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2. Mose 33

 1  Jahwe sagte zu Mose: "Ihr brecht jetzt auf! Bring das Volk, das du aus Ägypten hierhergeführt hast, in das Land, das ich Abraham, Isaak und Jakob unter Eid für ihre Nachkommen versprochen habe. (2.Mose 32,13; 1.Mose 12,7)  2  Ich werde einen Engel vor dir herschicken und die Kanaaniter, Amoriter, Hetiter, Perisiter, Hiwiter und Jebusiter vertreiben. (2.Mose 32,34)  3  Ihr kommt in ein Land, das von Milch und Honig überfließt. Aber ich selbst werde nicht mit euch ziehen, denn ihr seid ein widerspenstiges Volk, und vielleicht müsste ich euch deshalb unterwegs vernichten." (2.Mose 32,9-10)  4  Als die Israeliten diese harten Worte vernahmen, trauerten sie. Keiner legte seinen Schmuck an.  5  Denn Jahwe hatte zu Mose gesagt: "Sag den Israeliten: Ihr seid ein widerspenstiges Volk. Würde ich auch nur einen Augenblick in eurer Mitte sein, müsste ich euch vernichten. Aber wenn ihr jetzt euren Schmuck ablegt, werde ich sehen, was ich für euch tun kann."  6  Da trugen die Israeliten vom Berg Horeb an keinen Schmuck mehr. (Jona 3,6)

Die Erneuerung des Bundes

 7  Von da an schlug Mose sein Zelt jedes Mal entfernt vom Lager auf. Er nannte es Offenbarungszelt.[*]Offenbarungszelt. Es war wohl das Zelt, von dem aus Mose dem Volk Recht sprach (2. Mose 18,13) und vor dem jetzt die Wolkensäule erschien, wenn Gott mit Mose redete. Jeder, der Jahwe suchte, musste aus dem Lager hinaus zu diesem Zelt gehen. (2.Mose 29,42)  8  Wenn Mose zu dem Zelt ging, standen alle auf. Sie traten an den Eingang ihrer Zelte und sahen Mose nach, bis er im Zelt verschwunden war.  9  Und wenn Mose dort hineinging, kam die Wolkensäule herab und blieb am Eingang des Zeltes stehen. Dann redete Gott mit Mose. (2.Mose 13,21)  10  Wenn die Israeliten die Wolkensäule am Eingang des Zeltes stehen sahen, standen sie alle auf und warfen sich am Eingang ihrer Zelte nieder.  11  Jahwe redete direkt mit Mose, so, wie ein Mann mit seinem Freund redet. Dann kehrte Mose ins Lager zurück. Sein Diener Josua Ben-Nun, ein junger Mann, blieb ständig im Zelt.[*]blieb ... im Zelt. Josua hatte offenbar die Aufgabe, sich um dieses Zelt zu kümmern. (2.Mose 33,20; 4.Mose 12,8; 5.Mose 34,10)

 12  Mose sagte zu Jahwe: "Du befiehlst mir, dieses Volk in sein Land zu führen, aber du hast mir nicht offenbart, wen du mitschicken wirst. Dabei hast du mir doch gesagt, dass du mich mit Namen kennst und mir deine Gunst geschenkt hast. (2.Mose 33,2-5)  13  Wenn ich also wirklich deine Gunst genieße, dann lass mich doch erkennen, was du vorhast. Ich möchte dich besser verstehen und auch weiter in deiner Gunst bleiben. Und denk bitte daran: Diese Nation ist dein Volk!" (Ps. 103,7)  14  Jahwe erwiderte: "Wenn ich mitgehe, würde dich das dann beruhigen?"  15  Mose entgegnete: "Wenn du nicht mitgehst, dann bring uns lieber nicht von hier weg!  16  Woran soll man denn sonst erkennen, dass wir in deiner Gnade stehen, ich und dein Volk? Doch nur daran, dass du mit uns ziehst und uns dadurch vor allen anderen Völkern der Welt auszeichnest, mich und dein Volk!" (5.Mose 4,6-8)  17  Jahwe erwiderte: "Auch diese Bitte werde ich dir erfüllen, denn du stehst in meiner Gunst und ich kenne dich genau!" (2.Mose 33,12; 2.Tim. 2,19)

 18  Doch er bat ihn weiter: "Lass mich doch deine Herrlichkeit sehen!"  19  Er antwortete: "Ich selbst werde all meine Güte an dir vorüberziehen lassen und den Namen Jahwe vor dir ausrufen. Ich entscheide, wem ich gnädig bin, und schenke mein Erbarmen, wem ich will."[*]Wird im Neuen Testament von Paulus zitiert: Römer 9,15 (Röm. 9,15)  20  Dann sagte er: "Du kannst mein Gesicht nicht sehen, denn kein Mensch, der mich sieht, bleibt am Leben." (1.Mose 32,31; Jes. 6,5; 1.Tim. 6,16)  21  Jahwe sagte weiter: "Pass auf! Hier auf dem Felsen ist ein Platz bei mir. Da kannst du stehen. (1.Kön. 19,8-13)  22  Wenn dann meine Herrlichkeit vorüberzieht, werde ich dich in einen Felsspalt stellen und meine Hand als Schutz über dich halten, bis ich vorüber bin. (2.Mose 34,5-6; 2.Mose 24,11)  23  Dann werde ich meine Hand wegnehmen, und du kannst mich von hinten sehen. Aber mein Gesicht darf nicht gesehen werden."

 

© 2019 by Karl-Heinz Vanheiden (Textstand 19.12)
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3Es darf niemand mit dir heraufkommen. Es darf überhaupt niemand auf dem Berg gesehen werden. Auch das Vieh darf nicht an seinem Fuß weiden." 4So haute sich Mose zwei Tafeln aus Stein zurecht wie die ersten. Am nächsten Morgen stand er früh auf und stieg mit den Tafeln in der Hand auf den Berg, wie Jahwe es ihm befohlen hatte. 5Da kam Jahwe in einer Wolke auf den Berg herab, stellte sich an die Seite von Mose und rief den Namen Jahwes aus. 6Dann zog er vor seinen Augen vorbei und rief: "Jahwe, Jahwe, Gott: barmherzig und gnädig, langmütig und reich an Güte und Treue, 7der Gnade über tausend Generationen hin erweist, der Schuld, Vergehen und Sünde vergibt, aber keineswegs ungestraft lässt, der die Schuld der Väter an den Kindern und Enkeln bis in die dritte und vierte Generation verfolgt." 8Sofort warf sich Mose auf die Erde und betete an. 9Er sagte: "Herr, wenn du mir deine Gunst geschenkt hast, dann sei in unserer Mitte. Wenn es auch ein widerspenstiges Volk ist, so vergib uns doch unsere Schuld und Sünde und nimm uns als Eigentum an." 10Da sagte er: "Hiermit schließe ich einen Bund: Vor deinem ganzen Volk werde ich Wunder tun, wie sie bisher unter allen Völkern der Erde noch nie vollbracht worden sind. Das ganze Volk, in dessen Mitte du stehst, soll das Tun Jahwes sehen. Es wird furchterregend sein, was ich für dich tun werde.

2.Mose 34,3 bis 2.Mose 34,10 - NeÜ bibel.heute (2019)