Luther > AT > Hiob > Kapitel 40 🢞 Luther mit Strongs

Hiob 40

Hiobs erste Antwort an den HErrn.

 1  Und der HErr antwortete Hiob und sprach:  2  Will mit dem Allmächtigen rechten der Haderer? Wer Gott tadelt, soll's der nicht verantworten? (Jes. 45,9)

 3  Hiob aber antwortete dem HErrn und sprach:  4  Siehe, ich bin zu leichtfertig gewesen; was soll ich antworten? Ich will meine Hand auf meinen Mund legen.  5  Ich habe einmal geredet, und will nicht antworten; zum andernmal will ich's nicht mehr tun.

Zweite Rede des HErrn aus dem Wettersturm.

 6  Und der HErr antwortete Hiob aus dem Wetter und sprach:

 7  Gürte wie ein Mann deine Lenden; ich will dich fragen, lehre mich! (Hiob 38,3)  8  Solltest du mein Urteil zunichte machen und mich verdammen, dass du gerecht seist?  9  Hast du einen Arm wie Gott, und kannst mit gleicher Stimme donnern, wie er tut? (Hiob 37,5)  10  Schmücke dich mit Pracht und erhebe dich; ziehe Majestät und Herrlichkeit an!  11  Streue aus den Zorn deines Grimmes; schaue an die Hochmütigen, wo sie sind, und demütige sie!  12  Ja, schaue die Hochmütigen, wo sie sind, und beuge sie; und zermalme die Gottlosen, wo sie sind!  13  Verscharre sie miteinander in die Erde und versenke ihre Pracht ins Verborgene,  14  so will ich dir auch bekennen, dass dir deine rechte Hand helfen kann.

 15  Siehe da den Behemoth, den ich neben dir gemacht habe; er frisst Gras wie ein Ochse.  16  Siehe, seine Kraft ist in seinen Lenden und sein Vermögen in den Sehnen seines Bauches.  17  Sein Schwanz streckt sich wie eine Zeder; die Sehnen seiner Schenkel sind dicht geflochten.  18  Seine Knochen sind wie eherne Röhren; seine Gebeine sind wie eiserne Stäbe.  19  Er ist der Anfang der Wege Gottes; der ihn gemacht hat, der gab ihm sein Schwert.  20  Die Berge tragen ihm Kräuter, und alle wilden Tiere spielen daselbst.  21  Er liegt gern im Schatten, im Rohr und im Schlamm verborgen.  22  Das Gebüsch bedeckt ihn mit seinem Schatten, und die Bachweiden umgeben ihn.  23  Siehe, er schluckt in sich den Strom und achtet's nicht groß; lässt sich dünken, er wolle den Jordan mit seinem Munde ausschöpfen.  24  Fängt man ihn wohl vor seinen Augen und durchbohrt ihm mit Stricken seine Nase?

 25  Kannst du den Leviathan ziehen mit dem Haken und seine Zunge mit einer Schnur fassen? (Jes. 27,1)  26  Kannst du ihm eine Angel in die Nase legen und mit einem Stachel ihm die Backen durchbohren?  27  Meinst du, er werde dir viel Flehens machen oder dir heucheln?  28  Meinst du, dass er einen Bund mit dir machen werde, dass du ihn immer zum Knecht habest?  29  Kannst du mit ihm spielen wie mit einem Vogel oder ihn für deine Dirnen anbinden?  30  Meinst du, die Genossen werden ihn zerschneiden, dass er unter die Kaufleute zerteilt wird?  31  Kannst du mit Spießen füllen seine Haut und mit Fischerhaken seinen Kopf?  32  Wenn du deine Hand an ihn legst, so gedenke, dass es ein Streit ist, den du nicht ausführen wirst.

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Digitalisierte historische Bibelausgaben des 16. und 18. Jh. (auf bibellogos.info): Hebräisch: Hiob 38,39 bis 40,5; Hiob 40,6 bis 41,10; Luther (1570): Hiob 38,29 bis 40,5; Hiob 40,6 bis 41,15

Übersetzungen anderer Websites (in neuem Fenster): Schlachter (2000), Elberfelder Übersetzung (Edition CSV Hückeswagen).

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14und sprachen zu ihm: Weißt du auch, dass Baalis, der König der Kinder Ammon, gesandt hat Ismael, den Sohn Nethanjas, dass er dich soll erschlagen? Das wollte ihnen aber Gedalja, der Sohn Ahikams, nicht glauben. 15Da sprach Johanan, der Sohn Kareahs, zu Gedalja heimlich zu Mizpa: Ich will hingehen und Ismael, den Sohn Nethanjas, erschlagen, dass es niemand erfahren soll. Warum soll er dich erschlagen, dass alle Juden, so zu dir versammelt sind, zerstreut werden und die noch aus Juda übriggeblieben sind, umkommen? 16Aber Gedalja, der Sohn Ahikams, sprach zu Johanan, dem Sohn Kareahs: Du sollst das nicht tun; es ist nicht wahr, was du von Ismael sagst. 1Aber im siebenten Monat kam Ismael, der Sohn Nethanjas, des Sohnes Elisamas, aus königlichem Stamm, einer von den Obersten des Königs, und zehn Männer mit ihm zu Gedalja, dem Sohn Ahikams, gen Mizpa, und sie aßen daselbst zu Mizpa miteinander. 2Und Ismael, der Sohn Nethanjas, machte sich auf samt den zehn Männern, die bei ihm waren, und schlugen Gedalja, den Sohn Ahikams, des Sohnes Saphans, mit dem Schwert zu Tode, darum dass ihn der König zu Babel über das Land gesetzt hatte; 3dazu alle Juden, die bei Gedalja waren zu Mizpa, und die Chaldäer, die sie daselbst fanden, alle Kriegsleute, schlug Ismael. 4Des anderen Tages, nachdem Gedalja erschlagen war und es noch niemand wusste, 5kamen achtzig Männer von Sichem, von Silo und von Samaria und hatten die Bärte abgeschoren und ihre Kleider zerrissen und sich zerritzt und trugen Speisopfer und Weihrauch mit sich, dass sie es brächten zum Hause des HErrn.

Jer. 40,14 bis Jer. 41,5 - Luther (1912)