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Micha 1

1-3: Warum Gott als Richter kommen muss

 1  Das ist die Botschaft, die Jahwe Micha aus Moreschet über Samaria und Jerusalem offenbarte, als die Könige Jotam, Ahas und Hiskija über Juda regierten. (Jer. 26,18; Jes. 1,1)

Voraussage der Zerstörung

 2  Hört zu, all ihr Völker! / Ihr Bewohner der Erde, gebt Acht! / Jahwe, der Herr, tritt als Zeuge gegen euch auf, / er tritt heraus aus seinem Heiligtum.  3  Denn seht, Jahwe verlässt seine Wohnung, / er steigt herab und tritt auf die Höhen[*] Höhen können allgemeine Erhöhungen in einer Landschaft meinen. Sie wurden aber häufig auch für götzendienerische Kulthandlungen verwendet. der Erde. (Amos 4,13)  4  Die Berge schmelzen unter ihm / wie Wachs vor dem Feuer; / Täler spalten sich auf / wie durch hinabschießendes Wasser am Hang.  5  Das geschieht wegen Jakobs[*]Jakob, der von Gott den Namen Israel erhielt, war der Stammvater des Volkes Israel. Verbrechen / und wegen der Sünden Israels. / Wer hat Schuld am Vergehen Jakobs? / Ist es nicht Samaria? / Wer hat Schuld an Judas Opferhöhen? / Ist es nicht Jerusalem? (Jer. 23,13-14)

 6  "Deshalb werde ich Samaria zum Trümmerfeld machen, / zu einem Platz, wo man Weinberge anlegt. / Ich stürze seine Steine ins Tal / und mache es dem Erdboden gleich!  7  Seine Schnitzbilder werden zerschlagen, / seine Götzengaben verbrannt / und alle seine Götter zerstört. / Sie wurden ja mit Hurenlohn gekauft[*]Hurenlohn. Der Verdienst der Tempelprostituierten wurde zur Ausstattung des Heiligtums verwendet. / und werden nun wieder zum Hurengeld." (Hos. 2,7; Hos. 2,14)

Klage des Propheten

 8  Darüber muss ich klagen und jammern. / Ich laufe barfuß und ohne Obergewand herum. / Ich heule wie ein Schakal, / ich schreie wie der Vogel Strauß.  9  Denn von diesem Schlag erholt sich Samaria nie. / Der wird auch ganz Juda treffen; / er reicht bis nach Jerusalem, / bis an das Tor meines Volkes.  10  Berichtet es nicht in Gat, / zeigt ihnen nicht eure Tränen.[*]... Tränen. Weil die Philister in Schadenfreude ausbrechen könnten. / Wälzt euch voll Entsetzen in Bet-Leafras[*] Bet-Leafra, "Staubhausen". Der Ort lag vermutlich acht Kilometer nordwestlich von Hebron. Staub. (2.Sam. 1,20)  11  Zieh fort, du Siedlerin von Schafir[*] Schafir, "Schmuckburg", unbekannte Stadt, wahrscheinlich in der Schefela, dem Hügelland zwischen dem Gebirge Judas und der Küstenebene des Mittelmeers., / entblößt und voller Schande! / Doch die Siedlerin von Zaanan[*] Zaanan, "Auszug", unbekannte Stadt. / kann die Stadt nicht verlassen. / Die Klage von Bet-Ezel[*] Bet-Ezel, "Wurzelhausen", unbekannte Stadt, vermutlich in der Schefela. nimmt euch dessen Halt.  12  Noch bangt um das Gute die Siedlerin von Marot[*] Marot, "Bitternis", unbekannte Stadt, vermutlich in der Schefela.. / Doch von Jahwe stieg das Unheil nieder. / Es kam zu Jerusalems Tor.  13  Spann die Pferde an den Wagen, / du Siedlerin von Lachisch[*] Lachisch. Stadt in der Schefela, 46 km westlich von Jerusalem.! / Mit dir fing die Sünde der Zionsstadt[*] Zion ist einer der Hügel Jerusalems. Der Name kann für die ganze Stadt stehen. an. / In dir fanden sich Israels Verbrechen.  14  Darum musst du Aussteuer geben / für Moreschet[*] Moreschet-Gat (so der volle Name) war der Heimatort des Propheten Micha. Er lag in der Schefela, zehn Kilometer nordöstlich von Lachisch., die "Verlobte" von Gat. / Die Häuser von Achsib[*] Achsib, "Trughausen", Stadt in der Schefela (Josua 15,44). werden zur Enttäuschung / für die Könige von Israel.  15  Ich werde dir den Erben noch bringen, / du Siedlerin von Marescha[*] Marescha, "Erbdorf", Stadt in der Schefela, 21 Kilometer nordwestlich von Hebron.. Bis nach Adullam[*] Adullam, "Schlupfwinkel", vergleiche 1. Samuel 22,1; 2. Samuel 23,13-14! / wird Israels Herrlichkeit kommen.  16  Rauf dich kahl und schere dein Haar / wegen deiner geliebten Kinder! / Scher dir eine Glatze, / so kahl wie die eines Geiers, / denn man hat deine Kinder verschleppt!

 

© 2019 by Karl-Heinz Vanheiden (Textstand 19.12)
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9Wenn dann die Mächtigen der Erde, die sich mit ihr eingelassen und das ausschweifende Leben in vollen Zügen genossen haben, den Rauch sehen, der von den brennenden Trümmern aufsteigt, werden sie klagen und jammern. 10'Was für ein Unglück!', werden sie rufen und aus Furcht vor ihrer Qual weit entfernt stehen bleiben. 'Was für ein Unglück! Babylon, du große und mächtige Stadt! In einer einzigen Stunde ist das Unglück über dich gekommen!' 11Auch die Kaufleute in aller Welt werden um sie klagen und trauern, denn niemand kauft ihnen ihre Waren mehr ab: 12das Gold und das Silber, die Edelsteine und Perlen, die Gewänder aus Seide und feinem Leinen, die Purpurstoffe und scharlachroten Kleider, das Sandelholz, die Gegenstände aus Elfenbein, Edelholz, Bronze, Eisen und Marmor, 13den Zimt und den Haarbalsam, Duftstoffe, Salböl und Weihrauch, Wein und Olivenöl, Feinmehl und Weizen, Rinder und Schafe, Pferde und Wagen, Leibeigene und Sklaven. 14'Auch die Früchte, die du so sehr liebtest, / gibt es nicht mehr! / Dahin ist all dein Glanz und deine Pracht! / Und nichts davon kommt jemals zurück!' 15So werden die Kaufleute jammern, die durch ihren Handel mit Babylon reich geworden sind. Aus Furcht vor ihrer Qual sehen sie alles aus der Ferne an und weinen vor Trauer und Schmerz. 16'Was für ein Unglück!', werden sie rufen. 'Was für ein Unglück! Diese mächtige Stadt! Sie war es gewohnt, sich in feines Leinen zu kleiden, sie hüllte sich in Purpur und scharlachrote Stoffe und schmückte sich mit Gold, Edelsteinen und Perlen.

Offenb. 18,9 bis Offenb. 18,16 - NeÜ bibel.heute (2019)