Luther > AT > Hiob > Kapitel 42 🢞 Luther mit Strongs

Hiob 42

Hiobs letzte Antwort an den HErrn.

 1  Und Hiob antwortete dem HErrn und sprach:

 2  Ich erkenne, dass du alles vermagst, und nichts, das du dir vorgenommen, ist dir zu schwer.  3  „Wer ist der, der den Ratschluss verhüllt mit Unverstand?“ Darum bekenne ich, dass ich habe unweise geredet, was mir zu hoch ist und ich nicht verstehe. (Hiob 38,2; Spr. 28,13; 1.Joh. 1,9)  4  „So höre nun, lass mich reden; ich will dich fragen, lehre mich!“ (Hiob 38,3)  5  Ich hatte von dir mit den Ohren gehört; aber nun hat mein Auge dich gesehen.  6  Darum spreche ich mich schuldig und tue Buße in Staub und Asche.

Gott rechtfertigt Hiob gegenüber seinen Freunden.

 7  Da nun der HErr diese Worte mit Hiob diese geredet hatte, sprach er zu Eliphas von Theman: Mein Zorn ist ergrimmt über dich und über deine zwei Freunde; denn ihr habt nicht recht von mir geredet wie mein Knecht Hiob.  8  So nehmet nun sieben Farren und sieben Widder und gehet hin zu meinem Knecht Hiob und opfert Brandopfer für euch und lasset meinen Knecht Hiob für euch bitten. Denn ihn will ich ansehen, dass ich an euch nicht tue nach eurer Torheit; denn ihr habt nicht recht von mir geredet wie mein Knecht Hiob. (Hesek. 14,14)

 9  Da gingen hin Eliphas von Theman, Bildad von Suah und Zophar von Naema und taten, wie der HErr ihnen gesagt hatte; und der HErr sah an Hiob.

Hiobs gesegnetes Ende.

 10  Und der HErr wandte das Gefängnis Hiobs, da er bat für seine Freunde. Und der Herr gab Hiob zwiefältig so viel, als er gehabt hatte. (Hiob 8,7)  11  Und es kamen zu ihm alle seine Brüder und alle seine Schwestern und alle, die ihn vormals kannten, und aßen mit ihm in seinem Hause und kehrten sich zu ihm und trösteten ihn über alles Übel, das der HErr über ihn hatte kommen lassen. Und ein jeglicher gab ihm einen schönen Groschen und ein goldenes Stirnband.

 12  Und der HErr segnete hernach Hiob mehr denn zuvor, dass er kriegte 14.000 Schafe und 6000 Kamele und 1000 Joch Rinder und 1000 Eselinnen.  13  Und er kriegte sieben Söhne und drei Töchter;  14  und hieß die erste Jemima, die andere Kezia und die dritte Keren-Happuch.  15  Und wurden nicht so schöne Weiber gefunden in allen Landen wie die Töchter Hiobs. Und ihr Vater gab ihnen Erbteil unter ihren Brüdern. (4.Mose 27,8-11)

 16  Und Hiob lebte nach diesem 140 Jahre, dass er sah Kinder und Kindeskinder bis in das vierte Glied.  17  Und Hiob starb alt und lebenssatt. (1.Mose 25,8)

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Digitalisierte historische Bibelausgaben des 16. und 18. Jh. (auf bibellogos.info): Hebräisch: Hiob 41,11 bis 42,17; Luther (1570): Hiob 41,16 bis 42,17

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20Denn es geschah also mit Jerusalem und Juda aus dem Zorn des HErrn, bis dass er sie von seinem Angesicht würfe. Und Zedekia ward abtrünnig vom König zu Babel. 1Und es begab sich im neunten Jahr seines Königreichs, am zehnten Tage des zehnten Monats, kam Nebukadnezar, der König zu Babel, mit aller seiner Macht wider Jerusalem; und sie lagerten sich dawider und bauten Bollwerke darum her. 2Also ward die Stadt belagert bis ins elfte Jahr des Königs Zedekia. 3Aber am neunten Tage des (vierten) Monats ward der Hunger stark in der Stadt, dass das Volk des Landes nichts zu essen hatte. 4Da brach man in die Stadt; und alle Kriegsmänner flohen bei der Nacht auf dem Wege durch das Tor zwischen den zwei Mauern, der zu des Königs Garten geht. Aber die Chaldäer lagen um die Stadt. Und er floh des Weges zum blachen Felde. 5Aber die Macht der Chaldäer jagte dem König nach, und sie ergriffen ihn im blachen Felde zu Jericho, und alle Kriegsleute, die bei ihm waren, wurden von ihm zerstreut. 6Sie aber griffen den König und führten ihn hinauf zum König von Babel gen Ribla; und sie sprachen ein Urteil über ihn. 7Und sie schlachteten die Kinder Zedekias vor seinen Augen und blendeten Zedekia die Augen und banden ihn mit Ketten und führten ihn gen Babel.

2.Kön. 24,20 bis 2.Kön. 25,7 - Luther (1912)