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Hiob 3

3-31: Die Reden der Freunde

Erste Runde (3-14)

Hiob verwünscht den Tag seiner Geburt

 1  Dann erst begann Hiob zu sprechen und verfluchte den Tag seiner Geburt.  2  Er sagte:

 3  "Es verschwinde der Tag, an dem ich geboren bin, / und die Nacht, die sagte: 'Ein Knabe kam zur Welt!' (Jer. 20,14-18)  4  Finsternis sei dieser Tag! / Gott da oben frage nicht nach ihm, / nie scheine über ihm das Licht!  5  Mögen Finsternis und Dunkel ihn besitzen, / dichte Wolken über ihm stehen! / Die Finsternis ersticke sein Licht!  6  Jene Nacht – das Dunkel soll sie holen, / damit sie nicht im Jahreslauf erscheint! / Zu keinem Monat soll sie gehören!  7  Unfruchtbar sei jene Nacht, / kein Jubel kehre bei ihr ein!  8  Verwünschen sollen sie die Tageverflucher[*]Tageverflucher. Okkultisten, die wie Bileam (4. Mose 22-24) Menschen, Dinge und Zeiten verfluchten., / die fähig sind, den Leviatan[*]Leviatan. Ein saurierähnliches Ungeheuer, hier Symbol einer gottfeindlichen Macht, die die Nacht von Hiobs Geburt hätte verschlingen können. zu reizen!  9  Finster seien die Sterne ihrer Dämmerung; / sie hoffe auf Licht, doch das bleibe aus, / sie sehe keinen Schimmer vom Morgenrot!  10  Denn sie hat mir nicht den Mutterschoß versperrt / und das Unglück meinen Augen erspart."

Hiob verwünscht sein Überleben als Säugling

 11  "Warum starb ich nicht bei der Geburt, / als ich aus dem Mutterschoß kam?  12  Weshalb kamen mir Knie entgegen, / wozu Brüste, dass ich daran sog?  13  Dann läge ich jetzt schon und ruhte aus, / dann schliefe ich und hätte Ruh  14  mit Königen und Räten des Landes, / die sich verödete Grabmäler bauten;  15  oder mit Fürsten, reich an Gold, / die ihre Häuser mit Silber füllten.  16  Oder als verscharrte Fehlgeburt wäre ich nicht da, / wie ein Kind, das das Licht nie sah.  17  Dort endet das Wüten der Bösen, / dort ruhen die Erschöpften aus.  18  Gefangene sind frei von Sorgen, / hören das Geschrei des Antreibers nicht.  19  Die Kleinen sind dort wie die Großen, / und der Sklave ist frei von seinem Herrn."

Hiob verwünscht den Umstand, weiterleben zu müssen

 20  "Warum gibt er dem Leidenden Licht / und Leben denen, die verbittert sind;  21  die auf den Tod warten, doch der bleibt aus; / die nach ihm scharren mehr als nach Schätzen; (Offenb. 9,6)  22  die sich freuen würden, wären sie im Grab. / Sie würden jubeln und wären entzückt.  23  Warum gibt er dem Mann Leben, / den Gott ringsum eingezäunt hat / und dessen Weg verborgen ist? (Hiob 19,8)  24  Bevor ich noch esse, kommt mir das Seufzen, / und wie Wasser ergießt sich mein Stöhnen.  25  Wovor mir angst war, das hat mich getroffen, / wovor mir graute, das kam über mich.  26  Hatte ich nicht Frieden, nicht Ruhe, nicht Rast? / Und dann kam das Toben."

 

© 2019 by Karl-Heinz Vanheiden (Textstand 19.12)
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