Luther > AT > Prediger > Kapitel 7 🢞 Luther mit Strongs

Prediger 7

Von der wahren Weisheit.

 1  Ein guter Ruf ist besser denn gute Salbe, und der Tag des Todes denn der Tag der Geburt. (Spr. 22,1)  2  Es ist besser, in das Klagehaus gehen, denn in das Trinkhaus; in jenem ist das Ende aller Menschen, und der Lebendige nimmt's zu Herzen.  3  Es ist Trauern besser als Lachen; denn durch Trauern wird das Herz gebessert.  4  Das Herz der Weisen ist im Klagehause, und das Herz der Narren im Hause der Freude.

 5  Es ist besser, hören das Schelten des Weisen, denn hören den Gesang der Narren.  6  Denn das Lachen der Narren ist wie das Krachen der Dornen unter den Töpfen; und das ist auch eitel.

 7  Ein Widerspenstiger macht einen Weisen unwillig und verderbt ein mildtätiges Herz.  8  Das Ende eines Dinges ist besser denn sein Anfang. Ein geduldiger Geist ist besser denn ein hoher Geist.  9  Sei nicht schnelles Gemüts, zu zürnen; denn Zorn ruht im Herzen eines Narren. (Jak. 1,19)  10  Sprich nicht: Was ist's, dass die vorigen Tage besser waren als diese? denn du fragst solches nicht weislich.

 11  Weisheit ist gut mit einem Erbgut und hilft, dass sich einer der Sonne freuen kann.  12  Denn wie Weisheit beschirmt, so beschirmt Geld auch; aber die Weisheit gibt das Leben dem, der sie hat. (Spr. 3,2)

 13  Siehe an die Werke Gottes; denn wer kann das schlicht machen, was er krümmt?  14  Am guten Tage sei guter Dinge, und den bösen Tag nimm auch für gut; denn diesen schafft Gott neben jenem, dass der Mensch nicht wissen soll, was künftig ist.

 15  Allerlei habe ich gesehen in den Tagen meiner Eitelkeit. Da ist ein Gerechter, und geht unter in seiner Gerechtigkeit; und ist ein Gottloser, der lange lebt in seiner Bosheit. (Pred. 8,14; Ps. 73,12-13)  16  Sei nicht allzu gerecht und nicht allzu weise, dass du dich nicht verderbest.  17  Sei nicht allzu gottlos und narre nicht, dass du nicht sterbest zur Unzeit.  18  Es ist gut, dass du dies fassest und jenes auch nicht aus deiner Hand lässest; denn wer Gott fürchtet, der entgeht dem allem.

 19  Die Weisheit stärkt den Weisen mehr denn zehn Gewaltige, die in der Stadt sind.  20  Denn es ist kein Mensch so gerecht auf Erden, dass er Gutes tue und nicht sündige. (Ps. 14,3)  21  Gib auch nicht Acht auf alles, was man sagt, dass du nicht hören müssest deinen Knecht dir fluchen.  22  Denn dein Herz weiß, dass du anderen auch oftmals geflucht hast.  23  Solches alles habe ich versucht mit Weisheit. Ich gedachte, ich will weise sein; sie blieb aber ferne von mir.  24  Alles, was da ist, das ist ferne und ist sehr tief; wer will's finden?

 25  Ich kehrte mein Herz, zu erfahren und erforschen und zu suchen Weisheit und Kunst, zu erfahren der Gottlosen Torheit und Irrtum der Tollen,  26  und fand, dass bitterer sei denn der Tod ein solches Weib, dessen Herz Netz und Strick ist und deren Hände Bande sind. Wer Gott gefällt, der wird ihr entrinnen; aber der Sünder wird durch sie gefangen. (Spr. 2,16-22)  27  Schau, das habe ich gefunden, spricht der Prediger, eins nach dem anderen, dass ich Erkenntnis fände.  28  Und meine Seele sucht noch und hat's nicht gefunden: unter tausend habe ich einen Mann gefunden; aber ein Weib habe ich unter den allen nicht gefunden.  29  Allein schaue das: ich habe gefunden, dass Gott den Menschen hat aufrichtig gemacht; aber sie suchen viele Künste. (Spr. 2,7)

Textvergleich

Luther (Strongs)   Elberfelder (1905)   Menge (1939)   NeÜ bibel.heute (2019)   Schlachter (1951)   Vers für Vers Vergleich

Digitalisierte historische Bibelausgaben des 16. und 18. Jh. (auf bibellogos.info): Hebräisch: Prediger 6,7 bis 7,26; Prediger 7,27 bis 9,3; Luther (1570): Prediger 6,3 bis 7,22; Prediger 7,23 bis 8,17

Übersetzungen anderer Websites (in neuem Fenster): Schlachter (2000), Elberfelder Übersetzung (Edition CSV Hückeswagen).

Bibeltext in hebräischer Sprache mit Wort für Wort Übersetzung (englisch), Wortkonkordanz (Strong-Verzeichnis) zur Bedeutung des jeweiligen hebräischen Wortes und weiteren Informationen finden Sie unter biblehub.com (in neuem Fenster): Ganzes Kapitel anzeigen oder einen einzelnen Vers direkt anzeigen (die Versnummerieung kann abweichend sein) Vers 1, Vers 2, Vers 3, Vers 4, Vers 5, Vers 6, Vers 7, Vers 8, Vers 9, Vers 10, Vers 11, Vers 12, Vers 13, Vers 14, Vers 15, Vers 16, Vers 17, Vers 18, Vers 19, Vers 20, Vers 21, Vers 22, Vers 23, Vers 24, Vers 25, Vers 26, Vers 27, Vers 28, Vers 29.

Text-Tools

Um einzelne Verse für eine Textverarbeitung in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie oben auf eine Versnummer klicken. Der Textverweis wird mitkopiert. Das gesamte Kapitel oder Teile daraus kann hier kopiert werden .

 

Zufallsbilder

Tiere in der Bibel - Sperling
Die Stiftshütte: Hintergrund :: Gottes Plan
Die Stiftshütte: Der Vorhof :: Der Altar:: Der Altar als unser Lebensacker
Biblische Orte - Wadi Rum
Tiere in der Bibel - Klippdachs oder Klippschliefer
Orte in der Bibel: Jerusalem - Grabeskirche
Orte in der Bibel: Jerusalem - St. Anna-Kirche
Biblische Orte - Petra (al-Batra) - Hoher Opferplatz
Bibelillustrationen zum Evangelium des Lukas
Biblische Orte - Bach Sered

 

Zufallstext

19Siehe, ich will's mit allen denen aus machen zur selben Zeit, die dich bedrängen, und will den Hinkenden helfen und die Verstoßenen sammeln und will sie zu Lob und Ehren machen in allen Landen, darin man sie verachtet. 20Zu der Zeit will ich euch hereinbringen und euch zu der Zeit versammeln. Denn ich will euch zu Lob und Ehren machen unter allen Völkern auf Erden, wenn ich euer Gefängnis wenden werde vor euren Augen, spricht der HErr. 1Im zweiten Jahr des Königs Darius, im sechsten Monat, am ersten Tage des Monats, geschah des HErrn Wort durch den Propheten Haggai zu Serubabel, dem Sohn Sealthiels, dem Fürsten Judas, und zu Josua, dem Sohn Jozadaks, dem Hohenpriester, und sprach: 2So spricht der HErr Zebaoth: Dieses Volk spricht: Die Zeit ist noch nicht da, dass man des HErrn Haus baue. 3Und des HErrn Wort geschah durch den Propheten Haggai: 4Aber eure Zeit ist da, dass ihr in getäfelten Häusern wohnt, – und dies Haus muss wüst stehen? 5Nun, so spricht der HErr Zebaoth: Schauet, wie es euch geht! 6Ihr säet viel, und bringet wenig ein; ihr esset, und werdet doch nicht satt; ihr trinket, und werdet doch nicht trunken; ihr kleidet euch, und könnt euch doch nicht erwärmen; und wer Geld verdient, der legt's in einen löchrigen Beutel.

Zeph. 3,19 bis Hagg. 1,6 - Luther (1912)