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Die Götter Ägyptens und der Auszug Israels

Wer waren die Götter Ägyptens?

Die Menschen im Alten Ägypten verehrten und fürchteten eine mehr als 1500 Götter umfassende Götterwelt1. Sie war sehr komplex und umfasste neben den großen Hauptgöttern Dämonen, imaginäre Wesen, Gestirne, heilige Tiere und Könige, die häufig gottgleich geachtet wurden. Die Götterwelt war regional unterschiedlich, doch manche Götter wurden überregional verehrt. Diese bedeutenden Hauptgottheiten Ägyptens verfügten trotzdem über bestimmte Kultorte, an denen sie besonders verehrt wurden. Die Götter im Alten Ägypten manifestierten sich in jedem Phänomen der sichtbaren Welt und waren Gegenstand priesterlicher Wissenschaft, die sie in Handbüchern darlegten. Im Rahmen dieser Priesterwissenschaft systematisierten die Ägypter ihre Götterwelt nach dem Vorbild ihrer eigenen Gesellschaftsordnung, wobei der Sonnengott als König an der Spitze der Hierarchie erscheint, die anderen Götter als seine Beamten.2

Bild 1: Die Pyramiden von Gizeh.

Zur Verehrung ihrer Götter errichteten die Ägypter z.T. monumentale Bauwerke. Die wohl herausragendsten und bekanntesten sind die Pyramiden von Gizeh (Bild 1); sie befinden sich heute rund 15 km vom Kairoer Stadtzentrum entfernt. Erbaut wurden sie Mitte des 3. Jt. v.Chr. aus ca. 2,5 Millionen Steinblöcken (bei der 147m hohen Cheobs-Pyramide)3 und dienten der Bestattung von Königen, den Pharaonen4. Hier wurden die mumifizierten Leichname prunkvoll bestattet. Für die Ägypter war der Pharao Mittler zwischen den Menschen und den Göttern und häufig gottgleich geachtet5. Durch die Mumifizierung sollte es dem Verstorbenen möglich gemacht werden nach dem Tod wiederbelebt zu werden und damit ewig zu leben6. Und die Pyramiden stellten steingewordene Strahlen des Sonnengottes Re dar, die Verbindung des Gott-Königs mit der obersten Gottheit der ägyptischen Götterwelt.

Ist dieser Gedanke, als Mensch zu den Göttern emporzusteigen, einzigartig für die Ägypter? Über die ganze Erde verstreut finden sich solche und ähnliche Beispiele dafür, dass sich Menschen etwas Großes erdachten und für ihren Gott hielten (vgl. Bild 2)7. Fast so alt wie die Pyramiden von Gizeh ist eine Zikkurat, ein gestufter Tempelturm im heutigen Irak, ca. 15 km westlich von Nasiriya. Er wurde von den Sumerern in Ur am Ende des 3. Jt. v.Chr. zu Ehren des Mondgottes Nanna (sumerisch Etemennigur) erbaut.8

Bild 2: Namhafte Pyramiden der Welt.7

Etwas jüngere Beispiele sind die Pyramiden von Teotihuacán in Mexiko, die sich rund 40 km nordöstlich von Mexiko-Stadt befinden. Sie wurden im 1. und 2. Jh. n.Chr. erbaut, um verschiedene Götter anzubeten. Die Azteken verliehen dem Ort den Name Teotihuacán, der „Wo man zu einem Gott wird“ bedeutet und erbauten eine detailliert geplante Stadt mit einer Mondpyramide und einer Sonnenpyramide.9

Diese wenigen Beispiele aus vergangenen Jahrhunderten und Jahrtausenden zeigen, dass der Mensch weiß, dass es außer ihm noch Größere gibt, zu denen hin er sich in die Höhe streckt.

Der eine Gott Abrahams

Abram lebte in der zehnten Generation10 nach Noah nach der Sintflut in Ur in Chaldäa, von wo er mit seinem Vater Tharah nach Haran zog (1. Mose 11, 31). Dort rief ihn Gott in seine Nachfolge und gab ihm den Auftrag, nach Kanaan zu ziehen. Dort sollte er als Fremdling leben und zu einem großen Volk werden. In ihm sollten alle Geschlechter (Völker) auf der Erde gesegnet werden (1. Mose 12, 1-3). Im Land Kanaan erhielt Abram seinen neuen Namen Abraham und Gott schloss mit ihm einen ewigen Bund, dass der HERR sein Gott sein wollte und seinen Nachkommen das Land Kanaan zum ewigen Besitz geben (1. Mose 17, 3-8). Nachdem Gott Abrahams Glauben und Gehorsam geprüft hatte, bestätigte Gott seinen Bund mit ihm (1. Mose 22, 15-18).

Bild 3: Eine Frau hockt auf zwei Ziegelsteinen (Gebärsteinen) um ein Kind zur Welt zu bringen. Die Darstellung wird flankiert von der Göttin Hathor (oder Meskhenet?) auf beiden Seiten (Zeit: Neues Reich, ca. 1350 v.Chr. nach konv. Chrono.; Bildquelle: ägyptisches Museum in Kairo, Ägypten).

Weil Abraham Gott gehorsam war, bestätigte Gott seinen Bund auch mit Isaak, Abrahams Sohn (1. Mose 26, 2-5). Dessen zweitgeborener Sohn Jakob erschlich sich das Erstgeburtsrecht und auch den Segen des Erstgeborenen. Und doch bestätigte Gott seinen Bund und gab Jakob seinen neuen Namen Israel (1. Mose 32, 25-30). Er wiederholte seine Bundeszusage, dass Jakob in der Segenslinie Abrahams stand (1. Mose 35, 9-12).

Israels 11 Kinder waren gezwungen, auf Grund einer großen Dürre und Hungersnot nach Ägypten zu ziehen. Durch Gottes Vorausplanung wurde dort Joseph, der zweitjüngste Sohn Israels, zu einem hohen Staatsbeamten, dem zweiten Mann nach dem Pharao. Seine geschickte Politik und Gottes Ankündigung ließ die Ägypter in den Jahren vor einer sieben Jahre andauernden Dürre Vorräte sammeln. Während der Hungersnot ernährte er einerseits das Volk und erreichte durch die Landverkäufe der Ägypter eine Machtstärkung des Pharaos (1. Mose 47,13-26). Er einte damit das Reich des Pharao.

Nach dem Tod Josephs lebte Israel gut 400 Jahre (2. Mose 12) in Ägypten und wurde dort zu einem großen Volk. Die Erinnerung an die segensreiche Rettung durch Josephs kluges Handeln war längst verblasst. Aus den willkommenen Fremdlingen wurde eine unterdrückte Minderheit, die zur Sklavenarbeit gezwungen wurde, und durch Geburtenkontrolle sollte sie kleingehalten werden (2. Mose 1).

Israel lebte in einem Umfeld, das geprägt war vom Glauben an viele Götter und deren vielfach pompöse Tempel standen ihnen an vielen Orten vor Augen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass sich die Israeliten mit dem Glauben der Ägypter ein Stück weit assimilierten. So verwendeten die Israeliten z.B. bei der Geburt eines Kindes Geburtssteine, auf die sich die Frauen während des Geburtsvorgangs hockten (vgl. Bild 3 und 2. Mose 1, 1611). Diese Geburtssteine waren ägyptischen Göttern geweiht.12

Als Israel bereits aus Ägypten ausgezogen war, sie also die starke Hand Gottes gesehen und erlebt hatten, da vertauschten sie den einen Gott ihrer Väter mit Ptah13, dem obersten ägyptischen Schöpfungsgott und Herrn aller Götter, verkörpert in Apis, dem heiligen Stier von Memphis (vgl. Bild 4). Die Vermutung liegt nahe, dass dieser als Vorbild diente, als Israel ein goldenes Kalb machte und es anbetete (2. Mose 32, 1-6).

Dies war Mose bewusst, als Gott ihn berief, um sein Volk aus der Sklaverei Ägyptens zu befreien. Als Gott Mose erschien und ihn beauftragte wieder nach Ägypten zu gehen fragte Mose: „Wenn ich zu den Kindern Israel komme und spreche zu ihnen: Der Gott eurer Väter hat mich zu euch gesandt, und sie mir sagen werden: Wie heißt sein Name? Was soll ich ihnen sagen?“ (2. Mose 3, 13). Das Volk Israel konnte offensichtlich nicht mehr recht unterscheiden zwischen den vielen Göttern, die ihnen bildlich an vielen Orten Ägyptens vor Augen standen und dem unsichtbaren Gott, dem Gott ohne Anbetungsort und ohne sichtbare Verkörperung, dem Gott ihrer Väter. Gott musste sich seinem Volk erneut offenbaren, damit sie ihn erkennen konnten.

Gericht an Ägypten und seinen Göttern

Gott hatte seinem Volk das Land Kanaan zum ewigen Besitz verheißen. Doch die Inbesitznahme des Landes sollte erst geschehen wenn die Sünde der Völker, die darin lebten, voll war und Gott sie darum aus dem Land vertreiben wollte (1. Mose 15, 13-16). Darum musste Israel lange Zeit in Ägypten bleiben. Nun sollte Pharao seine Arbeitssklaven auf das Wort Moses hin frei lassen. Mose, erzogen am königlichen Hof des Pharao (2. Mose 2) und unterwiesen in der Götterwelt Ägyptens kam im Namen eines Gottes, den der Pharao nicht kannte (2. Mose 5, 2). So wie Gott später Gericht an den Bewohnern Kanaans übte, übte er zuvor Gericht an den Ägyptern und an ihren Göttern (4. Mose 33,4). Durch zehn Plagen zwang Gott den Pharao, sein Volk frei zu lassen.14

Doch zunächst zeigte Gott Mose seine Größe, als er ihn berief und nach Ägypten zum Pharao sandte. Gott forderte Mose auf seinen Hirtenstab, den er in der Hand hielt, auf die Erde zu werfen, der zu einer Schlange (hebräisch Nachash) wurde. Mose sollte die Schlange am Schwanz fassen und sie wurde wieder zu einem Stab (2. Mose 4,1-5). Gott zeigte Mose, dass er Macht hat über die Mächte, die in dieser Welt herrschen (1. Mose 3,1; Offenbarung 12,9).

Als Mose das erste Mal vor dem Pharao erschien, warf er seinen Stab vor den Pharao und er wurde zu einem Krokodil (hebräisch Tanin). Auch die ägyptischen Magier konnten diese Verwandlung vollbringen, doch fraß Moses Krokodil die der Magier auf (2. Mose 7,1-13). Im alten Ägypten wurden Krokodile als heilige Tiere verehrt, z.B. in Gestalt des Gottes Sobek15. So war bereits das erste Auftreten von Mose und Aaron vor dem Pharao ein Angriff auf die Götterwelt der Ägypter.

Die ersten drei Plagen

Die ersten drei Plagen über Ägypten wurden auf Gottes Geheiß durch Moses Bruder Aaron ausgeführt, der Moses Stab ausreckte und dadurch die Plagen auslöst.

Die erste Plage traf den Nil, die wichtigste Lebensader Ägyptens (vgl. Bild 5)16, der zu Blut wurde (2. Mose 7,19). Damit richtete sich diese Plage möglicherweise gegen den Gott Chnum, Schöpfer von Wasser und Leben (vgl. Bild 6) oder gegen Hapi, den Nilgott oder gegen Osiris, dessen Blutkreislauf der Nil war. In der zweiten Plage kamen Frösche aus allen Gewässern (die vom Nil gespeist werden) über das ganze Land (2. Mose 8,1). Diese Plage richtete sich möglicherweise gegen Heket, die Göttin der Geburt, die als Frosch dargestellt wurde.

Bild 5: Darstellung des Lebens am Nil in der Antike im Totentempel der Hatschepsut in Deir el-Bahari nördlich von Theben auf der Westseite des Nils aus der 18. Dynastie (1479–1458 v.Chr.; konv. Chronologie). Das Wandrelief zeigt die damals landesüblichen kegelförmigen Pfahlbauten, den Wald aus Palmen, Ebenholz- und Weihrauchbäumen, ein für diese Region typisches Kurzhornrind und Fische im Nil.

In der dritten Plage kamen Stechmücken über die Menschen und das Vieh (2. Mose 8, 12). Für diese Plage gibt es keinen rechten Zusammenhang zu einer Gottheit. Bemerkenswert ist, dass die ersten beiden Plagen auch von den ägyptischen Magiern vollbracht werden konnten. Bei der dritten Plage versagten aber ihre Beschwörungen (2. Mose 8, 14-15).

Die vierte, fünfte und sechste Plage

In der nächsten Dreiergruppe der Plagen, der vierten bis sechsten Plage, wurden die ersten beiden von Gott selbst und die dritte von Mose ausgelöst.

Bild 6: Der widderköpfige Gott Chnum mit geschwungenen Hörnern (Mitte) auf der Innenseite eines Sargophages (Ägyptisches Museum, Kairo).

Die vierte Plage brachte Schwärme von Ungeziefer oder Stechfliegen über das ganze Land und in alle Häuser der Ägypter (2. Mose 8,16-20). Auch diese Plage lässt sich schwerlich einer ägyptischen Gottheit zuordnen. Eine Möglichkeit besteht in Chepre, der als Mistkäfer dargestellt wurde und den Sonnenaufgang und die Morgensonne symbolisierte. Bemerkenswert für die vierte Plage ist, dass ab dieser Plage nur die Ägypter von den Plagen betroffen waren, die Gegend wo die Israeliten lebten (Land Gosen) blieb verschont (2. Mose 8, 18+19).

Die fünfte Plage (2. Mose 9,1-7) brachte eine Seuche über alles Vieh (Vieh auf dem Feld, Pferde, Esel, Kamele, Ochsen, Schafe) der Ägypter. Diese Plage könnte sich gegen Hathor (vgl. Bild 7) gerichtet haben, die Mutter- und Himmelsgöttin, dargestellt in Form einer Kuh oder gegen Apis, Symbol der Fruchtbarkeit, dargestellt als Stier (vgl. Bild 4). Von dieser Plage war nur das Vieh der Ägypter betroffen, das Vieh der Israeliten blieb verschont.

Die sechste Plage (2. Mose 9, 8-12) brachte böse schwarze Ausschläge (Blattern) über Menschen und das Vieh. Auch diese Plage hat keinen eindeutigen Götteradressaten. Mögliche Kandidaten wären Isis (Göttin der Geburt, der Wiedergeburt und der Magie) oder Sachmet (Göttin des Krieges aber auch des Schutzes vor Krankheiten und der Heilung). Da die bösen Ausschläge an allen Menschen auftraten, so auch an den Priestern, war es ihnen auf Grund ihrer Unreinheit nicht möglich, in ihre Tempel zu gehen und ihren Göttern zu dienen.

Bemerkenswert ist, dass während der ersten fünf Plagen (2. Mose 7, 23; 2. Mose 8, 11; 2. Mose 8, 15; 2. Mose 8, 28; 2. Mose 9, 7) und der siebten Plage (2. Mose 9, 34) der Pharao sein Herz verstockte und Israel nicht gehen lassen wollte, so wie Gott es vorhergesagt hatte (2. Mose 3, 19; 2. Mose 7, 13). In der sechsten Plage (2. Mose 9, 12) aber, die die Menschen erstmalig direkt an ihrem Leib betraf, wie auch in der achten (2. Mose 10, 20) und neunten (2. Mose 10, 27) verstockte Gott das Herz des Pharao.

Die siebte, achte und neunte Plage

In der letzten Dreiergruppe wurden die Plagen dadurch ausgelöst, dass Mose seinen Arm mit seinem Stab ausstreckte (die Letzte ohne Erwähnung des Stabes).

In der siebten Plage (2. Mose 9, 22-26) kamen Hagel und in der achten Plage (2. Mose 10, 12-15) Heuschrecken über Ägypten und vernichten alles Essbare. Diese Plagen waren möglicherweise gegen Seth gerichtet, der sich in Wind und Sturm manifestierte und / oder gegen Isis, die Göttin des Lebens, die mahlt, Flachs spinnt und Tuch webt. Ein weiterer Adressat könnte Min gewesen sein, der als Gott der Fruchtbarkeit und der Vegetation und als Beschützer der Pflanzen verehrt wurde. Min ist ein besonders wahrscheinlicher Kandidat für diese beiden Plagen, weil die Angaben in 2. Mose 9, 31+32 darauf hindeuten, dass die siebte Plage kam, als der Flachs und die Gerste kurz vor der Ernte standen, bevor aber Weizen und Dinkel gereift waren. Ein weit verbreitetes Fest war das „Hervortreten des Min“, das zu Beginn der Ernte in den letzten beiden Monaten des Sommers in Ägypten gefeiert wurde17. Diese Plagen machten Mins Erscheinungsfeier zunichte.

Bild 8: Die Götter Seth (links) und Horus (rechts) segnen Ramesses II (Hathor-Tempel der Nefertari von Abu Simbel)

Die neunte Plage brachte drei Tage Dunkelheit (2. Mose 10, 21-23) über ganz Ägypten, so dass niemand den anderen sehen konnte. Das Sonnenlicht bzw. die Sonne spielte eine zentrale Rolle in der ägyptischen Götterwelt und so konnte sich diese Plage gegen verschiedene Gottheiten gerichtet haben, die mit der Sonne in Verbindung stehen wie z.B. Re (Ra), Amon-Re, Aten, Aton, Atum oder Horus.

Die zehnte Plage

In der zehnten Plage schließlich wurde alle Erstgeburt an Menschen und an Vieh getötet, angefangen bei dem ersten Sohn des Pharao, dem Thronfolger. Diese Plage richtete sich gegen die Schutzgottheit des Pharao und den Richter der Toten, Osiris, wie auch den Pharao selbst, der sich als Gott betrachtete.

Nachwehen

Am Ende der zehn Plagen, die über Ägypten gingen, war das Land bis an den Untergang wirtschaftlich und ökologisch ruiniert. Nach dem Auszug Israels und dem Untergang der ägyptischen Armee (2. Mose 14) schließlich, war das Land derart geschwächt und der Möglichkeit der Verteidigung beraubt, dass fremde Mächte mit Leichtigkeit in das Land einfallen konnten.

Der Papyrus die „Klagen des Ipuwer“, geschrieben zur Zeit der Hyksos-Invasion18 in Ägypten, beschreibt starke Umwälzungen in Ägypten. Es wird von Hunger, Dürre, Flucht von Sklaven (mit dem Reichtum der Ägypter) und Tod im ganzen Land berichtet. Nachfolgend sind einige Passagen des Papyrus, die auf die Plagen und den Exodus Israels hindeuten, bruchstückhaft zusammengestellt:

„Plagen sind im ganzen Land. Blut ist überall (2:5-6; vgl. 2. Mose 7,20). ... Der Fluss ist Blut. Menschen vergehen vom Trinken und dürsten nach Wasser (2:10; vgl. 2. Mose 7,21). ... Fürwahr Tore, Säulen und Wände werden vom Feuer verzehrt (2:10; vgl. 2. Mose 9,23-24). .... Wer seinen Bruder in die Erde legt, ist überall (2:13; vgl. 2. Mose 12,30). ... Gold und Lapislazuli, Silber und Malachit, Karneol und Bronze ... hängen am Hals von Sklavinnen (3:2; vgl. 2. Mose 12,35-36). ... Das ist unser Wasser! Das ist unser Glück! Was sollen wir diesbezüglich tun? Alles ist Ruin (3:10-13; vgl. 2. Mose 7,24). ... Es stöhnt im ganzen Land, vermischt mit Klagen (3:14; vgl. 2. Mose 12,30). ... Fürwahr, die Kinder der Fürsten sind gegen die Wand geschlagen (4:3, 5:6; vgl. 2. Mose 12,29). ... Alle Tiere, ihre Herzen weinen. Rinder stöhnen ... (5:5; vgl. 2. Mose 9,3). ... Fürwahr, was gestern gesehen wurde, das ist umgekommen. Das Land ist seiner Mattigkeit überlassen wie beim Schneiden von Flachs (5:12; vgl. 2. Mose 10,15). ... Fürwahr, das Korn ist überall umgekommen (6:3; vgl. 2. Mose 9,31-32). ... Das Gefängnis ist zerstört (6:3; vgl. 2. Mose 12,30). ... Fürwahr, die Kinder der Fürsten werden in den Straßen vertrieben (6:12; vgl. 2. Mose 12,29). ... Siehe, das Feuer ist emporgestiegen. Sein Brennen geht gegen die Feinde des Landes vor. (7:1; vgl. 2. Mose 13,21). ... Siehe, das Vieh wird verlassen, und es gibt niemanden, der sie sammelt (9:2-3; vgl. 2. Mose 9,19+21). ... Das Land ist ohne Licht (9:11; vgl. 2. Mose 10,22). ... Unterägypten weint ... Der gesamte Palast ist ohne seine Einnahmen. Zu ihm gehören [rechtlich] Weizen und Gerste, Gänse und Fische (10:3-6; vgl. 2. Mose 9,24).“19

Offenbarung für das Volk Israel

Zu Beginn des Auftretens Moses vor dem Pharao, dem „Gott“ in Ägypten, spricht der HERR: „Siehe, ich habe dich (Mose) zu einem Gott gesetzt über Pharao, und Aaron, dein Bruder, soll dein Prophet sein. Du sollst alles reden, was ich dir gebieten werde; aber Aaron, dein Bruder, soll es vor Pharao reden, dass er die Kinder Israel aus seinem Lande lasse. Aber ich will Pharaos Herz verhärten, dass ich viele Zeichen und Wunder tue in Ägypten. Und Pharao wird euch nicht hören, auf dass ich meine Hand in Ägypten beweise und führe mein Heer, mein Volk, die Kinder Israel, aus Ägypten durch große Gerichte. Und die Ägypter sollen begreifen, dass ich der HERR bin, wenn ich nun meine Hand über Ägypten ausstrecken und die Kinder Israel von ihnen wegführen werde (2. Mose 7, 1-5)“. Also „gehe (du Mose) hinein zu Pharao; denn ich habe sein und seiner Knechte Herz verhärtet, damit ich meine Zeichen unter ihnen tue, und dass du verkündigst vor den Ohren deiner Kinder und deiner Kindeskinder, was ich in Ägypten ausgerichtet habe und wie ich meine Zeichen unter ihnen getan habe, dass ihr (Israel) wisst: Ich bin der HERR (2. Mose 10, 1-2).“

Es stellt sich die Frage: Warum hat Gott diese zehn Plagen dazu benutzt, um sowohl an den Ägyptern sein Gericht zu vollziehen, als auch seinem auserwählten Volk sich als der eine lebendige Gott zu beweisen? Sicher liegt ein Grund in der Größe der Taten. Aber warum ausgerechnet diese Plagen und warum zehn?

Durch die ganze Bibel hindurch offenbart sich Gott als der, der Himmel und Erde geschaffen hat. Die Schöpfung, das Erschaffen durch sein Wort aus dem Nichts ist sein „Markenzeichen“20. Gott hat in zehn 10 Schöpfungsakten die Welt ins Dasein gerufen und geordnet. Zehn mal findet sich in 1. Mose 1 „und Gott sprach“ (way·yō·mer ’ĕ·lō·hîm; in 1. Mose 1, 3; 1. Mose 1, 6; 1. Mose 1, 9; 1. Mose 1, 11; 1. Mose 1, 14; 1. Mose 1, 20; 1. Mose 1, 24; 1. Mose 1, 26; 1. Mose 1, 28; 1. Mose 1, 29). Durch die Plagen hat der Herr seinem Volk gezeigt, dass er der Gott der Schöpfung ist und Macht über seine Schöpfung hat sie auch wieder zu zerstören.

Bild 9: Leben am Nil.

Die erste Plage, die Verwandlung von Wasser in Blut, wird in 2. Mose 7, 19 beschrieben. Dort wird beschrieben, dass Aaron seinen Stab nehmen und ihn über alle „Ansammlungen von Wasser“21 Ägyptens halten soll und sie so zu Blut werden. Das hebräische Wort für „Ansammlung von Wasser“ ist Mikwe. Dies ist das gleiche Wort, das in 1. Mose 1, 10 erscheint, wenn Gott die Meere erschafft: „Und Gott nannte das Trockene Erde (oder: Land), dem Wasser aber, das sich gesammelt hatte (Mikwe), gab er den Namen Meer. Und Gott sah, dass es gut war.“ (1. Mose 1, 10 nach Menge). Das, was in der Schöpfung als Lebensraum für die Fische geschaffen wurde, verwandelte Gott nun durch das, was eigentlich das Leben ist (5. Mose 12, 16+23) in das todbringende Gegenteil und alle Fische starben (2. Mose 7, 21).

In der zweiten Plage kamen Frösche aus den Flussläufen, den Kanälen und den Teichen Ägyptens (2. Mose 8, 1). Der Nil wimmelte von Fröschen, die dann an Land gingen und das ganze Land bedeckten (2. Mose 7, 28-29), während in 1. Mose 1, 20 Gott sprach: „Es wimmle das Wasser von einem Gewimmel lebender Wesen“. Vor dem Hintergrund war die Froschplage eine Umkehrung der guten Schöpfung in Ägypten, dass die Wasserbewohner ihre natürlichen Grenzen überschritten und zur Plage wurden. In der dritten Plage kamen Mücken (oder Stechmücken) und in der vierten Plage Ungeziefer (oder Hundsfliegen) über das ganze Land, so dass sogar der Erdboden davon bedeckt war (2. Mose 8, 17). Diese Plagen kehren zum einen 1. Mose 1, 20 um, wo die Wasser von lebenden Wesen wimmeln sollen und nicht das Land. Und zum anderen heißt es in 1. Mose 1, 26b und 1. Mose 1, 28 „(die Menschen) sollen herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels, über das (zahme) Vieh und über alle (wilden) Landtiere und über alles Gewürm (und alle Lebewesen), das auf dem Erdboden kriecht!“. In diesen Plagen sind die Geschöpfe völlig außer Kontrolle geraten. Bemerkenswert ist, dass mit der dritten Plage, der Stechmücken, die ägyptischen Zauberer keine Stechmücken hervorbringen konnten. Sie hatten keine Kontrolle mehr. Und ab der vierten Plage, dem Ungeziefer, blieb das Land Gosen, wo die Israeliten wohnten, von den Plagen verschont. Gott behält die Kontrolle.

Die fünfte Plage, die Viehpest, betraf nur Tiere, nicht die Menschen und auch nur die Nutztiere der Ägypter, nicht die der Israeliten (2. Mose 9, 3-6). In 1. Mose 2, 18-20 werden die Tiere speziell für den Menschen geschaffen. Durch die Viehpest wurden die Nutztiere, die unter der direkten Herrschaft des Menschen standen, den Ägyptern genommen. Das, was zuvor für den Menschen geschaffen wurde, wurde nun den Ägyptern durch die Viehpest genommen.

Die sechste Plage, böse schwarze Blattern, traf die Menschen erstmalig an ihrem eigenen Körper. Die Ausschläge waren so stark, dass die Zauberer nicht vor Mose erscheinen konnten (2. Mose 9, 11). In 1. Mose 1, 26 erschafft Gott den Menschen als sein Ebenbild, das rein und vollkommen ist, so wie es auch in den Priestervorschriften deutlich wird, dass nur ein reiner Mensch sich Gott im priesterlichen Dienst nahen darf (3. Mose 21, 10-23). Durch die Ausschläge am ganzen Körper waren die Menschen stark entstellt.

Die nächsten beiden Plagen, Hagel und Heuschrecken, brachten die Zerstörung eines anderen Teils der Schöpfung, der Pflanzen. Was nicht durch den Hagel zerstört wurde, wurde von den Heuschrecken aufgefressen. Als diese Plagen schließlich vorüber waren, konnte Ägypten mit dem Zustand verglichen werden, den die Welt nach dem dritten Schöpfungstag hatte: „Und die Erde ließ aufgehen Gras und Kraut, das sich besamte, ein jegliches nach seiner Art, und Bäume, die da Frucht trugen und ihren eigenen Samen bei sich selbst hatten, ein jeglicher nach seiner Art.“ (1. Mose 1, 12). Im Gegensatz dazu wird in 2. Mose 10, 15 gesagt, dass die Heuschrecken schließlich „nichts Grünes übrig ließen an den Bäumen und am Kraut auf dem Felde in ganz Ägyptenland“.

In der neunten Plage kam eine große Finsternis über Ägypten. In 2. Mose 10, 21-23 lesen wir, dass eine Finsternis, die man greifen konnte, über das ganze Land kam, „dass niemand den andern sah noch aufstand von dem Ort, da er war, in drei Tagen. Aber bei allen Kindern Israel war es licht in ihren Wohnungen.“ Was hier beschrieben wird, ist nicht einfach die Abwesenheit von Licht. Die Dunkelheit ist etwas Physisches, „eine Dunkelheit, die berührt werden kann“ (2. Mose 10, 21b). Der Wechsel von Licht und Dunkelheit, von Tag und Nacht, hat aufgehört. Aber Dunkelheit und Licht existieren nebeneinander an geographisch unterschiedlichen Orten. Die Israeliten hatten Licht. Kurz gesagt, in Ägypten hatte Gott die Beziehung zwischen Dunkelheit und Licht auf das zurückversetzt, was vor dem Ende des ersten Schöpfungstages war - zu dem Zustand, der zwischen 1. Mose 1, 4 und 1. Mose 1, 5 kurz existierte.22

Die letzte der Plagen bringt den Tod über alle Erstgeburt in Ägypten an Menschen und an Vieh (2. Mose 11, 4-5). In dieser letzten Plage wird schließlich der erste Mensch selbst getroffen. So wie Gott den ersten Menschen als sein Ebenbild geschaffen hatte (1. Mose 1,26a), sich dieser gegen Gott entschied (1. Mose 2, 17 und 1. Mose 3, 1-6) und Gott ihn schließlich dem Tod preisgegeben hat (1. Mose 3, 17-19), so wurde in der letzten Plage alle Erstgeburt getötet. Doch Gott gab seinem Volk Israel einen Ausweg. Sie sollten ein fehlerloses Lamm schlachten, es essen und mit dem Blut des Lammes die Türpfosten ihrer Häuser bestreichen. An Häusern wo dies geschah, ging der Würgeengel vorüber (2. Mose 12). In dieser letzten Plage kehrte Gott einerseits seine Schöpfung um, verkehrte das Leben in den Tod, und schuf gleichzeitig eine Lösung für die Zukunft. Er setzte ein stellvertretendes Opfer ein, das für die Schuld und Sünde der Menschen sterben sollte (vgl. 3. Mose 16 und 2. Korinther 5,21)23.

Diese letzte Plage veranlasste den Pharao und die Ägypter schließlich, dass sie die Israeliten aus der Sklaverei in die Freiheit entließen. Doch war die Einsicht nicht von langer Dauer. Kaum war Israel ausgezogen, da versuchte sie der Pharao wieder mit seinem Heer einzufangen (2. Mose 14, 5-9). Doch Gott schaffte Israel eine endgültige Erlösung (2. Mose 14, 21-22; 1. Korinther 10, 1-4) von ihren Verfolgern und schlug das ganze Heer mit dem Wasser, durch das Israel gerade durchgezogen war (2. Mose 14, 23-28). Danach blickte Israel zurück auf das stille Wasser des Meeres in einem Land ohne Menschen, ohne Tiere und ohne Vegetation, ein Land, in dem die Schöpfung buchstäblich ungeschehen gemacht wurde. Nun ist Israel überzeugt, dass ihr Erlöser der Herr aller Schöpfung ist (2. Mose 14, 31).

 


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Biblischer Bezug
Siehe Text
 
Intern
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Vgl. auch das Kapitel Die Götter Ägyptens und der Auszug Israels in „Stiftshütte – Gottes Grundplan für Erlösung“

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Hauptquelle

Ein großer Teil des Inhalts orientiert sich an:
Ziony Zevit: Exodus in the Bible and the Egyptian Plagues. Can we make sense of the Biblical plagues?
https://www.biblicalarchaeology.org/daily/biblical-topics/exodus/exodus-in-the-bible-and-the-egyptian-plagues/
Einige der Inhalte sind hier aus dem Englischen übernommen mit Ausnahme der literarischen Deutung des biblischen Textes.

Quellen und Anmerungen

1 Wilkinson, Richard H. (2003). The Complete Gods and Goddesses of Ancient Egypt. Thames & Hudson. ISBN 0-500-05120-8 (in https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_Egyptian_deities; zuletzt geprüft am 30.04.2018)
2 A. von Lieven (2006): Götter / Götterwelt Ägyptens; online www.bibelwissenschaft.de/stichwort/19700/; zuletzt geprüft am 01.05.2018.
3 www.cheops-pyramide.ch/pyramidenbau.html; zuletzt geprüft am 06.07.2019.
4 https://de.wikipedia.org/wiki/Pyramiden_von_Gizeh; zuletzt geprüft am 30.04.2018.
5 www.selket.de/pharaonen/pharao-gott/; zuletzt geprüft am 30.04.2018.
6 https://de.wikipedia.org/wiki/Mumifizierung; zuletzt geprüft am 30.04.2018.
7 Weltkarte: https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Winkel-tripel-projection.jpg, Pyramiden von Teotihuacán: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Piramide_de_la_Luna_072006.jpg; Pyramiden von Gizeh: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:All_Gizah_Pyramids.jpg, Zikkurat des Mondgottes Nanna: https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Ziggarat_of_Ur_001.jpg, Pyramide von Borobudur: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Borobudur-Nothwest-view.jpg; zuletzt geprüft am 30.04.2018
8 https://de.wikipedia.org/wiki/Zikkurat_des_Mondgottes_Nanna, https://de.wikipedia.org/wiki/Ur-Nammu; zuletzt geprüft am 30.04.2018.
9 https://de.wikipedia.org/wiki/Teotihuacán; zuletzt geprüft am 30.04.2018.
10 Nach dem massoretischen Text (MT). Nach der Septuaginta (LXX), der griechische Übersetzung des Alten Testaments, in der 11. Generation. Dort wird noch Kanaan im Stammbaum genannt.
11 Im Deutschen wird das hebräische Wort hā·’ā·ḇə·nā·yim (Geburtsstein) meist mit Stuhl oder Geburtsstuhl übersetzt. Auf Grund von archäologischen Funden weiß man heute, dass sich die ägyptischen Frauen auf zwei Ziegelsteine hockten, um ein Kind zur Welt zu bringen. Diese Ziegelsteine waren Schutzgöttern geweiht.
12 Vgl. http://thehereticpharaoh.tumblr.com/post/169603780191/meskhenet-was-the-goddess-of-childbirth-and-the
13 Der Gott Ptah wurde vor allem in Memphis in Unterägypten seit der ersten Dynastie verehrt (https://de.wikipedia.org/wiki/Ptah, https://de.wikipedia.org/wiki/Apis_(ägyptische_Mythologie), der Region, in der die Israeliten angesiedelt waren.
14 Nach dem Auszug aus Ägypten verheißt Gott seinem Volk ein Land darin Milch und Honig fließt (u.a. 2. Mose 13, 5). Wenn sie seinen Geboten folgen und ihn allein ehren und die ägyptischen Götter fahren lassen (3. Mose 26,1), dann will Gott ihnen reichliche Ernten, Frieden und militärische Überlegenheit geben. Werden sie aber Gott verlassen und anderen Göttern dienen, dann werden tödliche Krankheiten, Missernten, militärische Niederlagen, Dürre, Tod durch wilde Tiere, Pest, Hungersnot, Not bis zum Kannibalismus, Vertreibung aus dem Land und Verfolgung in der Fremde sie treffen. Gott wird also sein Volk mit dem strafen, wie er zuvor die fremden Völker für ihre Sünden gestraft hat (3. Mose 26). Es gibt nur einen Unterschied zwischen dem Umgang Gottes mit den Völkern und wie er mit Israel verfährt. In all den Strafen verwirft Gott sein auserwähltes Volk nicht (3. Mose 26, 44-45).
15 Im Mittleren Reich, in der Zeit als Israel in Ägypten war, entsprechend der revidierten Chronologie, ging Sobek als „Sobek-Re“ in die Verehrung des Sonnengottes ein (https://de.wikipedia.org/wiki/Sobek_(ägyptische_Mythologie)).
16 Bildbeschriftung nach www.nefershapiland.de/hatschepsut.htm; zuletzt geprüft am 01.05.2018.
17 https://en.wikipedia.org/wiki/Min_festival; zuletzt geprüft am 05.07.2019.
18 Datiert von John Van Seters in die Zeit des späteren Mittleren Reiches. In John Van Seters: A date for the „Admonitions“ in the second intermediate Period. The Journal of Egyptian Archaeology 1964; 50:13-23.
19 Gardiner, A.H., 1909, The Admonitions of an Egyptian Sage, from a Hieratic Papyrus in Leiden (Pap. Leiden 344 recto), Leipzig. In Rabbi Mordechai Becher, The Ten Plagues - Live From Egypt, https://ohr.edu/838, zuletzt geprüft 24.08.2018.
20 Durch die ganze Bibel hindurch offenbart sich Gott als der Erschaffer, wie es in Jesaja 45, 18 heißt: „Denn so spricht der HERR, der den Himmel geschaffen hat, der Gott, der die Erde bereitet hat und hat sie gemacht und zugerichtet, und sie nicht gemacht hat, dass sie leer sein soll, sondern sie bereitet hat, dass man darauf wohnen soll: Ich bin der HERR, und ist keiner mehr.“ Weitere entsprechende Stellen sind Hiob 26,7; Hiob 28,25; Hiob 38,4; Hiob 38-41; Psalm 8; Psalm 19; Psalm 33,6; Psalm 90,2; Psalm 92,6; Psalm 93,1; Psalm 95; Psalm 104; Psalm 136; Psalm 121,2; Psalm 139,13-16; Psalm 146,6; Psalm 148,5; Sprüche 3,19; Sprüche 8,22ff; Jesaja 37,16; Jesaja 40,26-28; Jesaja 42,5; Jesaja 45,12; Jesaja 45,13; Jesaja 45,18; Jeremia 10,12; Jeremia 27,5; Jeremia 32,17; Jona 1,9; Sacharja 12,1; Matthäus 19,5; Markus 10,6; Johannes 1,3; Apostelgeschichte 4,24; Apostelgeschichte 14,15; Apostelgeschichte 17,24-27; Römer 1,20; Kolosser 1,16; Epheser 3,9; Hebräer 1,2-3; Hebräer 11,3; Offenbarung 4,11; Offenbarung 10,6; Offenbarung 14,7.
21 Menge übersetzt hier Stromarme, Kanäle, Teiche und Wasserbehälter.
22 https://www.biblicalarchaeology.org/daily/biblical-topics/exodus/exodus-in-the-bible-and-the-egyptian-plagues/; zuletzt geprüft 07.05.2018
23 Vgl. den Gesamtzusammenhang zwischen dem Alten und dem Neuen Testament in den Ausführungen zur „Stiftshütte – Gottes Grundplan für Erlösung“www.toledot.de/stiftshuette (Dok. oibne00103).

Dok. oibae10100 zuletzt aktualisiert: 13.07.2019


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