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Psalm 80

Gebet für den zerstörten »Weinstock Gottes«

1Dem Vorsänger, nach Schoschannim-Eduth. Von Asaph, ein Psalm. (Ps. 45,1)

2Hirte Israels, nimm zu Ohren! Der du Joseph leitest wie eine Herde, der du thronst zwischen den Cherubim, strahle hervor! (1.Sam. 4,4; Ps. 99,1) 3Vor Ephraim und Benjamin und Manasse erwecke deine Macht und komm zu unserer Rettung! 4O Gott! Führe uns zurück, und laß dein Angesicht leuchten, so werden wir gerettet werden. (Ps. 80,8; Ps. 80,20)

5Jahwe, Gott der Heerscharen! Bis wann raucht dein Zorn wider das Gebet deines Volkes? 6Du hast sie mit Tränenbrot gespeist, und sie maßweise getränkt mit Zähren. (Ps. 102,10) 7Du setztest uns zum Streit unseren Nachbarn, und unsere Feinde spotten untereinander. 8O Gott der Heerscharen! Führe uns zurück, und laß dein Angesicht leuchten, so werden wir gerettet werden. (Ps. 80,4; Ps. 80,20)

9Einen Weinstock zogest du aus Ägypten, vertriebest Nationen und pflanztest ihn. (Jes. 5,1-7; Hos. 10,1) 10Du machtest Raum vor ihm, und er schlug Wurzeln und erfüllte das Land; 11die Berge wurden bedeckt von seinem Schatten, und seine Äste waren gleich Zedern Gottes; 12er streckte seine Reben aus bis ans Meer, und bis zum Strome hin seine Schößlinge. 13Warum hast du seine Mauern niedergerissen, so daß ihn berupfen alle, die des Weges vorübergehen? (Ps. 89,42) 14Es zerwühlt ihn der Eber aus dem Walde, und das Wild des Gefildes weidet ihn ab. 15Gott der Heerscharen! Kehre doch wieder; schaue vom Himmel und sieh, und suche heim diesen Weinstock, 16und den Setzling, den deine Rechte gepflanzt, und das Reis, das du dir gestärkt hattest! 17Er ist mit Feuer verbrannt, er ist abgeschnitten; vor dem Schelten deines Angesichts kommen sie um.

18Deine Hand sei auf dem Manne deiner Rechten, auf dem Menschensohne, den du dir gestärkt hast! 19So werden wir nicht von dir abweichen; belebe uns, und wir werden deinen Namen anrufen. 20Jahwe, Gott der Heerscharen! Führe uns zurück; laß dein Angesicht leuchten, so werden wir gerettet werden. (Ps. 80,4; Ps. 80,8)

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9Denn mich dünkt, daß Gott uns, die Apostel, als die Letzten dargestellt hat, wie zum Tode bestimmt; denn wir sind der Welt ein Schauspiel geworden, sowohl Engeln als Menschen. 10Wir sind Narren um Christi willen, ihr aber seid klug in Christo; wir schwach, ihr aber stark; ihr herrlich, wir aber verachtet. 11Bis auf die jetzige Stunde leiden wir sowohl Hunger als Durst und sind nackt und werden mit Fäusten geschlagen und haben keine bestimmte Wohnung und mühen uns ab, 12mit unseren eigenen Händen arbeitend. Geschmäht, segnen wir; verfolgt, dulden wir; 13gelästert, bitten wir; als Auskehricht der Welt sind wir geworden, ein Auswurf aller bis jetzt. 14Nicht euch zu beschämen schreibe ich dieses, sondern ich ermahne euch als meine geliebten Kinder. 15Denn wenn ihr zehntausend Zuchtmeister in Christo hättet, so doch nicht viele Väter; denn in Christo Jesu habe ich euch gezeugt durch das Evangelium. 16Ich bitte euch nun, seid meine Nachahmer!

1.Kor. 4,9 bis 1.Kor. 4,16 - Elberfelder (1905)


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