Luther > AT > 2. Samuel > Kapitel 22 🢞 Luther mit Strongs

2. Samuel 22

Davids Danklied.

 1  Und David redete vor dem HErrn die Worte dieses Liedes zur Zeit, da ihn der HErr errettet hatte von der Hand aller seiner Feinde und von der Hand Sauls, und sprach:

 2  Der HErr ist mein Fels und meine Burg und mein Erretter.  3  Gott ist mein Hort, auf den ich traue, mein Schild und Horn meines Heils, mein Schutz und meine Zuflucht, mein Heiland, der du mir hilfst vor dem Frevel.  4  Ich rufe an den HErrn, den Hochgelobten, so werde ich von meinen Feinden erlöst.

 5  Es hatten mich umfangen die Schmerzen des Todes, und die Bäche des Verderbens erschreckten mich.  6  Der Hölle Bande umfingen mich, und des Todes Stricke überwältigten mich.  7  Da mir angst war, rief ich den HErrn an und schrie zu meinem Gott; da erhörte er meine Stimme von seinem Tempel, und mein Schreien kam vor ihn zu seinen Ohren.  8  Die Erde bebte und ward bewegt; die Grundfesten des Himmels regten sich und bebten, da er zornig war.  9  Dampf ging auf von seiner Nase und verzehrend Feuer von seinem Munde, dass es davon blitzte.  10  Er neigte den Himmel und fuhr herab, und Dunkel war unter seinen Füßen.  11  Und er fuhr auf dem Cherub und flog daher, und er schwebte auf den Fittichen des Windes.  12  Sein Gezelt um ihn her war finster und schwarze, dicke Wolken.  13  Von dem Glanz vor ihm brannte es mit Blitzen.  14  Der HErr donnerte vom Himmel, und der Höchste ließ seinen Donner aus.  15  Er schoss seine Strahlen und zerstreute sie; er ließ blitzen und schreckte sie.  16  Da sah man das Bett der Wasser, und des Erdbodens Grund ward aufgedeckt von dem Schelten des HErrn, von dem Odem und Schnauben seiner Nase.

 17  Er streckte seine Hand aus von der Höhe und holte mich und zog mich aus großen Wassern.  18  Er errettete mich von meinen starken Feinden, von meinen Hassern, die mir zu mächtig waren,  19  die mich überwältigten zur Zeit meines Unglücks; und der HErr ward meine Zuversicht.  20  Und er führte mich aus in das Weite, er riss mich heraus; denn er hatte Lust zu mir.

 21  Der HErr tut wohl an mir nach meiner Gerechtigkeit; er vergilt mir nach der Reinigkeit meiner Hände.  22  Denn ich halte die Wege des HErrn und bin nicht gottlos wider meinen Gott.  23  Denn alle seine Rechte habe ich vor Augen, und seine Gebote werfe ich nicht von mir;  24  sondern ich bin ohne Tadel vor ihm und hüte mich vor Sünden.  25  Darum vergilt mir der HErr nach meiner Gerechtigkeit, nach meiner Reinigkeit vor seinen Augen.

 26  Bei den Heiligen bist du heilig, bei den Frommen bist du fromm,  27  bei den Reinen bist du rein, und bei den Verkehrten bist du verkehrt.  28  Denn du hilfst dem elenden Volk, und mit deinen Augen erniedrigst du die Hohen.  29  Denn du, HErr, bist meine Leuchte; der HErr macht meine Finsternis licht.  30  Denn mit dir kann ich Kriegsvolk zerschlagen und mit meinem Gott über die Mauer springen.  31  Gottes Wege sind vollkommen; des HErrn Reden sind durchläutert. Er ist ein Schild allen, die ihm vertrauen.  32  Denn wo ist ein Gott außer dem HErrn, und wo ist ein Hort außer unserem Gott?  33  Gott stärkt mich mit Kraft und weist mir einen Weg ohne Tadel.  34  Er macht meine Füße gleich den Hirschen und stellt mich auf meine Höhen.  35  Er lehrt meine Hände streiten und lehrt meinen Arm den ehernen Bogen spannen.  36  Du gibst mir den Schild deines Heils; und wenn du mich demütigst, machst du mich groß.  37  Du machst unter mir Raum zu gehen, dass meine Knöchel nicht wanken.

 38  Ich will meinen Feinden nachjagen und sie vertilgen und will nicht umkehren, bis ich sie umgebracht habe.  39  Ich will sie umbringen und zerschmettern; sie sollen mir nicht widerstehen und müssen unter meine Füße fallen.  40  Du kannst mich rüsten mit Stärke zum Streit; du kannst unter mich werfen, die sich wider mich setzen.  41  Du gibst mir meine Feinde in die Flucht, dass ich verstöre, die mich hassen.  42  Sie sehen sich um – aber da ist kein Helfer – nach dem HErrn; aber er antwortet ihnen nicht.  43  Ich will sie zerstoßen wie Staub auf der Erde; wie Kot auf der Gasse will ich sie verstäuben und zerstreuen.

 44  Du hilfst mir von dem zänkischen Volk und behütest mich, dass ich ein Haupt sei unter den Heiden; ein Volk, das ich nicht kannte, dient mir.  45  Den Kindern der Fremde hat's wider mich gefehlt; sie gehorchen mir mit gehorsamen Ohren.  46  Die Kinder der Fremde sind verschmachtet und kommen mit Zittern aus ihren Burgen.  47  Der HErr lebt, und gelobt sei mein Hort; und Gott, der Hort meines Heils, werde erhoben,  48  der Gott, der mir Rache gibt und wirft die Völker unter mich.  49  Er hilft mir aus von meinen Feinden. Du erhöhest mich aus denen, die sich wider mich setzen; du hilfst mir von den Frevlern.

 50  Darum will ich dir danken, HErr, unter den Heiden und deinem Namen lobsingen,  51  der seinem König großes Heil beweist und wohltut seinem Gesalbten, David und seinem Samen ewiglich.

Textvergleich

Luther (Strongs)   Elberfelder (1905)   Menge (1939)   NeÜ bibel.heute (2019)   Schlachter (1951)   Vers für Vers Vergleich

Digitalisierte historische Bibelausgaben des 16. und 18. Jh. (auf bibellogos.info): Hebräisch: 2. Samuel 21,7 bis 22,5; 2. Samuel 22,6 bis 22,43; 2. Samuel 22,44 bis 23,17; Luther (1570): 2. Samuel 21,12 bis 22,10; 2. Samuel 22,11 bis 22,45; 2. Samuel 22,46 bis 23,17

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36Nunmehr geriet Jakob in Zorn und machte Laban laute Vorwürfe mit den Worten: »Was habe ich nun verbrochen, was verschuldet, dass du mich so hitzig verfolgt hast? 37Du hast nun all meinen Hausrat durchstöbert: was hast du denn von deinem gesamten Hausrat gefunden? Lege es hierher vor meine und deine Stammesgenossen: sie sollen entscheiden, wer von uns beiden im Recht ist! 38Zwanzig Jahre bin ich jetzt bei dir gewesen: deine Mutterschafe und deine Ziegen haben nie fehlgeworfen, und von den Böcken deines Kleinviehs habe ich keinen gegessen. 39Wenn ein Stück Vieh (von wilden Tieren) zerrissen war, habe ich es nicht zu dir bringen dürfen, nein, ich habe es ersetzen müssen: von mir hast du es gefordert, mochte es bei Tage oder in der Nacht geraubt sein. 40So ging es mir: bei Tage kam ich vor Hitze um und nachts vor Frost, und kein Schlaf kam in meine Augen. 41Jetzt sind es zwanzig Jahre, dass ich dir in deinem Hause gedient habe: vierzehn Jahre um deine beiden Töchter und sechs Jahre bei deinem Kleinvieh; und zehnmal hast du mir den Lohn abgeändert. 42Wenn nicht der Gott meines Vaters (= Großvaters), der Gott Abrahams, den auch Isaak verehrt, auf meiner Seite gestanden hätte, ja, dann hättest du mich jetzt mit leeren Händen ziehen lassen! Aber Gott hat mein Elend und die mühselige Arbeit meiner Hände gesehen und gestern Nacht sein Urteil abgegeben!« 43Da gab Laban dem Jakob zur Antwort: »Die Töchter sind meine Töchter, und die Kinder sind meine Kinder, das Vieh ist mein Vieh, und alles, was du hier siehst, gehört mir! Aber was könnte ich heute noch für diese meine Töchter tun oder für ihre Kinder, die sie geboren haben?

1.Mose 31,36 bis 1.Mose 31,43 - Menge (1939)