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Jesaja 9

 1  Das Volk, das im Dunkeln lebt, / sieht ein großes Licht. / Licht strahlt auf über denen, / die im Land der Todesschatten wohnen.[*]Wird im Neuen Testament zitiert: Matthäus 4,15-16. (Luk. 1,79)  2  Du weckst den Jubel, machst die Freude groß! / Sie freuen sich vor dir wie in der Erntezeit, / sie jubeln wie beim Beuteverteilen.  3  Denn wie am Tag von Midian[*]Tag von Midian. Siehe Richter 7,12-15. / zerbrichst du das drückende Joch, das ihnen den Rücken gebeugt, / den Stock, der sie angetrieben hat.[*]angetrieben hat. Das erfüllte sich während der Invasion Sanheribs 701 v.Chr. (Jesaja 37,36-38). (Richt. 7,22)  4  Denn jeder Stiefel, der dröhnend daherstampft, / jeder Mantel, der sich in Blutlachen wälzt, / wird ins Feuer geworfen und verbrannt.  5  Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns geschenkt; / das wird der künftige Herrscher sein. / Gott hat ihm seinen Namen gegeben: / wunderbarer Berater, / kraftvoller Gott, / Vater der Ewigkeit, / Friedensfürst. (Jes. 7,14; Jes. 22,22; Micha 5,1; Luk. 2,7; Luk. 2,11; Jes. 10,21)  6  Seine Macht reicht weit, / und sein Frieden hört nicht auf. / Er regiert sein Reich auf Davids Thron, / seine Herrschaft hat für immer Bestand, / denn er stützt sie durch Recht und Gerechtigkeit. / Das wirkt Jahwe, der allmächtige Gott, / im Eifer seiner Leidenschaft. (Jes. 11,1; Ps. 72,3-4; 2.Sam. 7,12-13; Luk. 1,32)

Der Schatten über Samaria

 7  Ein Urteil hat mein Herr über Jakob gefällt, / und an Israel wurde es vollstreckt.  8  Zu spüren bekam es das ganze Volk – das von Efraïm und wer in Samaria wohnt – mit seinem selbstherrlich hochmütigen Spruch:  9  "Die Ziegel sind gefallen, / doch mit Quadern bauen wir auf, / das Holz der Sykomoren[*]Das Holz der Sykomore (wilder Feigenbaum) eignete sich sehr gut zum Bauen, besonders für Decken und Dachkonstruktionen. Seine Früchte galten als Nahrung der Armen. ist zerbrochen, / doch wir setzen dort Zedernbalken ein."  10  Aber Jahwe wiegelt Rezins Unterfürsten auf, / ihre Feinde stachelt er gegen sie an.  11  Die Syrer kommen von vorn / und von hinten die Philister, / und sie fressen Israel mit vollem Maul. – Trotzdem legt sich Gottes Zorn nicht. / Seine Hand bleibt drohend ausgestreckt. (Jes. 9,16; Jes. 5,25)

 12  Doch das Volk kehrt nicht um zu dem, der es schlägt. / Jahwe, den allmächtigen Gott, suchen sie nicht.  13  Da haut Jahwe Kopf und Schwanz von Israel ab, / Palmzweig und Binse an einem einzigen Tag. (Jes. 10,33)  14  Die Ältesten und Vornehmen sind der Kopf, / der Lügen lehrende Prophet ist der Schwanz.  15  Die Führer dieses Volkes sind Verführer, / und die Geführten wissen nicht mehr wohin.  16  Deshalb freut sich der Herr nicht über seine jungen Männer, / erbarmt sich nicht über seine Witwen und Waisen. / Denn alle sind sie gottlos und böse, / aus jedem Mund kommt schändliches Geschwätz. – Trotzdem legt sich Gottes Zorn nicht. Seine Hand bleibt drohend ausgestreckt. (Jes. 9,20)

 17  Denn ihre Bosheit lodert auf wie ein Feuer, / das Dornen und Disteln verzehrt. / Im dichten Unterholz des Waldes zündet es / und wirbelt als schwarze Rauchwolke hoch.  18  Durch den Zorn Jahwes, des Allmächtigen, ist das Land verbrannt. / Und wie ein Feuerfraß wütet das Volk, / keiner verschont den andern.  19  Man haut rechts etwas ein und bleibt doch hungrig, / man frisst links und wird nicht satt. / Jeder frisst das Fleisch des eigenen Arms.  20  Manasse frisst Efraïm / und Efraïm Manasse, / und beide fallen über Juda her. - Trotzdem kehrt sein Zorn nicht um. / Seine Hand bleibt ausgestreckt. (Jes. 10,4)

 

© 2019 by Karl-Heinz Vanheiden (Textstand 19.12)
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