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2. Mose 34

Neue Gesetzestafeln. Bundesschluss und Bundespflichten.

 1  Darauf gebot der HErr dem Mose: »Haue dir zwei Steintafeln zurecht, wie die ersten waren, dann will ich auf die Tafeln die Worte schreiben, die auf den ersten Tafeln gestanden haben, die du zertrümmert hast! (2.Mose 32,19)  2  Halte dich für morgen bereit, gleich früh auf den Berg Sinai zu steigen und dort auf der Spitze des Berges vor mich zu treten!  3  Es soll aber niemand mit dir heraufsteigen, und es darf sich auch niemand am ganzen Berge blicken lassen; sogar das Kleinvieh und die Rinder dürfen nicht gegen diesen Berg hin weiden!« (2.Mose 19,12-13)  4  So hieb sich denn Mose zwei Steintafeln zurecht, wie die ersten gewesen waren, und machte sich dann am andern Morgen früh auf und stieg zum Berge Sinai hinauf, wie der HErr ihm geboten hatte; die beiden Steintafeln trug er in der Hand.

 5  Da fuhr der HErr im Gewölk hernieder, und er (Mose) trat dort neben ihn und rief den Namen des HErrn an. (2.Mose 33,19)  6  Da zog der HErr vor seinen Augen vorüber und rief aus: »Der HErr, der HErr ist ein barmherziger und gnädiger Gott, langmütig und reich an Gnade und Treue, (4.Mose 14,18; Ps. 103,8; 1.Joh. 4,16)  7  der Gnade auf Tausende hin (oder: Tausenden) bewahrt, der Unrecht, Übertretung und Sünde vergibt, doch auch (den Schuldigen) keineswegs ungestraft lässt, sondern die Schuld der Väter an Kindern und Kindeskindern heimsucht, am dritten und am vierten Glied.« (2.Mose 20,5-6)

 8  Da verneigte sich Mose eilends bis zur Erde, warf sich nieder  9  und sagte: »Habe ich irgend Gnade bei dir, o Herr, gefunden, so wolle mein Herr doch in unserer Mitte einherziehen! Denn es ist ein halsstarriges Volk. Aber vergib uns unsere Schuld und Sünde und lass uns dein Eigentum sein!«

 10  Da antwortete der HErr: »Wohlan, ich schließe einen Bund: vor deinem ganzen Volk will ich Wunder tun, wie sie auf der ganzen Erde und unter allen Völkern noch nie vollführt sind, und das ganze Volk, in dessen Mitte du lebst, soll das Walten des HErrn wahrnehmen; denn wunderbar soll das sein, was ich an dir tun werde.  11  Beobachte wohl, was ich dir heute gebiete! Siehe, ich will vor dir die Amoriter, Kanaanäer, Hethiter, Pherissiter, Hewiter und Jebusiter vertreiben.  12  Hüte dich wohl, mit den Bewohnern des Landes, in das du kommen wirst, einen Vertrag zu schließen, damit sie für dich nicht, wenn sie unter dir wohnen bleiben, ein Fallstrick werden! (2.Mose 23,32-33)  13  Ihr sollt vielmehr ihre Altäre niederreißen, ihre Malsteine zertrümmern und ihre Götzenbäume umhauen. (2.Mose 23,24)  14  Denn du sollst keinen andern Gott anbeten! Denn der HErr heißt „Eiferer“ und ist ein eifersüchtiger Gott. (2.Mose 20,3; 2.Mose 20,5)  15  Schließe daher ja keinen Vertrag mit den Bewohnern des Landes, damit du nicht, wenn sie ihren Götzendienst treiben und ihren Göttern opfern und sie dich dazu einladen, an ihren Opfermahlen teilnimmst.  16  Du würdest dann auch von ihren Töchtern manche für deine Söhne zu Frauen nehmen, und diese würden, wenn sie ihren Götzendienst treiben, deine Söhne zu demselben Götzendienst verführen.« (5.Mose 7,3; Richt. 3,6; 1.Kön. 11,2)

 17  »Du sollst dir keine gegossenen Gottesbilder machen! – (2.Mose 20,23)

 18  Das Fest der ungesäuerten Brote sollst du beobachten! Sieben Tage lang sollst du ungesäuertes Brot essen, wie ich dir geboten habe, zur bestimmten Zeit des Monats Abib; denn im Monat Abib (oder: am Neumond des Monats Abib) bist du aus Ägypten ausgezogen. – (2.Mose 23,14-19)

 19  Alle Erstgeburt gehört mir, auch von all deinem Vieh jede männliche Erstgeburt, der erste Wurf vom Rind- und Kleinvieh.  20  Aber das Erstgeborene vom Esel sollst du entweder mit einem Lamm lösen (= loskaufen) oder, wenn du das nicht willst, ihm das Genick brechen. Jeden Erstgeborenen von deinen Söhnen sollst du lösen! Und man darf vor mir nicht mit leeren Händen erscheinen! – (2.Mose 13,12-16)

 21  Sechs Tage lang sollst du arbeiten, aber am siebten Tage sollst du ruhen! Auch während der Zeit des Pflügens und der Ernte sollst du ruhen! –  22  Auch das Wochenfest sollst du feiern, nämlich das Fest der Erstlinge der Weizenernte, sowie das Fest der Lese an der Wende des Jahres! –  23  Dreimal im Jahr sollen alle deine männlichen Personen vor Gott dem HErrn, dem Gott Israels, erscheinen.  24  Denn ich werde die Heidenvölker vor dir austreiben und dein Gebiet weit ausdehnen; und niemand soll nach deinem Land Verlangen tragen, während du hinaufziehst, um dich vor dem HErrn, deinem Gott, sehen zu lassen dreimal im Jahr. –

 25  Du sollst das Blut meines Schlachtopfers nicht zusammen mit gesäuertem Brot darbringen! Und vom Opferfleisch des Passahfestes darf nichts über Nacht bis zum andern Morgen übrigbleiben! –

 26  Das Vorzüglichste von den Erstlingen deines Feldes sollst du in das Haus des HErrn, deines Gottes, bringen! – Du sollst kein Böckchen in der Milch seiner Mutter kochen!«

 27  Weiter gebot der HErr dem Mose: »Schreibe dir diese Verordnungen auf! Denn auf Grund dieser Verordnungen habe ich mit dir und mit Israel einen Bund geschlossen.« (2.Mose 24,4)  28  Hierauf verweilte Mose dort beim HErrn vierzig Tage und vierzig Nächte, ohne Brot zu essen und Wasser zu trinken; und er (d.h. Gott) schrieb auf die Tafeln die Gebote des Bundes, die zehn Gebote. (2.Mose 24,18; Matth. 4,2; 2.Mose 31,18)

Der Glanz auf Moses Angesicht.

 29  Als Mose dann vom Berge Sinai hinabstieg – die beiden Gesetzestafeln hatte er in der Hand, als er vom Berge hinabstieg –, da wusste Mose nicht, dass die Haut seines Angesichts infolge (oder: während) seiner Unterredung mit dem HErrn strahlend geworden war.  30  Als nun Aaron und alle Israeliten Mose ansahen (und wahrnahmen), dass die Haut seines Angesichts strahlte, da fürchteten sie sich, ihm nahezukommen. (2.Kor. 3,7-18)  31  Als Mose sie aber herbeirief, wandten sich Aaron und alle Vorsteher der Gemeinde ihm wieder zu, und Mose redete mit ihnen.  32  Darauf traten auch alle Israeliten nahe an ihn heran, und er teilte ihnen alles mit, was der HErr ihm auf dem Berge Sinai aufgetragen hatte.

 33  Als er dann mit seinen Mitteilungen zu Ende war, legte er eine Hülle auf sein Angesicht.  34  Sooft Mose nun vor den HErrn trat, um mit ihm zu reden, legte er die Hülle ab, bis er wieder hinausging; und wenn er hinausgekommen war, teilte er den Israeliten alles mit, was ihm geboten worden war. (2.Mose 33,8-9)  35  Dabei bekamen dann die Israeliten das Gesicht Moses zu sehen (und machten die Beobachtung), dass die Haut in seinem Gesicht strahlend geworden war; Mose aber legte dann die Hülle wieder auf sein Gesicht, bis er wieder hineinging, um mit dem HErrn zu reden.

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Übersetzungen anderer Websites (in neuem Fenster): Schlachter (2000), Elberfelder Übersetzung (Edition CSV Hückeswagen).

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Röm. 9,14 bis Röm. 9,21 - Menge (1939)