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1. Korinther 11

11-14: In gemeindlicher Ordnung

Mann und Frau beim Beten und Weissagen

 1  Nehmt mich zum Vorbild, so wie ich Christus zum Vorbild nehme!  2  Ich lobe euch, dass ihr in allen Dingen an mich denkt und so an den Überlieferungen festhaltet, wie ich sie euch übergeben habe.  3  Nun möchte ich aber, dass ihr auch Folgendes wisst: Christus ist das Oberhaupt jedes Mannes, der Mann das Oberhaupt der Frau und Gott das Oberhaupt von Christus. (1.Mose 3,16; Eph. 5,23; 1.Kor. 3,23)

 4  Jeder Mann, der beim Beten oder Weissagen[*]Beten ist das Reden zu Gott hin, Weissagen das Reden von Gott her, das Reden im Auftrag Gottes. eine Kopfbedeckung trägt, entehrt sein Oberhaupt.  5  Und jede Frau, die ihren Kopf beim Beten oder Weissagen nicht verhüllt, entehrt ihr Oberhaupt, denn das wäre so, als ob sie kahlgeschoren herumliefe.  6  Wenn eine Frau sich also nicht verhüllt, kann sie sich auch gleich die Haare abschneiden lassen. Wenn es für sie aber entehrend ist, das Haar abgeschnitten oder den Kopf rasiert zu bekommen wie ein Mann, dann soll sie sich verhüllen.  7  Der Mann freilich darf sich den Kopf nicht verhüllen, denn er ist Gottes Abbild und spiegelt seine Herrlichkeit wider. In der Frau spiegelt sich die Herrlichkeit des Mannes.  8  Denn der Mann stammt nicht von der Frau, sondern die Frau vom Mann; (1.Mose 2,21-23)  9  denn der Mann wurde ja nicht für die Frau geschaffen, sondern die Frau für den Mann. (1.Mose 2,18)  10  Deshalb soll eine Frau mit Rücksicht auf die Engel das Zeichen ihrer Vollmacht auf dem Kopf tragen.

 11  Allerdings gibt es vor dem Herrn weder die Frau ohne den Mann noch den Mann ohne die Frau.  12  Denn wie die Frau vom Mann abstammt, so wird der Mann durch die Frau zur Welt gebracht. Und beide kommen von Gott.

 13  Urteilt doch selbst: Gehört es sich für eine Frau, unverhüllt zu Gott zu beten?  14  Lehrt euch nicht schon das natürliche Empfinden, dass es für den Mann eine Schande ist,  15  für die Frau aber eine Ehre, langes Haar zu tragen? Denn das lange Haar ist ihr anstelle eines Umhangs gegeben.  16  Wenn jemand unbedingt auf dem Gegenteil bestehen will, soll er wissen: Wir und auch die Gemeinden Gottes haben eine andere Gewohnheit.

Missstände beim gemeinsamen Mahl

 17  Im Zusammenhang mit den folgenden Anweisungen kann ich euch aber nicht loben, denn ihr kommt nicht zu eurem Nutzen, sondern zum Schaden zusammen.  18  Zuerst höre ich, dass es Spaltungen in euren Gemeindeversammlungen gibt, und zum Teil glaube ich das. (1.Kor. 1,12; 1.Kor. 3,3)  19  Denn es müssen ja Parteien unter euch sein, damit sichtbar wird, wer von euch sich im Glauben bewährt. (Matth. 18,7; 1.Joh. 2,19)

 20  Wenn ihr nun auch am gleichen Ort zusammenkommt, so ist es doch nicht mehr das Mahl des Herrn, das ihr da esst.  21  Denn bevor alle da sind, isst jeder schon sein Mitgebrachtes auf, sodass wer später kommt, noch hungrig ist, und andere schon betrunken sind. (Judas 1,12)  22  Habt ihr denn keine Häuser, um zu essen und zu trinken? Oder verachtet ihr die Gemeinde Gottes und wollt die beschämen, die nichts haben? Was soll ich dazu sagen? Soll ich euch etwa loben? In diesem Punkt sicher nicht! (Jak. 2,5; Jak. 1,2-6)

 23  Denn ich habe es vom Herrn überliefert bekommen, was ich auch euch weitergegeben habe: In der Nacht, in der er ausgeliefert wurde, nahm der Herr Jesus Brot und (Matth. 26,26-28; Mark. 14,22-24; Luk. 22,19-20)  24  dankte Gott. Dann brach er es und sagte: "Das ist mein Leib für euch. Tut dies als Erinnerung an mich!"  25  Ebenso nahm er den Kelch nach dem Essen und sagte: "Dieser Kelch ist der neue Bund, der sich gründet auf mein Blut. Sooft ihr daraus trinkt, tut es als Erinnerung an mich!"  26  Denn sooft ihr dieses Brot esst und aus dem Kelch trinkt, verkündigt ihr den Tod des Herrn, bis er wiederkommt. (Matth. 26,29)

 27  Wer darum in unwürdiger Weise vom Brot isst und aus dem Kelch des Herrn trinkt, macht sich am Leib und am Blut des Herrn schuldig. (1.Kor. 11,21-22)  28  Jeder prüfe sich also selbst, bevor er vom Brot isst und aus dem Kelch trinkt. (Matth. 26,22)  29  Denn wer isst und trinkt, ohne zu bedenken, dass es um den Leib des Herrn geht, isst und trinkt sich zum Gericht. (1.Kor. 10,16-17)  30  Aus diesem Grund sind ja so viele von euch schwach und krank, und nicht wenige sind schon gestorben.  31  Doch wenn wir mit uns selbst ins Gericht gingen, würden wir nicht gerichtet.  32  Aber selbst wenn wir jetzt vom Herrn gerichtet werden, dann ist das eine Zurechtweisung für uns, damit wir nicht zusammen mit der Welt verurteilt werden. (Spr. 3,11-12)  33  Wenn ihr also zum Essen zusammenkommt, liebe Geschwister, dann wartet aufeinander.  34  Wer Hunger hat, der soll zu Hause etwas essen; sonst wird euch die Zusammenkunft zum Strafgericht. Alles andere werde ich anordnen, wenn ich komme.

 

© 2019 by Karl-Heinz Vanheiden (Textstand 19.12)
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