Luther > AT > 5. Mose > Kapitel 5 🢞 Luther mit Strongs

5. Mose 5

Wiederholung der Zehn Gebote.

 1  Und Mose rief das ganze Israel und sprach zu ihnen: Höre, Israel, die Gebote und Rechte, die ich heute vor euren Ohren rede, und lernet sie und behaltet sie, dass ihr darnach tut!

 2  Der HErr, unser Gott, hat einen Bund mit uns gemacht am Horeb (5.Mose 28,69; 2.Mose 19,5)  3  und hat nicht mit unseren Vätern diesen Bund gemacht, sondern mit uns, die wir hier sind heutigestages und alle leben. (5.Mose 29,14)  4  Er hat von Angesicht zu Angesicht mit euch aus dem Feuer auf dem Berge geredet. (5.Mose 5,21; 2.Mose 19,19)  5  Ich stand zu derselben Zeit zwischen dem HErrn und euch, dass ich euch ansagte des HErrn Wort; denn ihr fürchtetet euch vor dem Feuer und ginget nicht auf den Berg. Und er sprach: (2.Mose 19,16)

 6  Ich bin der HErr, dein Gott, der dich aus Ägyptenland geführt hat, aus dem Diensthause. (2.Mose 20,1)  7  Du sollst keine anderen Götter haben vor mir. (5.Mose 11,16; 5.Mose 11,28)  8  Du sollst dir kein Bildnis machen, keinerlei Gleichnis, weder des, das oben im Himmel, noch des, das unten auf Erden, noch des, das im Wasser unter der Erde ist. (5.Mose 27,15)  9  Du sollst sie nicht anbeten noch ihnen dienen. Denn ich, der HErr, dein Gott, bin ein eifriger Gott, der die Missetat der Väter heimsucht über die Kinder ins dritte und vierte Glied, die mich hassen;  10  und Barmherzigkeit erzeige in viel tausend, die mich lieben und meine Gebote halten.

 11  Du sollst den Namen des HErrn, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der HErr wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht.

 12  Den Sabbattag sollst du halten, dass du ihn heiligest, wie dir der HErr, dein Gott, geboten hat.  13  Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun.  14  Aber am siebenten Tage ist der Sabbat des HErrn, deines Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun noch dein Sohn noch deine Tochter noch dein Knecht noch deine Magd noch dein Ochse noch dein Esel noch all dein Vieh noch dein Fremdling, der in deinen Toren ist, auf dass dein Knecht und deine Magd ruhe gleich wie du.  15  Denn du sollst gedenken, dass du auch Knecht in Ägyptenland warest und der HErr, dein Gott, dich von dort ausgeführt hat mit einer mächtigen Hand und mit ausgerecktem Arm. Darum hat dir der HErr, dein Gott, geboten, dass du den Sabbattag halten sollst. (5.Mose 15,15; 5.Mose 16,12; 5.Mose 24,18)

 16  Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, wie dir der HErr, dein Gott, geboten hat, auf dass du lange lebest und dass dir's wohl gehe in dem Lande, das dir der HErr, dein Gott, geben wird.

 17  Du sollst nicht töten.

 18  Du sollst nicht ehebrechen.

 19  Du sollst nicht stehlen. (2.Mose 31,18)

Bestellung Moses zum Mittler.

 20  Du sollst kein falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.  21  Lass dich nicht gelüsten deines Nächsten Weibes. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus, Acker, Knecht, Magd, Ochsen, Esel noch alles, was sein ist. (5.Mose 4,33)

 22  Das sind die Worte, die der HErr redete zu eurer ganzen Gemeinde auf dem Berge, aus dem Feuer und der Wolke und dem Dunkel, mit großer Stimme, und tat nichts dazu und schrieb sie auf zwei steinerne Tafeln und gab sie mir.

Mose als Mittler zwischen Gott und Israel.

 23  Da ihr aber die Stimme aus der Finsternis hörtet und den Berg mit Feuer brennen sahet, tratet ihr zu mir, alle Obersten unter euren Stämmen und eure Ältesten,

 24  und spracht: Siehe, der HErr, unser Gott, hat uns lassen sehen seine Herrlichkeit und seine Majestät; und wir haben seine Stimme aus dem Feuer gehört. Heutigestages haben wir gesehen, dass Gott mit Menschen redet und sie lebendig bleiben.

 25  Und nun, warum sollen wir sterben, dass uns dies große Feuer verzehre? Wenn wir des HErrn, unseres Gottes, Stimme weiter hören, so müssen wir sterben.

 26  Denn was ist alles Fleisch, dass es hören möge die Stimme des lebendigen Gottes aus dem Feuer reden wie wir, und lebendig bleibe? (5.Mose 29,3; 4.Mose 11,29)  27  Tritt du hinzu und höre alles, was der HErr, unser Gott, sagt, und sage es uns. Alles, was der HErr, unser Gott, mit dir reden wird, das wollen wir hören und tun.  28  Da aber der HErr eure Worte hörte, die ihr mit mir redetet, sprach er zu mir: Ich habe gehört die Worte dieses Volks, die sie mit dir geredet haben; es ist alles gut, was sie geredet haben.  29  Ach, dass sie ein solch Herz hätten, mich zu fürchten, und zu halten alle meine Gebote ihr Leben lang, auf dass es ihnen wohl ginge und ihren Kindern ewiglich! (5.Mose 4,2; 5.Mose 28,14; Jos. 1,7; Spr. 4,27)  30  Gehe hin und sage ihnen: Gehet heim in eure Hütten.

 31  Du aber sollst hier vor mir stehen, dass ich mit dir rede alle Gesetze und Gebote und Rechte, die du sie lehren sollst, dass sie darnach tun in dem Lande, das ich ihnen geben werde einzunehmen.  32  So habt nun Acht, dass ihr tut, wie euch der HErr, euer Gott, geboten hat, und weicht nicht, weder zur Rechten noch zur Linken,  33  sondern wandelt in allen Wegen, die euch der HErr, euer Gott, geboten hat, auf dass ihr leben möget und es euch wohl gehe und ihr lange lebet in dem Lande, das ihr einnehmen werdet.

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Digitalisierte historische Bibelausgaben des 16. und 18. Jh. (auf bibellogos.info): Hebräisch: 5. Mose 4,34 bis 5,9; 5. Mose 5,10 bis 6,1; Luther (1570): 5. Mose 4,35 bis 5,14; 5. Mose 5,14 bis 6,3

Übersetzungen anderer Websites (in neuem Fenster): Schlachter (2000), Elberfelder Übersetzung (Edition CSV Hückeswagen).

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