Luther > AT > Hiob > Kapitel 13 🢞 Luther mit Strongs

Hiob 13

Fortsetzung: Hiob warnt die Freunde vor der Gerechtigkeit Gottes und beginnt seine Rede an Gott.

 1  Siehe, das alles hat mein Auge gesehen und mein Ohr gehört, und ich habe es verstanden.  2  Was ihr wisst, das weiß ich auch; und bin nicht geringer denn ihr. (Hiob 12,14)  3  Doch wollte ich gern zu dem Allmächtigen reden und wollte gern mit Gott rechten.  4  Aber ihr deutet's fälschlich und seid alle unnütze Ärzte.  5  Wollte Gott, ihr schwieget, so wäret ihr weise. (Spr. 17,28)

 6  Höret doch meine Verantwortung und merket auf die Sache, davon ich rede!  7  Wollt ihr Gott verteidigen mit Unrecht und für ihn List brauchen?  8  Wollt ihr seine Person ansehen? Wollt ihr Gott vertreten?  9  Wird's euch auch wohl gehen, wenn er euch richten wird? Meinet ihr, dass ihr ihn täuschen werdet, wie man einen Menschen täuscht?  10  Er wird euch strafen, wo ihr heimlich Person ansehet.  11  Wird er euch nicht erschrecken, wenn er sich wird hervortun, und wird seine Furcht nicht über euch fallen?  12  Eure Denksprüche sind Aschensprüche eure Bollwerke werden wie Lehmhaufen sein.  13  Schweiget mir, dass ich rede, es komme über mich, was da will.

 14  Was soll ich mein Fleisch mit meinen Zähnen davontragen und meine Seele in meine Hände legen?  15  Siehe, er wird mich doch erwürgen, und ich habe nichts zu hoffen; doch will ich meine Wege vor ihm verantworten.  16  Er wird ja mein Heil sein; denn es kommt kein Heuchler vor ihn.

 17  Höret meine Rede, und meine Auslegung gehe ein zu euren Ohren.  18  Siehe, ich bin zum Rechtsstreit gerüstet; ich weiß, dass ich recht behalten werde.  19  Wer ist, der mit mir rechten könnte? Denn dann wollte ich schweigen und verscheiden.  20  Zweierlei tue mir nur nicht, so will ich mich vor dir nicht verbergen:  21  lass deine Hand fern von mir sein, und dein Schrecken erschrecke mich nicht! (Hiob 9,34)  22  Dann rufe, ich will dir antworten; oder ich will reden, antworte du mir!

 23  Wie viel ist meiner Missetaten und Sünden? Lass mich wissen meine Übertretung und Sünde.  24  Warum verbirgst du dein Antlitz und hältst mich für deinen Feind? (Hiob 19,11)  25  Willst du wider ein fliegend Blatt so ernst sein und einen dürren Halm verfolgen?  26  Denn du schreibst mir Betrübnis an und willst über mich bringen die Sünden meiner Jugend. (Ps. 25,7)  27  Du hast meinen Fuß in den Stock gelegt und hast Acht auf alle meine Pfade und siehest auf die Fußtapfen meiner Füße,  28  der ich doch wie Moder vergehe und wie ein Kleid, das die Motten fressen.

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Digitalisierte historische Bibelausgaben des 16. und 18. Jh. (auf bibellogos.info): Hebräisch: Hiob 12,20 bis 14,5; Luther (1570): Hiob 12,5 bis 13,25; Hiob 13,25 bis 15,10

Übersetzungen anderer Websites (in neuem Fenster): Schlachter (2000), Elberfelder Übersetzung (Edition CSV Hückeswagen).

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20Weh denen, die Böses gut und Gutes böse heißen, die aus Finsternis Licht und aus Licht Finsternis machen, die aus sauer süß und aus süß sauer machen! 21Weh denen, die bei sich selbst weise sind und halten sich selbst für klug! 22Weh denen, die Helden sind, Wein zu saufen, und Krieger in Völlerei; 23die den Gottlosen gerecht sprechen um Geschenke willen und das Recht der Gerechten von ihnen wenden! 24Darum, wie des Feuers Flamme Stroh verzehrt und die Lohe Stoppeln hinnimmt, also wird ihre Wurzel verfaulen und ihre Blüte auffliegen wie Staub. Denn sie verachten das Gesetz des HErrn Zebaoth und lästern die Rede des Heiligen in Israel. 25Darum ist der Zorn des HErrn ergrimmt über sein Volk, und er reckt seine Hand über sie und schlägt sie, dass die Berge beben und ihre Leichname wie Kot auf den Gassen sind. Und in dem allen lässt sein Zorn nicht ab, sondern seine Hand ist noch ausgereckt. 26Denn er wird ein Panier aufwerfen fern unter den Heiden und dieselben locken vom Ende der Erde. Und siehe, eilend und schnell kommen sie daher, 27und ist keiner unter ihnen müde oder schwach, keiner schlummert noch schläft; keinem geht der Gürtel auf von seinen Lenden, und keinem zerreißt ein Schuhriemen.

Jes. 5,20 bis Jes. 5,27 - Luther (1912)