Luther > NT > Jakobus > Kapitel 2 🢞 Luther mit Strongs

Jakobus 2

Kein Ansehen der Person in der Gemeinde.

 1  Liebe Brüder, haltet nicht dafür, dass der Glaube an Jesum Christum, unseren Herrn der Herrlichkeit, Ansehung der Person leide.  2  Denn wenn in eure Versammlung käme ein Mann mit einem goldenen Ringe und mit einem herrlichen Kleide, es käme aber auch ein Armer in einem unsauberen Kleide,  3  und ihr sähet auf den, der das herrliche Kleid trägt, und sprächet zu ihm: Setze du dich her aufs beste! und sprächet zu dem Armen: Stehe du dort! oder: Setze dich her zu meinen Füßen!  4  ist's recht, dass ihr solchen Unterschied bei euch selbst macht und richtet nach argen Gedanken?

 5  Höret zu, meine lieben Brüder! Hat nicht Gott erwählt die Armen auf dieser Welt, die am Glauben reich sind und Erben des Reichs, welches er verheißen hat denen, die ihn liebhaben? (1.Kor. 1,26; 1.Kor. 11,22; Luk. 12,21)  6  Ihr aber habt dem Armen Unehre getan. Sind nicht die Reichen die, die Gewalt an euch üben und ziehen euch vor Gericht?  7  Verlästern sie nicht den guten Namen, nach dem ihr genannt seid? (1.Petr. 4,14)  8  So ihr das königliche Gesetz erfüllet nach der Schrift: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst,“ so tut ihr wohl;  9  so ihr aber die Person ansehet, tut ihr Sünde und werdet überführt vom Gesetz als Übertreter. (5.Mose 1,17)

 10  Denn wenn jemand das ganze Gesetz hält und sündigt an einem, der ist's ganz schuldig. (Matth. 5,19)  11  Denn der da gesagt hat: „Du sollst nicht ehebrechen,“ der hat auch gesagt: „Du sollst nicht töten.“ Wenn du nun nicht ehebrichst, tötest aber, bist du ein Übertreter des Gesetzes.  12  Also redet und also tut, als die da sollen durchs Gesetz der Freiheit gerichtet werden.  13  Es wird aber ein unbarmherziges Gericht über den ergehen, der nicht Barmherzigkeit getan hat; und die Barmherzigkeit rühmt sich wider das Gericht. (Matth. 5,7; Matth. 18,30; Matth. 18,34; Matth. 25,45-46)

Glaube ohne Werke ist tot.

 14  Was hilft's, liebe Brüder, wenn jemand sagt, er habe den Glauben, und hat doch die Werke nicht? Kann auch der Glaube ihn selig machen? (Matth. 7,21)  15  Wenn aber ein Bruder oder eine Schwester bloß wäre und Mangel hätte der täglichen Nahrung,  16  und jemand unter euch spräche zu ihnen: Gott berate euch, wärmet euch und sättiget euch! ihr gäbet ihnen aber nicht, was des Leibes Notdurft ist: was hülfe ihnen das? (1.Joh. 3,18)  17  Also auch der Glaube, wenn er nicht Werke hat, ist er tot an ihm selber.

 18  Aber es möchte jemand sagen: Du hast den Glauben, und ich habe die Werke; zeige mir deinen Glauben ohne die Werke, so will ich dir meinen Glauben zeigen aus meinen Werken. (Gal. 5,6)  19  Du glaubst, dass ein einiger Gott ist? Du tust wohl daran; die Teufel glauben's auch und – zittern.  20  Willst du aber erkennen, du eitler Mensch, dass der Glaube ohne Werke tot sei?

 21  Ist nicht Abraham, unser Vater, durch die Werke gerecht geworden, da er seinen Sohn Isaak auf dem Altar opferte? (1.Mose 22,1; Hebr. 11,17)  22  Da siehst du, dass der Glaube mitgewirkt hat an seinen Werken, und durch die Werke ist der Glaube vollkommen geworden;  23  und ist die Schrift erfüllt, die da spricht: „Abraham hat Gott geglaubt, und das ist ihm zur Gerechtigkeit gerechnet,“ und er ward ein Freund Gottes geheißen.  24  So sehet ihr nun, dass der Mensch durch die Werke gerecht wird, nicht durch den Glauben allein.  25  Desgleichen die Hure Rahab, ist sie nicht durch die Werke gerecht geworden, da sie die Boten aufnahm und ließ sie einen anderen Weg hinaus? (Jos. 2,1; Hebr. 11,31)  26  Denn gleichwie der Leib ohne Geist tot ist, also ist auch der Glaube ohne Werke tot.

Jakobus 1 ←    Jakobus 2    → Jakobus 3

Textvergleich

Luther (Strongs)   Elberfelder (1905)   Menge (1939)   NeÜ bibel.heute (2019)   Schlachter (1951)   Vers für Vers Vergleich

Digitalisierte historische Bibelausgaben des 16. und 18. Jh. (auf bibellogos.info): Griechisch: Jakobus 2,1 bis 3,1; Luther (1570): Jakobus 2,1 bis 2,26

Übersetzungen anderer Websites (in neuem Fenster): Schlachter (2000), Elberfelder Übersetzung (Edition CSV Hückeswagen).

Bibeltext in griechischer Sprache mit Wort für Wort Übersetzung (englisch), Wortkonkordanz (Strong-Verzeichnis) zur Bedeutung des jeweiligen griechischen Wortes und weiteren Informationen finden Sie unter biblehub.com (in neuem Fenster): Ganzes Kapitel anzeigen oder einen einzelnen Vers direkt anzeigen (die Versnummerieung kann abweichend sein) Vers 1, Vers 2, Vers 3, Vers 4, Vers 5, Vers 6, Vers 7, Vers 8, Vers 9, Vers 10, Vers 11, Vers 12, Vers 13, Vers 14, Vers 15, Vers 16, Vers 17, Vers 18, Vers 19, Vers 20, Vers 21, Vers 22, Vers 23, Vers 24, Vers 25, Vers 26.

Text-Tools

Um einzelne Verse für eine Textverarbeitung in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie oben auf eine Versnummer klicken. Der Textverweis wird mitkopiert. Das gesamte Kapitel oder Teile daraus kann hier kopiert werden .

 

Zufallsbilder

Orte in der Bibel: Jerusalem - Grabeskirche
Verschiedene Tiere in Israel, die nicht in der Bibel namentlich genannt sind
Biblische Orte - Ammonitenwand
Biblische Orte - Petra (al-Batra) - Siq (Schlucht)
Orte in der Bibel: Jerusalem - Verurteilungskapelle
Biblische Orte - En Avdat
Orte in der Bibel: Jerusalem - Grabeskirche
Biblische Orte - Nahal Ilan - Der Weg nach Emmaus
Biblische Orte - Bozra
Biblische Orte - Bozra

 

Zufallstext

11Magst du dich auf das Tier verlassen, dass es so stark ist, und wirst es dir lassen arbeiten? 12Magst du ihm trauen, dass es deinen Samen dir wiederbringe und in deine Scheune sammle? 13Der Fittich des Straußes hebt sich fröhlich. Dem frommen Storch gleicht er an Flügeln und Federn. 14Doch lässt er seine Eier auf der Erde und lässt sie die heiße Erde ausbrüten. 15Er vergisst, dass sie möchten zertreten werden und ein wildes Tier sie zerbreche. 16Er wird so hart gegen seine Jungen, als wären sie nicht sein, achtet's nicht, dass er umsonst arbeitet. 17Denn Gott hat ihm die Weisheit genommen und hat ihm keinen Verstand zugeteilt. 18Zu der Zeit, da er hoch auffährt, verlacht er beide, Ross und Mann.

Hiob 39,11 bis Hiob 39,18 - Luther (1912)