Luther > AT > 1. Mose > Kapitel 33 🢞 Luther mit Strongs

1. Mose 33

Jakobs Versöhnung mit Esau.

 1  Jakob hob seine Augen auf und sah seinen Bruder Esau kommen mit 400 Mann. Und er teilte seine Kinder zu Lea und Rahel und zu den beiden Mägden (1.Mose 32,7)  2  und stellte die Mägde mit ihren Kindern vornean und Lea mit ihren Kindern hernach und Rahel mit Joseph zuletzt.  3  Und er ging vor ihnen her und neigte sich siebenmal auf die Erde, bis er zu seinem Bruder kam.  4  Esau aber lief ihm entgegen und herzte ihn und fiel ihm um den Hals und küsste ihn; und sie weinten.

 5  Und er hob seine Augen auf und sah die Weiber mit den Kindern und sprach: Wer sind diese bei dir? Er antwortete: Es sind Kinder, die Gott deinem Knecht beschert hat. (Ps. 127,3)  6  Und die Mägde traten herzu mit ihren Kindern und neigten sich vor ihm.  7  Lea trat auch herzu mit ihren Kindern und neigten sich vor ihm. Darnach trat Joseph und Rahel herzu und neigten sich auch vor ihm.

 8  Und er sprach: Was willst du mit all dem Heere, dem ich begegnet bin? Er antwortete: dass ich Gnade fände vor meinem Herrn. (1.Mose 32,14-21)  9  Esau sprach: Ich habe genug, mein Bruder; behalte was du hast.  10  Jakob antwortete: Ach, nicht! Habe ich Gnade gefunden vor dir, so nimm mein Geschenk von meiner Hand; denn ich sah dein Angesicht, als sähe ich Gottes Angesicht; und lass dir's wohl gefallen von mir. (2.Sam. 14,17)  11  Nimm doch den Segen von mir an, den ich dir zugebracht habe; denn Gott hat mir's beschert, und ich habe alles genug. Also nötigte er ihn, dass er's nahm. (1.Sam. 25,27; 1.Sam. 30,26)

 12  Und er sprach: Lass uns fortziehen und reisen, ich will mit dir ziehen.  13  Er aber sprach zu ihm: Mein Herr, du erkennest, dass ich zarte Kinder bei mir habe, dazu säugende Schafe und Kühe; wenn sie einen Tag übertrieben würden, würde mir die ganze Herde sterben.  14  Mein Herr ziehe vor seinem Knechte hin. Ich will gemächlich hintennach treiben, nach dem das Vieh und die Kinder gehen können, bis dass ich komme zu meinem Herrn nach Seir.  15  Esau sprach: So will ich doch etliche bei dir lassen vom Volk, das mit mir ist. Er antwortete: Was ist's vonnöten? Lass mich nur Gnade vor meinem Herrn finden.  16  Also zog des Tages Esau wiederum seines Weges gen Seir.

Jakob siedelt sich bei Sichem an.

 17  Und Jakob zog gen Sukkoth und baute sich ein Haus und machte seinem Vieh Hütten; daher heißt die Stätte Sukkoth.  18  Darnach zog Jakob mit Frieden zu der Stadt Sichems, die im Lande Kanaan liegt (nachdem er aus Mesopotamien gekommen war), und machte sein Lager vor der Stadt  19  und kaufte ein Stück Acker von den Kindern Hemors, des Vaters Sichems, um hundert Groschen; daselbst richtete er seine Hütte auf. (Jos. 24,32)  20  Und er richtete daselbst einen Altar zu und rief an den Namen des starken Gottes Israels. (1.Mose 12,7-8)

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Digitalisierte historische Bibelausgaben des 16. und 18. Jh. (auf bibellogos.info): Hebräisch: 1. Mose 32,15 bis 33,10; 1. Mose 33,11 bis 34,17; Luther (1570): 1. Mose 32,23 bis 33,7; 1. Mose 33,7 bis 34,15

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18der andere wandte sich auf die Straße Beth-Horons; der dritte wandte sich auf die Straße, die da reicht bis an das Tal Zeboim an der Wüste. 19Es ward aber kein Schmied im ganzen Lande Israel gefunden – denn die Philister gedachten, die Hebräer möchten Schwert und Spieß machen –; 20und ganz Israel musste hinabziehen zu den Philistern, wenn jemand hatte eine Pflugschar, Haue, Beil oder Sense zu schärfen. 21Und die Schneiden an den Sensen und Hauen und Gabeln und Beilen waren abgearbeitet und die Stachel stumpf geworden. 22Da nun der Streittag kam, ward kein Schwert noch Spieß gefunden in des ganzen Volkes Hand, das mit Saul und Jonathan war; nur Saul und sein Sohn hatten Waffen.

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