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Jesaja 60

Zions zukünftige Herrlichkeit.

 1  Mache dich auf, werde licht! Denn dein Licht ist gekommen, und die Herrlichkeit des HErrn ist über dir erstrahlt.  2  Denn wohl bedeckt Finsternis die Erde und Dunkel die Völker, aber über dir strahlt der HErr wie eine Sonne auf, und seine Herrlichkeit wird sichtbar über dir.  3  Völker wallen zu deinem Licht hin und Könige zu dem Glanz, in dem du strahlst. (Offenb. 21,24)

 4  Hebe ringsum deine Augen empor und blicke hin! Sie alle haben sich versammelt und kommen zu dir: deine Söhne kommen aus der Ferne, und deine Töchter werden auf den Armen getragen. (Jes. 49,18; Jes. 66,12)  5  Da wirst du dann, sobald du das siehst, vor Freude strahlen, und dein Herz wird pochen und sich weit auftun; denn der Reichtum des Meeres wird sich dir zuwenden, die Schätze der Völker dir zuströmen.  6  Ein Gewimmel von Dromedaren wird dich bedecken, die jungen Kamele von Midian und Epha; allesamt werden sie aus Saba herkommen, Gold und Weihrauch bringen und die Ruhmestaten des HErrn verkünden. (Ps. 72,10; Matth. 2,1-11)  7  Alle Herden von Kedar werden sich für dich sammeln, die Widder von Nebajoth dir zu Diensten stehen: mir zum Wohlgefallen werden sie auf meinen Altar gebracht werden, und so mache ich meinen glanzvollen Tempel noch glänzender.

 8  Wer sind diese da, die wie eine Wolke dahergeflogen kommen und wie Tauben zu ihren Schlägen?  9  Ja, auf mich harren die Meeresländer, und die Tharsisschiffe segeln voran, um deine Söhne (oder: Kinder) aus der Ferne herzubringen; ihr (d.h. der Meeresländer) Silber und ihr Gold führen sie mit sich für den Namen des HErrn, deines Gottes, und für den Heiligen Israels, weil er dich zu hohen Ehren bringt.  10  Die Söhne (= Angehörigen) fremden Stammes werden deine Mauern aufbauen und ihre Könige dir dienstbar sein; denn in meinem Grimm habe ich dich (allerdings) geschlagen, aber in meiner Gnade mich deiner wieder erbarmt. (Jes. 54,7-8)  11  Deine Tore werden beständig offen stehen, bei Tag und bei Nacht unverschlossen bleiben, um in dich einzulassen den Reichtum der Völker und ihre Könige, die im Triumph aufgeführt werden. (Offenb. 21,25-26)  12  Denn jedes Volk und jedes Reich, die dir nicht dienen wollen, sollen untergehen, und die Heidenvölker überhaupt völliger Vernichtung anheimfallen.  13  Die Prachtbäume des Libanons sollen zu dir gebracht werden, Zypressen, Platanen und Edeltannen zumal, um die Stätte meines Heiligtums zu zieren; denn ich will die Stätte ehren, wo meine Füße ruhen.  14  Es sollen auch die Söhne deiner (früheren) Bedrücker tiefgebückt zu dir kommen, und alle deine Verächter sich zu deinen Fußsohlen niederwerfen und dich „die Stadt des HErrn“ nennen, „das Zion des Heiligen Israels“. (Jes. 14,2; Jes. 49,23)

 15  Statt dass du verlassen und verhasst warst, so dass niemand dich aufsuchte, will ich dich zu ewigem Stolz (oder: zu einem ewigen Prunkbesitz) machen, zum Entzücken für alle künftigen Geschlechter.  16  Und du wirst die Milch (= die köstlichsten Erzeugnisse) der Völker schlürfen und dich an der Brust der Könige nähren und sollst erkennen, dass ich, der HErr, dein Retter bin und dass dein Erlöser der starke Held Jakobs ist. (Jes. 49,23)  17  Anstatt des Kupfers will ich Gold herbringen und anstatt des Eisens Silber herbeischaffen, statt des Holzes Kupfer und statt der Steine Eisen. Und ich will zu deiner Obrigkeit den Frieden machen und zu deiner Regierung die Gerechtigkeit. (Jes. 52,7)  18  Nicht wird man künftig von Gewalttaten in deinem Lande hören, von Verheerung und Verwüstung innerhalb deiner Grenzen, sondern deine Mauern wirst du „Heil“ nennen und deine Tore als „Ruhm“ bezeichnen. (Jes. 26,1)

Der HErr das ewige Licht seines Volkes.

 19  Nicht mehr wird dir künftig am Tage die Sonne als Leuchte dienen, noch bei Nacht der Mond dir zur Erhellung scheinen; nein, der HErr wird dir zum ewigen Licht dienen und dein Gott zu deiner herrlichen Zier. (Jes. 24,23; Jes. 30,26; Offenb. 21,23)  20  Nicht mehr wird künftig deine Sonne untergehen, noch dein Mond den Schein verlieren; denn der HErr wird dir zum ewigen Licht werden, und die Tage deiner Trauer sollen zu Ende sein.  21  Dann wird dein Volk in seiner Gesamtheit aus Gerechten bestehen; ewiglich werden sie das Land besitzen als der Spross der von mir angelegten Pflanzung, als das Werk meiner Hände, zu meiner Verherrlichung:  22  der Kleinste wird zu einer Tausendschaft werden und der Geringste zu einem starken Stamm: ich, der HErr, habe es verheißen und werde es zu seiner Zeit eilends verwirklichen.

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29sandte der König Boten aus und ließ alle Ältesten von Juda und Jerusalem zusammenkommen. 30Hierauf ging der König zum Tempel des HErrn hinauf und mit ihm alle Männer von Juda und die Bewohner Jerusalems, auch die Priester und die Leviten, kurz das ganze Volk, klein und groß; und er las ihnen den ganzen Inhalt des Bundesbuches vor, das im Tempel des HErrn gefunden worden war. 31Hierauf trat der König an seinen Standort und schloss den Bund vor dem HErrn mit der Zusage ab, dass sie dem HErrn nachwandeln (oder: anhangen) und seine Gebote, seine Verordnungen und seine Satzungen mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele beobachten wollten, umso nach den Bestimmungen des Bundes zu handeln, die in diesem Buche geschrieben standen. 32Er ließ dann alle, die sich in Jerusalem und Benjamin befanden, dem Bunde beitreten, und die Einwohner von Jerusalem handelten so, wie es dem Bunde mit Gott, dem Gott ihrer Väter, entsprach. 33So schaffte denn Josia alle Götzengräuel aus sämtlichen Landschaften der Israeliten weg und verpflichtete alle, die sich in Israel befanden, zur Verehrung des HErrn, ihres Gottes. Solange Josia lebte, wichen sie nicht von der Nachfolge des HErrn, des Gottes ihrer Väter, ab. 1Hierauf feierte Josia dem HErrn ein Passah in Jerusalem; und zwar schlachtete man das Passah am vierzehnten Tage des ersten Monats. 2Da bestellte er die Priester zu ihren Obliegenheiten und weckte in ihnen den Eifer für den Dienst im Hause des HErrn. 3Den Leviten aber, die ganz Israel zu unterweisen hatten und die dem HErrn geheiligt waren, gebot er: »Bringt die heilige Lade in den Tempel, den Salomo, der Sohn Davids, der König von Israel, gebaut hat: ihr braucht sie nicht mehr auf der Schulter zu tragen. So dient nunmehr dem HErrn, eurem Gott, und seinem Volk Israel

2.Chron. 34,29 bis 2.Chron. 35,3 - Menge (1939)