Luther > AT > Hiob > Kapitel 7 🢞 Luther mit Strongs

Hiob 7

 1  Muss nicht der Mensch immer im Streit sein auf Erden, und sind seine Tage nicht wie eines Tagelöhners? (Hiob 14,6)  2  Wie ein Knecht sich sehnet nach dem Schatten und ein Tagelöhner, dass seine Arbeit aus sei,  3  also habe ich wohl ganze Monden vergeblich gearbeitet, und elender Nächte sind mir viel geworden.  4  Wenn ich mich legte, sprach ich: Wann werde ich aufstehen? Und der Abend ward mir lang; ich wälzte mich und wurde des satt bis zur Dämmerung.  5  Mein Fleisch ist um und um wurmig und kotig; meine Haut ist verschrumpft und zunichte geworden.  6  Meine Tage sind leichter dahingeflogen denn eine Weberspule und sind vergangen, dass kein Aufhalten dagewesen ist. (Jes. 38,12)

 7  Gedenke, dass mein Leben ein Wind ist und meine Augen nicht wieder Gutes sehen werden.  8  Und kein lebendiges Auge wird mich mehr schauen; sehen deine Augen nach mir, so bin ich nicht mehr.  9  Eine Wolke vergeht und fährt dahin: also, wer in die Hölle hinunterfährt, kommt nicht wieder herauf  10  und kommt nicht wieder in sein Haus, und sein Ort kennt ihn nicht mehr. (Hiob 10,21; Hiob 14,10-12; Hiob 16,22; Ps. 103,16)

 11  Darum will auch ich meinem Munde nicht wehren; ich will reden in der Angst meines Herzens und will klagen in der Betrübnis meiner Seele.  12  Bin ich denn ein Meer oder ein Meerungeheuer, dass du mich so verwahrest?  13  Wenn ich gedachte: Mein Bett soll mich trösten, mein Lager soll mir meinen Jammer erleichtern, –  14  so erschrecktest du mich mit Träumen und machtest mir Grauen durch Gesichte,  15  dass meine Seele wünschte erstickt zu sein und meine Gebeine den Tod.  16  Ich begehre nicht mehr zu leben. Lass ab von mir, denn meine Tage sind eitel. (1.Kön. 19,4)

 17  Was ist ein Mensch, dass du ihn groß achtest und bekümmerst dich um ihn? (Hiob 14,1-5; Ps. 8,5)  18  Du suchst ihn täglich heim und versuchst ihn alle Stunden.  19  Warum tust du dich nicht von mir und lässest mich nicht, bis ich nur meinen Speichel schlinge?  20  Habe ich gesündigt, was tue ich dir damit, o du Menschenhüter? Warum machst du mich zum Ziel deiner Anläufe, dass ich mir selbst eine Last bin?  21  Und warum vergibst du mir meine Missetat nicht und nimmst nicht weg meine Sünde? Denn nun werde ich mich in die Erde legen, und wenn du mich morgen suchst, werde ich nicht da sein.

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2und da er auf seinem königlichen Stuhl saß zu Schloss Susan, 3im dritten Jahr seines Königreichs, machte er bei sich ein Mahl allen seinen Fürsten und Knechten, den Gewaltigen in Persien und Medien, den Landpflegern und Obersten in seinen Ländern, 4dass er sehen ließe den herrlichen Reichtum seines Königreichs und die köstliche Pracht seiner Majestät viele Tage lang, 180 Tage. 5Und da die Tage aus waren, machte der König ein Mahl allem Volk, das zu Schloss Susan war, Großen und Kleinen, sieben Tage lang im Hofe des Gartens am Hause des Königs. 6Da hingen weiße, rote und blaue Tücher, mit leinenen und scharlachnen Seilen gefasst, in silbernen Ringen auf Marmorsäulen. Die Bänke waren golden und silbern auf Pflaster von grünem, weißem, gelbem und schwarzem Marmor. 7Und das Getränk trug man in goldenen Gefäßen und immer anderen und anderen Gefäßen, und königlichen Wein die Menge, wie denn der König vermochte. 8Und man setzte niemand, was er trinken sollte; denn der König hatte allen Vorstehern in seinem Hause befohlen, dass ein jeglicher sollte tun, wie es ihm wohl gefiele. 9Und die Königin Vasthi machte auch ein Mahl für die Weiber im königlichen Hause des Königs Ahasveros.

Est. 1,2 bis Est. 1,9 - Luther (1912)