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Hiob 32

32-37: Die Reden Elihus

Warum Elihu eingreift (32)

Die Reden Elihus: Zorn über fruchtloses Gerede

 1  Nun hörten die drei Männer auf, Hiob zu antworten, denn er hielt sich selbst für gerecht.  2  Da flammte der Zorn Elihus auf. Elihu war ein Sohn Barachels von Bus[*]Bus. Nach 1. Mose 22,21 war Bus ein Sohn von Nahor, dem Bruder Abrahams. Sein Bruder hieß Uz wie das Land, in dem Hiob wohnte. aus der Sippe Ram. Sein Zorn richtete sich gegen Hiob, weil er sich selbst mehr rechtfertigte als Gott. (1.Mose 22,21; Hiob 9,20; Hiob 13,18; Hiob 19,6-7; Hiob 23,7; Hiob 27,2; Hiob 27,6; Hiob 31,35)  3  Gegen dessen drei Freunde richtete sich sein Zorn, weil sie keine Antwort fanden und Hiob trotzdem schuldig sprachen. (Hiob 15,5; Hiob 18,21; Hiob 20,29; Hiob 22,5)  4  Elihu hatte sich Hiob gegenüber mit seinen Worten zurückgehalten, weil jene älter waren als er.  5  Dann aber sah er, dass die drei Männer keine Antwort mehr wussten. Da entflammte sein Zorn.

Der Grund für sein Eingreifen

 6  Elihu, der Sohn Barachels von Bus, ergriff das Wort und sagte:

"Noch bin ich jung an Jahren, / doch ihr seid hochbetagt. / Darum hielt ich mich zurück und scheute mich, / euch mein Wissen kundzutun.  7  Ich dachte: 'Lass das Alter reden, / lass die Ergrauten Weisheit verkünden.' (Hiob 12,12)  8  Doch es ist der Geist im Menschen, / der Hauch des Allmächtigen, der sie verständig macht.  9  Nicht die Großen sind weise, / noch verstehen die Alten, was recht ist.  10  Darum sage ich: 'Hört mir zu! / Auch ich will mein Wissen verkünden.'  11  Ich habe auf eure Reden gewartet, / auf eure klugen Sprüche gehört, / bis ihr die Worte getroffen hättet.  12  Ich bin euch aufmerksam gefolgt, / doch keiner hat Hiob widerlegt, / seinen Reden Antwort gebracht.

 13  Sagt nicht: 'Wir haben die Weisheit gefunden, / Gott muss ihn schlagen – und nicht ein Mensch.'  14  Nicht gegen mich hat er seine Worte gerichtet, / und mit euren Sprüchen antworte ich nicht.  15  Sie sind bestürzt, sie antworten nicht, / es fehlen ihnen die Worte.  16  Ich habe gewartet, doch sie reden nicht, / sie stehen da, sagen nichts mehr.

 17  Auch ich will mein Teil zur Antwort geben, / auch ich will mein Wissen verkünden.  18  Denn mit Worten bin ich randvoll angefüllt, / mich drängt der Geist, der in mir ist.  19  Mein Inneres ist wie junger Wein, der eingeschlossen ist, / wie neugefüllte Schläuche will er bersten.  20  Ich will reden, damit mir leichter wird, / die Lippen öffnen und erwidern.  21  Ich werde für niemand Partei ergreifen, / keinem Menschen werde ich schmeicheln.  22  Nein, denn schmeicheln kann ich nicht, / sonst rafft mich mein Schöpfer bald weg."

 

© 2019 by Karl-Heinz Vanheiden (Textstand 19.12)
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