbiete Hilfe (oder: Heil, Siege) für Jakob! (Ps. 74,12) 6Mit dir stoßen wir unsre Bedränger nieder, mit deinem Namen zertreten wir unsre Gegner. 7Denn nicht auf meinen Bogen verlasse ich mich, und nicht mein Schwert verschafft mir den Sieg; (Ps. 20,8) 8nein, du gewährst uns Hilfe gegen unsre Bedränger und machst zuschanden, die uns hassen: 9Gottes rühmen wir uns allezeit und preisen deinen Namen ewiglich. SELA.

10Und doch hast du uns verstoßen und Schmach uns angetan und ziehst nicht mehr aus mit unsern Heeren; 11du hast vor dem Feinde uns weichen lassen, und die uns hassen, haben sich Beute geholt; 12du hast uns hingegeben wie Schafe zur Schlachtung und unter die Heiden uns zerstreut; 13du hast dein Volk verkauft um ein Spottgeld und den Preis für sie gar niedrig angesetzt; 14du hast uns unsern Nachbarn zum Hohn gemacht, zum Spott und Gelächter rings umher; (Ps. 79,4; 1.Kön. 9,7) 15hast gemacht, daß den Heiden zum Sprichwort (oder: Spottlied) wir dienen, daß den Kopf die Völker über uns schütteln. 16Allzeit steht meine Schmach mir vor Augen, und die (Röte der) Scham bedeckt mir das Antlitz, 17weil ich höre den lauten Hohn und die Lästerreden, weil den Feind und seine Rachgier ich sehn muß.

18Dies alles hat uns getroffen, und wir hatten dich doch nicht vergessen und dem Bunde mit dir die Treue nicht gebrochen. 19Unser Herz ist nicht von dir abgefallen und unser Schritt nicht abgewichen von deinem Pfade, 20daß du zermalmt uns hast an der Stätte der Schakale und mit Todesnacht uns umlagert hältst. 21Hätten wir unsres Gottes Namen vergessen und unsre Hände erhoben zu einem fremden Gott: 22würde Gott das nicht entdecken? Er kennt ja des Herzens geheimste Gedanken. (Ps. 7,10) 23Nein, um deinetwillen werden wir täglich gemordet und werden dem Schlachtvieh gleich geachtet. (Röm. 8,36)

24Wach auf! Warum schläfst du, o Allherr? Erwache! Verwirf nicht für immer! (Ps. 35,23) 25Warum verbirgst du dein Angesicht, denkst nicht an unser Elend und unsre Bedrängnis? (Ps. 10,1) 26Ach, bis in den Staub ist unsre Seele gebeugt, unser Leib liegt da, am Erdboden klebend! 27Steh auf, komm uns zu Hilfe und erlöse uns um deiner Gnade willen!

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17Er aber gab ihnen mit der Hand einen Wink, sie möchten sich still verhalten, erzählte ihnen dann, wie der Herr ihn aus dem Gefängnis herausgeführt habe, und gab ihnen den Auftrag: »Teilt dies dem Jakobus und den (übrigen) Brüdern mit!« Darauf entfernte er sich und begab sich an einen anderen Ort. 18Nach Tagesanbruch aber entstand eine nicht geringe Bestürzung unter den Soldaten, was wohl mit Petrus geschehen sei. 19Herodes wollte ihn nämlich holen lassen; und als er ihn nicht vorfand, stellte er ein Verhör mit den Wächtern an und ließ sie (zur Hinrichtung) abführen. Darnach begab er sich aus Judäa nach Cäsarea hinab und verlegte dorthin seine Hofhaltung. 20Er war damals aber gegen die Einwohner von Tyrus und Sidon erbittert; diese schickten jedoch nach gemeinsamem Beschluß eine Gesandtschaft an ihn, gewannen Blastus, den königlichen Kammerherrn, für sich und baten um Frieden; ihr Land war nämlich bezüglich der Zufuhr auf das Land des Königs angewiesen. 21Am festgesetzten Tage nun legte Herodes königliche Gewandung an, nahm auf der Rednerbühne Platz und hielt eine Ansprache an sie. 22Dabei rief das Volk ihm zu: »Ein Gott redet und nicht ein Mensch!« 23Da schlug ihn augenblicklich ein Engel des Herrn zur Strafe dafür, daß er nicht Gott die Ehre gegeben hatte: er erkrankte am Wurmfraß und beschloß sein Leben. 24Das Wort Gottes jedoch wuchs und breitete sich immer weiter aus.

Apg. 12,17 bis Apg. 12,24 - Menge (1939)


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