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Hiob 33

Drei Antworten auf drei Gesprächsrunden (33-35)

Elihus erste Rede: Aufruf an Hiob

 1  "So hör auf meine Rede, Hiob, / nimm meine Worte zu Ohren.  2  Sieh doch, ich habe meinen Mund geöffnet, / die Worte liegen mir auf der Zunge.  3  Ich rede mit aufrichtigem Herzen, / meine Lippen bringen klares Wissen vor.  4  Gottes Geist hat mich gemacht, / der Hauch des Allmächtigen belebt mich.  5  Wenn du kannst, so antworte mir, / leg es mir vor und stelle dich!  6  Schau, vor Gott bin ich wie du, / aus Ton geknetet bin auch ich. (Hiob 10,9)  7  Furcht vor mir muss dich nicht schrecken, / ich setze dich nicht unter Druck."

Zurückweisung der Worte Hiobs

 8  "Du sagtest doch vor meinen Ohren, / und den Laut deiner Worte höre ich noch:  9  'Ich bin rein, ohne Vergehen, / makellos und frei von Schuld. (Hiob 16,17; Hiob 27,6; Hiob 31,1-31)  10  Doch er fand eine Sache gegen mich, / er hält mich für seinen Feind. (Hiob 13,24; Hiob 19,11)  11  Er legt meine Füße in den Block, / überwacht jeden meiner Wege.'  12  Da liegst du falsch, / entgegne ich dir, / denn Gott ist mehr als ein Mensch.  13  Was haderst du mit ihm? / Er gibt keine Antwort über sein Tun."

Gott redet auf zwei Arten mit uns

 14  "Doch in einer Weise redet Gott, / und in zweien, / und man achtet nicht darauf.  15  Im Traum, im Nachtgesicht, / wenn Schlaf die Menschen überfällt, / im Schlummer auf dem Lager.  16  Dann öffnet er dem Menschen das Ohr / und bestätigt die Warnung für ihn, (Hiob 36,10; Ps. 16,7)  17  um den Menschen von seinem Tun abzubringen, / den Hochmut auszutreiben vom Mann. (Ps. 119,67; Ps. 119,71)  18  Er will ihn vor dem Grab bewahren, / sein Leben vom Lauf in den Tod.

 19  Er wird gemahnt durch Schmerz auf dem Lager, / den er in allen seinen Gliedern fühlt.  20  Dann ist ihm selbst das Essen zuwider, / die Lieblingsspeise mag er nicht mehr.  21  Er magert ab bis auf die Knochen; / sie stehen vor, wo man sie früher nicht sah.  22  Sein Leben nähert sich dem Grab, / seine Seele den Mächten des Todes.  23  Ist dann ein Engel für ihn da, / ein Mittler, einer von tausend, / der dem Menschen das Rechte erklärt, (Hebr. 1,14)  24  so ist er ihm gnädig und spricht: / 'Lass ihn nicht ins Grab hinuntergehen, / ich fand das Lösegeld für ihn.'  25  Dann wird sein Körper wieder frisch und stark, / er kehrt in die Zeit seiner Jugend zurück. (Ps. 103,5)  26  Dann fleht er zu Gott, und dieser nimmt ihn gnädig an; / er darf sein Angesicht mit Jubel schauen, / und dieser gibt dem Menschen seine Gerechtigkeit wieder.  27  Er wird vor den Leuten singen und sagen: / 'Ich hatte gesündigt und das Recht verdreht, / und er hat es mir nicht vergolten.  28  Er hat mich erlöst vor dem Abstieg ins Grab, / und mein Leben schaut das Licht.' (Hiob 33,18)  29  Ja, das alles tut Gott / zwei- und dreimal mit dem Mann,  30  um sein Leben vom Grab abzuwenden, / dass das Licht des Lebens ihm leuchte. (Ps. 56,14; Ps. 103,4)

 31  Merke auf, Hiob, höre mir zu; / schweig, denn ich will reden!  32  Doch hast du Worte, so antworte mir! / Sprich, denn gern gäb ich dir recht!  33  Wenn nicht, so höre mir zu; / schweig, und ich zeige dir, was Weisheit ist!"

 

© 2019 by Karl-Heinz Vanheiden (Textstand 19.12)
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14Zur Essenszeit sagte Boas zu ihr: "Komm zu uns und iss von dem Brot. Du kannst es auch in den Hummus tunken." Da setzte sie sich zu seinen Leuten. Boas gab ihr so viel Röstkorn, dass sie sich satt essen konnte und sogar noch übrig behielt. 15Als sie wieder zum Ährenlesen aufstand, befahl Boas seinen Leuten: "Lasst sie auch zwischen den Garben sammeln und jagt sie nicht weg! 16Ihr könnt sogar Ähren aus den Garben fallen lassen, damit sie sie auflesen kann. Und beschimpft sie nicht!" 17So sammelte Rut auf dem Feld bis zum Abend und klopfte dann ihre Ähren aus. Sie hatte etwa 17 Kilogramm Getreide zusammengebracht. 18Sie nahm es auf und brachte es in die Stadt. Ihre Schwiegermutter sah, was sie aufgelesen hatte. Dann holte Rut hervor, was von ihrer Mahlzeit übrig geblieben war, und gab es ihr. 19Da fragte Noomi: "Wo hast du heute Ähren gelesen? Auf wessen Feld bist du gewesen? Gott segne den, der es dir erlaubt hat!" Sie berichtete ihrer Schwiegermutter alles und sagte: "Der Mann, auf dessen Feld ich heute war, hieß Boas." 20Da sagte Noomi zu ihr: "Er sei gesegnet von Jahwe, der uns seine Gnade nicht entzogen hat, weder uns Lebenden noch unseren Toten! Du musst wissen", fuhr sie fort, "Boas ist mit uns verwandt. Er ist einer von unseren Lösern". 21Rut, die Moabiterin, erzählte weiter: "Schließlich hat er noch zu mir gesagt, dass ich mich zu seinen Leuten halten soll, bis sie die ganze Ernte eingebracht haben."

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