Luther > AT > Sprüche > Kapitel 7 🢞 Luther mit Strongs

Sprüche 7

Der Weg der Unzucht.

 1  Mein Kind, behalte meine Rede und verbirg meine Gebote bei dir.  2  Behalte meine Gebote, so wirst du leben, und mein Gesetz wie deinen Augapfel.  3  Binde sie an deine Finger; schreibe sie auf die Tafel deines Herzens. (Spr. 3,3)  4  Sprich zur Weisheit: „Du bist meine Schwester“, und nenne die Klugheit deine Freundin,  5  dass du behütet werdest vor dem fremden Weibe, vor einer anderen, die glatte Worte gibt. (Spr. 2,16)

 6  Denn am Fenster meines Hauses guckte ich durchs Gitter  7  und sah unter den Unverständigen und ward gewahr unter den Kindern eines törichten Jünglings,  8  der ging auf der Gasse an einer Ecke und trat daher auf dem Wege bei ihrem Hause,  9  in der Dämmerung, am Abend des Tages, da es Nacht ward und dunkel war.  10  Und siehe, da begegnete ihm ein Weib im Hurenschmuck, listig,  11  wild und unbändig, dass ihre Füße in ihrem Hause nicht bleiben können.  12  Jetzt ist sie draußen, jetzt auf der Gasse, und lauert an allen Ecken.  13  Und erwischte ihn und küsste ihn unverschämt und sprach zu ihm:  14  Ich habe Dankopfer für mich heute bezahlt für meine Gelübde. (3.Mose 3,3-4)  15  Darum bin herausgegangen, dir zu begegnen, dein Angesicht zu suchen, und habe dich gefunden.  16  Ich habe mein Bett schön geschmückt mit bunten Teppichen aus Ägypten.  17  Ich habe mein Lager mit Myrrhe, Aloe und Zimt besprengt.  18  Komm, lass uns genug buhlen bis an den Morgen und lass uns der Liebe pflegen.  19  Denn der Mann ist nicht daheim; er ist einen fernen Weg gezogen.  20  Er hat den Geldsack mit sich genommen; er wird erst aufs Fest wieder heimkommen.  21  Sie überredete ihn mit vielen Worten und gewann ihn mit ihrem glatten Munde.  22  Er folgt ihr alsbald nach, wie ein Ochse zur Fleischbank geführt wird, und wie zur Fessel, womit man die Narren züchtigt,  23  bis sie ihm mit dem Pfeil die Leber spaltet; wie ein Vogel zum Strick eilt und weiß nicht, dass es ihm das Leben gilt.

 24  So gehorchet mir nun, meine Kinder, und merket auf die Rede meines Mundes.  25  Lass dein Herz nicht weichen auf ihren Weg und lass dich nicht verführen auf ihrer Bahn.  26  Denn sie hat viele verwundet und gefällt, und sind allerlei Mächtige von ihr erwürgt.  27  Ihr Haus sind Wege zum Grab, da man hinunterfährt in des Todes Kammern. (Spr. 2,18-19)

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Digitalisierte historische Bibelausgaben des 16. und 18. Jh. (auf bibellogos.info): Hebräisch: Sprüche 6,15 bis 7,20; Sprüche 7,21 bis 8,32; Luther (1570): Sprüche 6,4 bis 7,15; Sprüche 7,16 bis 8,36

Übersetzungen anderer Websites (in neuem Fenster): Schlachter (2000), Elberfelder Übersetzung (Edition CSV Hückeswagen).

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19und hält sich nicht an dem Haupt, aus welchem der ganze Leib durch Gelenke und Fugen Handreichung empfängt und zusammengehalten wird und also wächst zur göttlichen Größe. 20So ihr denn nun abgestorben seid mit Christo den Satzungen der Welt, was lasset ihr euch denn fangen mit Satzungen, als lebtet ihr noch in der Welt? 21„Du sollst“, sagen sie, „das nicht angreifen, du sollst das nicht kosten, du sollst das nicht anrühren“, 22was sich doch alles unter den Händen verzehrt; es sind der Menschen Gebote und Lehren, 23welche haben einen Schein der Weisheit durch selbst erwählte Geistlichkeit und Demut und dadurch, dass sie des Leibes nicht schonen und dem Fleisch nicht seine Ehre tun zu seiner Notdurft. 1Seid ihr nun mit Christo auferstanden, so suchet, was droben ist, da Christus ist, sitzend zu der Rechten Gottes. 2Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist. 3Denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit Christo in Gott.

Kol. 2,19 bis Kol. 3,3 - Luther (1912)