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Lukas 3

Seine Vorbereitung (3-4)

Johannes, der Wegbereiter

 1  Es war im 15. Regierungsjahr des Kaisers Tiberius[*]Tiberius. Römischer Kaiser, war seit Oktober 12 n.Chr. Mitregent und regierte von 14 bis 37 n.Chr. allein. Sein 15. Regierungsjahr war also 27 n.Chr.; Pontius Pilatus[*]Pontius Pilatus Kaiserlicher Statthalter in Judäa und Samarien von 26 bis 36 n.Chr. war Statthalter von Judäa; Herodes Antipas[*]Herodes Antipas, Sohn Herodes des Großen (von 4 v.Chr. bis 39 n.Chr.). regierte als Fürst[*]Fürst. Eigentlich "Viertelfürst", das war ursprünglich der Titel eines Fürsten, der den vierten Teil eines Reiches regierte. in Galiläa, sein Bruder Philippus in Ituräa[*]Ituräa. Gebiet nördlich von Israel um den Antilibanon herum. und Trachonitis[*]Trachonitis. Landschaft nordöstlich vom See Gennesaret. und Lysanias in Abilene[*]Abilene. Landschaft zwischen Ituräa und Damaskus..  2  Hohe Priester waren Hannas und Kajafas. In dieser Zeit erhielt Johannes, der Sohn des Zacharias, draußen in der Wüste einen Auftrag von Gott.  3  Daraufhin durchzog er die ganze Jordangegend und predigte den Menschen, sie sollten zu Gott umkehren und sich als Zeichen dafür taufen lassen, damit sie Vergebung ihrer Sünden empfingen.  4  So steht es schon im Buch des Propheten Jesaja: "Hört, in der Wüste ruft eine Stimme: 'Bereitet den Weg für den Herrn! Ebnet seine Pfade!  5  Die Täler sollen aufgefüllt, die Berge und Hügel eingeebnet werden. Krumme Wege sollen begradigt werden und holprige eben gemacht.  6  Dann werden alle Menschen das Heil sehen, das von Gott kommt.'[*]Jesaja 40,3-5"

 7  Die Menschen kamen in Scharen zu Johannes, um sich von ihm taufen zu lassen. Doch er sagte zu ihnen: "Ihr Schlangenbrut! Wer hat euch eingeredet, dass ihr dem kommenden Zorngericht Gottes entgeht?  8  Bringt die Früchte hervor, die beweisen, dass ihr eure Einstellung geändert habt! Und fangt nicht an zu denken, dass ihr doch Abraham zum Vater habt. Ich sage euch: Gott kann Abraham aus diesen Steinen hier Kinder erwecken!  9  Die Axt ist schon an die Wurzel der Bäume gelegt. Jeder Baum, der keine guten Früchte bringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen."  10  Da fragten ihn die Leute: "Was sollen wir denn tun?"  11  "Wer zwei Hemden hat", gab er zur Antwort, "soll dem eins geben, der keins hat! Wer zu essen hat, soll es mit dem teilen, der nichts hat!"  12  Auch Zolleinnehmer wollten sich taufen lassen. "Rabbi[*]Rabbi. Respektvolle Anrede im Judentum: "Mein Lehrer".", fragten sie, "und was sollen wir tun?"  13  "Fordert nicht mehr, als euch zusteht!", erwiderte Johannes.  14  "Und wir", fragten einige Soldaten, "was sollen wir tun?" – "Beraubt und erpresst niemand", war seine Antwort. "Gebt euch mit eurem Sold zufrieden!"

 15  Das Volk war voller Erwartung, und alle fragten sich, ob Johannes etwa der Messias, der versprochene Retter, sei. (Joh. 1,19-28)  16  Doch Johannes erklärte vor allen: "Ich taufe euch zwar mit Wasser, aber es wird einer kommen, der mächtiger ist als ich. Ich bin nicht einmal gut genug, mich zu bücken und ihm die Riemen seiner Sandalen zu lösen. Er wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen.  17  Er hat die Worfschaufel in der Hand, um die Spreu vom Weizen zu trennen. Den Weizen wird er in die Scheune bringen, die Spreu aber wird er mit einem Feuer verbrennen, das nie mehr ausgehen wird."  18  Mit diesen und vielen anderen Worten rüttelte er das Volk auf und machte ihnen die Heilsbotschaft Gottes bekannt.

 19  Johannes wies auch Herodes Antipas zurecht. Der Fürst hatte nämlich seinem Bruder die Frau weggenommen, die Herodias[*]Herodias. Enkelin Herodes des Großen, war zunächst mit ihrem Onkel Herodes Philippus (nicht dem Fürsten Philippus) verheiratet. Auch Herodes Antipas, ihr jetziger Ehemann, war ein Onkel von ihr., und auch sonst viel Unrecht getan. (Matth. 14,3-4; Mark. 6,17-18)  20  Deswegen ließ Herodes ihn ins Gefängnis werfen und fügte das zu allem Unrecht noch hinzu.

Taufe und Ahnentafel von Jesus

 21  Zusammen mit den vielen Menschen hatte auch Jesus sich taufen lassen. Als er danach betete, riss der Himmel auf,  22  und der Heilige Geist kam sichtbar auf ihn herab, anzusehen wie eine Taube. Und aus dem Himmel sprach eine Stimme: "Du bist mein lieber Sohn. An dir habe ich meine Freude!" (Luk. 9,35; Joh. 1,32)

 23  Als Jesus öffentlich zu wirken begann, war er ungefähr dreißig Jahre alt. Man hielt ihn für den Sohn Josefs, dessen Vater Eli hieß. (Luk. 4,22)  24  Seine weiteren Vorfahren waren Mattat, Levi, Melchi, Jannai, Josef,  25  Mattitja, Amos, Nahum, Hesli, Naggai,  26  Mahat, Mattitja, Schimi, Josech, Joda,  27  Johanan, Resa, Serubbabel, Schealtiël, Neri,  28  Melchi, Addi, Kosam, Elmadam, Er,  29  Joschua, Eliëser, Jorim, Mattat, Levi,  30  Simeon, Juda, Josef, Jonam, Eljakim,  31  Melea, Menna, Mattata, Natan, David, (2.Sam. 5,14)  32  Isai, Obed, Boas, Salmon, Nachschon, (Ruth 4,17-22)  33  Amminadab, Admin, Arni, Hezron, Perez, Juda, (1.Mose 5,1-32; 1.Mose 11,10-26; 1.Mose 21,2-3; 1.Mose 29,35)  34  Jakob, Isaak, Abraham, Terach, Nahor,  35  Serug, Regu, Peleg, Eber, Schelach,  36  Kenan, Arpachschad, Sem, Noah, Lamech,  37  Metuschelach, Henoch, Jered, Mahalalel, Kenan,  38  Enosch, Set, Adam – Gott.[*]Dieses Geschlechtsregister unterscheidet sich von dem des Matthäus dadurch, dass es rückwärts läuft und entweder Josefs physischen Stammbaum darstellt oder den von Maria.

 

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