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4. Mose 10

Vom Blasen der Trompeten.

 1  Weiter gebot der HErr dem Mose Folgendes:  2  »Fertige dir zwei silberne Trompeten an; in getriebener Arbeit sollst du sie anfertigen, und sie sollen dir dazu dienen, die Gemeinde zusammenzurufen und das Zeichen zum Aufbruch der Lager zu geben. (4.Mose 31,6)  3  Sobald mit ihnen (beiden) geblasen wird, soll sich die ganze Gemeinde bei dir am Eingang des Offenbarungszeltes versammeln;  4  wird aber nur mit einer geblasen, so sollen sich die Fürsten, die Häupter der Tausendschaften (oder: die Stammeshäupter) der Israeliten, bei dir versammeln.  5  Wenn aber Alarm (= Geschmetter) geblasen wird, so sollen die ostwärts liegenden Lager aufbrechen;  6  und wenn zum zweiten Mal Alarm geblasen wird, sollen die südwärts liegenden Lager aufbrechen: Alarm soll geblasen werden zu ihrem Aufbruch.  7  Wenn es sich aber um die Versammlung der Gemeinde handelt, sollt ihr einfache Trompetenzeichen geben, aber keinen Alarm blasen.  8  Das Blasen der Trompeten soll den Söhnen Aarons, den Priestern, obliegen; diese Vorschriften sollen bei euch ewige Geltung für eure künftigen Geschlechter haben.

 9  Und wenn ihr in eurem Lande gegen den Feind, der euch bedrängt, in den Krieg zieht und Alarm mit den Trompeten blast, so wird euer beim HErrn, eurem Gott, gedacht werden, so dass ihr Rettung von euren Feinden erlangt.  10  Auch an euren Freudentagen und Festen sowie an euren Neumonden sollt ihr zu euren Brandopfern und zu euren Heilsopfern die Trompeten blasen, damit sie euch zu gnädigem Gedenken bei eurem Gott verhelfen: ich bin der HErr, euer Gott!« (3.Mose 23,24; 2.Kön. 11,14; 2.Chron. 7,6)

Aufbruch des Volkes vom Sinai.

 11  Im zweiten Jahr, am zwanzigsten Tage des zweiten Monats, erhob sich die Wolke von der Wohnung des Gesetzes.  12  Da brachen die Israeliten aus der Wüste Sinai auf, nach ihren Zügen (= ein Lager nach dem andern); und die Wolke ließ sich in der Wüste Paran nieder.  13  So brachen sie denn zum ersten Mal nach dem durch Mose übermittelten Befehl des HErrn auf; (4.Mose 1,1-4)  14  und zwar brach zuerst das Panier des Lagers des Stammes Juda auf, eine Heerschar nach der andern; das Heer dieses Stammes befehligte Nahson, der Sohn Amminadabs.  15  Das Heer des Stammes Issaschar aber befehligte Nethaneel, der Sohn Zuars;  16  und das Heer des Stammes Sebulon befehligte Eliab, der Sohn Helons.

 17  Als dann die heilige Wohnung niedergelegt war, brachen die Gersoniten und die Merariten auf, welche die (heilige) Wohnung zu tragen hatten.  18  Hierauf brach das Panier des Lagers Rubens auf, eine Heerschar nach der andern; das Heer dieses Stammes befehligte Elizur, der Sohn Sedeurs.  19  Das Heer des Stammes Simeon aber befehligte Selumiel, der Sohn Zurisaddais;  20  und das Heer des Stammes Gad befehligte Eljasaph, der Sohn Deguels.  21  Dann brachen die Kehathiten auf, die das (Hoch-) Heilige zu tragen hatten; man hatte aber die (heilige) Wohnung bis zu der Ankunft dieser schon aufgerichtet.  22  Hierauf brach das Panier des Lagers der Ephraimiten auf, eine Heerschar nach der andern; das Heer dieses Stammes befehligte Elisama, der Sohn Ammihuds.  23  Das Heer des Stammes Manasse aber befehligte Gamliel, der Sohn Pedazurs;  24  und das Heer des Stammes Benjamin befehligte Abidan, der Sohn Gideonis.  25  Hierauf brach das Panier des Lagers des Stammes Dan auf, das die Nachhut sämtlicher Lager bildete, eine Heerschar nach der andern; das Heer dieses Stammes befehligte Ahieser, der Sohn Ammisaddais.  26  Das Heer des Stammes Asser aber befehligte Pagiel, der Sohn Ochrans;  27  und das Heer des Stammes Naphthali befehligte Ahira, der Sohn Enans.  28  Dies war die Marschordnung, in der die Israeliten aufbrachen, eine Heerschar nach der andern.

 29  Da sagte Mose zu Hobab, dem Sohn des Midianiters Reguel, des Schwiegervaters Moses: »Wir brechen jetzt nach dem Lande auf, von dem der HErr verheißen hat: „Ich will es euch geben.“ Ziehe mit uns, wir wollen es dir gut lohnen; denn der HErr hat Israel Gutes verheißen.« (Richt. 1,16; 2.Mose 2,18)  30  Der aber antwortete ihm: »Nein, ich mag nicht mitziehen, sondern will in meine Heimat und zu meiner Verwandtschaft zurückkehren.«  31  Da bat ihn Mose: »Verlass uns doch nicht! Denn da gerade du die Plätze kennst, wo wir in der Wüste lagern können, so sollst du unser Auge sein (= uns als Führer dienen).  32  Wenn du mit uns ziehst und jenes Glück uns zuteilwird, mit dem der HErr uns segnen will, so wollen wir es dir gut lohnen.«

 33  So brachen sie denn vom Berge des HErrn auf, drei Tagereisen weit, indem die Bundeslade des HErrn vor ihnen herzog, drei Tagereisen weit, um einen Lagerplatz für sie ausfindig zu machen;  34  dabei stand die Wolke des HErrn bei Tage über ihnen, wenn sie aus dem Lager aufbrachen. (2.Mose 13,21)

 35  Und sooft die Lade sich in Bewegung setzte, rief Mose aus: »Erhebe dich, HErr, auf dass deine Feinde zerstieben und deine Widersacher vor dir fliehen!« (Ps. 68,2; Ps. 132,8)  36  Und sooft sie (d.h. die Lade) Halt machte, rief er aus: »Kehre zurück, HErr, zu den Zehntausenden (oder: Mengen) der Tausende Israels!«

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Digitalisierte historische Bibelausgaben des 16. und 18. Jh. (auf bibellogos.info): Hebräisch: 4. Mose 9,12 bis 10,11; 4. Mose 10,12 bis 11,6; Luther (1570): 4. Mose 9,6 bis 10,6; 4. Mose 10,7 bis 10,36

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3Aber Naboth erwiderte dem Ahab: »Der HErr bewahre mich davor, dir den Erbbesitz meiner Väter abzutreten!« 4Da kehrte Ahab in seinen Palast zurück, missmutig und verstört über die Antwort, die Naboth, der Jesreeliter, ihm gegeben hatte mit den Worten: »Ich will dir den Erbbesitz meiner Väter nicht abtreten.« Er legte sich auf sein Bett, wandte das Gesicht gegen die Wand ab und wollte keine Nahrung zu sich nehmen. 5Da trat seine Gemahlin Isebel zu ihm und fragte ihn: »Warum bist du denn so missmutig, dass du nichts essen willst?« 6Er antwortete ihr: »Ich habe Naboth von Jesreel den Vorschlag gemacht: „Tritt mir deinen Weinberg gegen Bezahlung ab, oder, wenn du das vorziehst, will ich dir einen anderen Weinberg dafür geben“; aber er hat mir geantwortet: „Ich will dir meinen Weinberg nicht abtreten.“« 7Da erwiderte ihm seine Gemahlin Isebel: »Jetzt musst du zeigen, dass du König in Israel bist! Stehe auf, iss und sei guten Muts: ich will dir den Weinberg des Jesreeliters Naboth schon verschaffen.«

1.Kön. 21,3 bis 1.Kön. 21,7 - Menge (1939)