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2. Mose 1

1-18: Die Befreiung aus Ägypten

Die Unterdrückung (1-6)

Sklaven in Ägypten

 1  Das sind die Namen der Israeliten, die mit ihrem Vater Jakob und ihren Familien nach Ägypten gekommen waren: (1.Mose 46,8)  2  Ruben und Simeon, Levi und Juda,  3  Issachar, Sebulon und Benjamin,  4  Dan und Naftali, Gad und Ascher.  5  Zusammen waren es siebzig Personen, die alle von Jakob abstammten.[*]abstammten. Siehe Fußnote zu 1. Mose 46,27. Jakobs Ankunft in Ägypten könnte um das Jahr 1867 v.Chr. stattgefunden haben. Josef war schon vorher nach Ägypten gekommen. (1.Mose 46,27)  6  Dann starben Josef und seine Brüder. Auch von ihren Zeitgenossen lebte niemand mehr. (1.Mose 50,26)  7  Aber die Israeliten waren fruchtbar und vermehrten sich und wurden überaus stark. Das Land füllte sich mit ihnen. (Apg. 7,17)

 8  Da trat ein neuer König die Herrschaft über Ägypten an, der nichts mehr von Josef wusste.  9  Er sagte zu seinen Leuten: "Passt auf! Das Volk der Israeliten ist zahlreicher und stärker als wir.  10  Wir müssen geschickt gegen sie vorgehen, damit sie nicht noch stärker werden! Sonst laufen sie in einem Krieg womöglich zu unseren Feinden über und kämpfen gegen uns und ziehen dann aus dem Land weg."

 11  Deshalb setzten die Ägypter Aufseher ein, um die Israeliten mit Zwangsarbeit unter Druck zu setzen. Sie mussten die Vorratsstädte Pitom[*]Pitom. Stadt im Nordosten Ägyptens. und Ramses[*]Ramses. Stadt im östlichen Nildelta, etwa 30 km südlich von Tanis/Zoan. für den Pharao[*]den Pharao. Der ägyptische Königstitel Pharao bedeutet "großes Haus" und steht im Grundtext immer ohne Artikel. bauen. (1.Mose 15,13; 1.Mose 47,11)  12  Aber je mehr sie die Israeliten unterdrückten, umso stärker vermehrten sich diese. Sie breiteten sich derartig aus, dass die Ägypter das Grauen vor den Israeliten packte.  13  Darum gingen sie hart gegen sie vor und zwangen sie zu Sklavendiensten.  14  Sie machten ihnen das Leben bitter. Die Israeliten mussten in Schwerstarbeit Ziegel aus Lehm herstellen und harte Feldarbeiten verrichten.

 15  Dann ließ der König von Ägypten die Hebammen für die Hebräer,[*]für die Hebräer. Entweder gehörten die Hebammen zu den Israeliten (Hebräer) oder es waren gottesfürchtige Ägypterinnen. Schifra und Pua, zu sich rufen  16  und befahl ihnen: "Wenn ihr den hebräischen Frauen bei der Entbindung helft und seht, dass ein Junge zur Welt kommt, dann tötet ihn sofort! Mädchen dürft ihr am Leben lassen."  17  Aber die Hebammen fürchteten Gott und befolgten den Befehl des ägyptischen Königs nicht. Sie ließen die Jungen am Leben.  18  Da rief der König sie wieder zu sich und fragte sie: "Warum tut ihr das und lasst die Jungen am Leben?"  19  Sie erwiderten dem Pharao: "Weil die hebräischen Frauen nicht so wie die ägyptischen sind. Sie sind kräftig und haben ihre Kinder schon zur Welt gebracht, ehe die Hebamme zu ihnen kommt."  20  So vermehrte sich das Volk und wurde sehr stark. Gott tat den Hebammen Gutes.  21  Und weil sie Ehrfurcht vor ihm hatten, schenkte er ihnen Nachkommenschaft.  22  Da ließ der Pharao einen Befehl an sein ganzes Volk ergehen: "Werft jeden Jungen, der den Hebräern geboren wird, in den Nil! Nur die Mädchen dürfen am Leben bleiben."

 

© 2019 by Karl-Heinz Vanheiden (Textstand 19.12)
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