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Jesaja 45

Kores (Cyrus) das Werkzeug des Allmächtigen.

 1  So hat der HErr zu seinem Gesalbten gesprochen, zu Cyrus, den ich bei seiner rechten Hand ergriffen habe, um Völker vor ihm niederzustrecken und den Gürtel von den Hüften der Könige zu lösen, um Türen vor ihm aufzutun und Tore, damit sie ihm nicht verschlossen bleiben: (Jes. 44,28; Jes. 41,2)  2  »Ich will selbst vor dir hergehen und das Unwegsame ebnen; eherne Pforten will ich sprengen und eiserne Riegel zerschlagen;  3  ich will dir die im Dunkel verborgenen Schätze übergeben und die wohlversteckten Kostbarkeiten, damit du erkennst, dass ich, der HErr, es bin, der dich bei deinem Namen gerufen hat, der Gott Israels.

 4  Um meines Knechtes Jakob und um Israels, meines Erwählten, willen habe ich dich bei deinem Namen gerufen und dir Ehrennamen verliehen, ohne dass du mich kanntest. (Jes. 41,8)  5  Ich bin der HErr, und sonst ist keiner da: außer mir gibt's keinen Gott. Ich habe dich gegürtet (= gerüstet), ohne dass du mich kanntest, (Jes. 44,6)  6  damit man erkenne vom Aufgang der Sonne und von ihrem Niedergang her, dass es außer mir keinen Gott gibt. Ich bin der HErr, und sonst ist keiner!  7  Der ich das Licht bilde und die Finsternis schaffe, der ich Heil verleihe und Unglück schaffe: ich, der HErr, bin es, der dies alles wirkt!« (Amos 3,6)

 8  »Lasst rieseln von oben, ihr Himmel, Segen, und die Wolken mögen ihn herabströmen lassen! Die Erde tue (ihren Schoß) auf, damit Heil erblühe, und sie lasse Gerechtigkeit (oder: Wohlergehen) sprossen zugleich! Ich, der HErr, habe selbst es geschaffen.« (Ps. 72,3)

Gegen die Vermessenen in Israel.

 9  »Wehe dem, der mit seinem Bildner (oder: Schöpfer) hadert, er, eine bloße Scherbe unter irdenen Scherben! Darf wohl der Ton zum Töpfer, der ihn formt, sagen: „Was machst du da?“ und „Dein Werk hat keine Handhabe“? (Jes. 29,16; Jer. 18,6; Röm. 9,20-21)  10  Wehe dem, der zu einem Vater sagt: „Warum setzest du Kinder in die Welt?“ und zu einem Weibe: „Warum wirst du Mutter?“«

 11  So hat der HErr gesprochen, der Heilige Israels und sein Bildner (oder: Erschaffer): »Über die kommenden Dinge befragt mich! Meine Söhne (oder: Kinder) und das Werk meiner Hände lasst mir anbefohlen sein!  12  Ich bin es ja, der die Erde gemacht und die Menschen auf ihr geschaffen hat; ich bin es, dessen Hände den Himmel ausgespannt haben, und sein gesamtes Sternenheer habe ich bestellt.  13  Ich habe ihn (d.h. Cyrus) erweckt in Gerechtigkeit (oder: Treue) und will alle seine Wege ebnen: er wird meine Stadt wieder aufbauen und meine Weggeführten (oder: Gefangenen) freigeben weder um Lösegeld noch um Geschenke« – der HErr der Heerscharen hat es ausgesprochen. (Jes. 45,1; Jes. 41,2)

Verheißung der Herrlichkeit Gottes in aller Welt.

 14  So hat der HErr gesprochen: »Der Reichtum Ägyptens und der Handelsgewinn Äthiopiens und der Sabäer, der hochgewachsenen Männer, werden auf dich überströmen und dir gehören; hinter dir her werden sie ziehen, in Ketten dahinschreiten (oder: an dir vorübergehen) und vor dir sich verbeugen, werden zu dir flehen: „Nur bei dir ist Gott, und sonst gibt es keinen, überhaupt keinerlei Gottheit.“« (Jes. 45,5)  15  Wahrlich, du bist ein sich verbergender (= geheimnisvoller) Gott, du Gott Israels, ein Retter! (Röm. 11,33)  16  Zuschanden sollen sie alle werden und tief beschämt; allesamt sollen sie schmachbedeckt abziehen, die Götzenverfertiger! (Jes. 44,9; Jes. 44,11)  17  Israel aber wird Rettung (oder: Heil) erlangen durch den HErrn, eine ewige Rettung; ihr sollt euch nicht zu schämen brauchen und nicht in Schmach geraten bis in alle Ewigkeit.

Aufruf an die Völkerwelt.

 18  Denn so hat der HErr gesprochen, der Schöpfer des Himmels, er, der (wahre) Gott, der die Erde gebildet und gemacht hat – er hat sie hergerichtet (oder: festgestellt); nicht zu einer Einöde hat er sie geschaffen, nein, um bewohnt zu werden, hat er sie gebildet -: »Ich bin der HErr und keiner sonst!  19  Nicht im Verborgenen habe ich geredet, nicht in einem dunklen Winkel (oder: in finstern Tiefen) der Erde; nicht habe ich zu den Nachkommen Jakobs gesagt: „Vergebens sollt ihr mich suchen!“ Nein, ich, der HErr, rede Gerechtigkeit (= Berechtigtes) und verkünde Aufrichtiges (= die Wahrheit).

 20  Versammelt euch und tretet herzu, nähert euch insgesamt, ihr Heidenvölker, die ihr (dem Untergang) entronnen seid! Unverständig sind die, welche ihr Götzenbild von geschnitztem Holz einhertragen und zu einem Gott beten, der nicht helfen kann. (Jes. 43,9)  21  Legt eure Sache dar und tragt sie vor! Mögen sie sich zusammen beraten! Wer hat dieses schon von alters her verlauten lassen, schon vor langer Zeit es angekündigt? Bin nicht ich es gewesen, der HErr, außer dem es keinen Gott weiter gibt? Außer mir gibt es keinen gerechten und rettenden Gott. (Jes. 45,5)

 22  Wendet euch zu mir und lasst euch retten, alle ihr Enden der Erde! Denn ich bin Gott und keiner sonst!  23  Bei mir selbst habe ich geschworen, hervorgegangen ist aus meinem Munde Wahrheit und ein Wort, das unverbrüchlich ist: Vor mir soll jedes Knie sich beugen, mir jede Zunge schwören (= huldigen)! (Röm. 14,11; Phil. 2,10-11)  24  „Im HErrn allein“ – so wird man bekennen – „habe ich volle Gerechtigkeit (oder: Heil) und Stärke“; zu ihm werden kommen und sich dabei schämen alle, die ihm feindselig widerstrebt haben. (Jer. 23,6)  25  Im HErrn wird gerechtfertigt werden (oder: Heil erlangen) und seiner sich rühmen die gesamte Nachkommenschaft Israels.« (1.Kor. 1,31)

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Digitalisierte historische Bibelausgaben des 16. und 18. Jh. (auf bibellogos.info): Hebräisch: Jesaja 44,8 bis 45,1; Jesaja 45,1 bis 45,21; Jesaja 45,21 bis 47,7; Luther (1570): Jesaja 45,1 bis 45,23; Jesaja 45,23 bis 47,7

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35Mir aber will ich einen treuen Priester erstehen lassen, der nach meinem Herzen und nach meinem Sinn handelt; dem will ich ein Haus bauen, das Bestand hat, und er soll allezeit vor meinem Gesalbten (d.h. dem König) einhergehen (oder: seines Amtes warten). 36Dann wird es dahin kommen, dass jeder, der von deinem Hause noch übriggeblieben ist, herbeikommt und sich vor ihm niederwirft, um ein Geldstück als Almosen oder einen Laib Brot zu erbetteln, und die Bitte ausspricht: Bringe mich doch bei einer der Priesterschaften unter, damit ich ein Stück Brot zu essen habe!“« 1Zu der Zeit, wo der junge Samuel den Dienst des HErrn unter Elis Aufsicht versah, waren Offenbarungen des HErrn in Israel etwas Seltenes: Gesichte kamen nicht häufig vor. 2Nun begab es sich zu jener Zeit, während Eli an seiner gewöhnlichen Stelle schlief – seine Augen waren aber allmählich schwach geworden, so dass er nicht mehr sehen konnte; 3die Lampe Gottes war noch nicht erloschen, Samuel aber schlief im Tempel des HErrn da, wo die Lade Gottes stand –, 4da rief der HErr: »Samuel!« Dieser antwortete: »Hier bin ich!« 5und lief dann zu Eli und sagte: »Hier bin ich! Du hast mich ja gerufen.« Jener aber erwiderte: »Ich habe nicht gerufen; lege dich wieder schlafen!« Da ging er hin und legte sich schlafen. 6Der HErr aber rief wiederum: »Samuel!« Dieser erhob sich, ging zu Eli und sagte: »Hier bin ich! Du hast mich ja gerufen.« Jener antwortete: »Ich habe nicht gerufen, mein Sohn; lege dich wieder schlafen!«

1.Sam. 2,35 bis 1.Sam. 3,6 - Menge (1939)