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Johannes 15

Auf dem Weg in den Garten (15-17)

Weinstock und Reben

 1  "Ich bin der wahre Weinstock und mein Vater ist der Weingärtner.  2  Jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, schneidet er weg, und jede, die Frucht bringt, schneidet er zurück und reinigt sie so, damit sie noch mehr Frucht bringt.  3  Ihrallerdings seid schon rein; ihr seid es aufgrund der Botschaft, die ich euch anvertraut habe. (Joh. 13,10; 1.Petr. 1,23)  4  Bleibt in mir, und ich bleibe in euch! Eine Rebe kann nicht aus sich selbst heraus Frucht bringen; sie muss am Weinstock bleiben. Auch ihr könnt keine Frucht bringen, wenn ihr nicht mit mir verbunden bleibt.  5  Ichbin der Weinstock; ihrseid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt reichlich Frucht. Denn getrennt von mir könnt ihr gar nichts bewirken. (2.Kor. 3,5-6)  6  Wenn jemand nicht mit mir verbunden bleibt, wird er weggeworfen und verdorrt wie eine nutzlose Rebe. Solche Reben sammelt man nur noch auf, um sie zu verbrennen.  7  Wenn ihr in mir bleibt und wenn meine Worte in euch bleiben, dann könnt ihr bitten, um was ihr wollt: Ihr werdet es bekommen. (Mark. 11,24)  8  Die Herrlichkeit meines Vaters wird dadurch sichtbar, dass ihr viel Frucht bringt und euch so als meine Jünger erweist. (Matth. 5,16)

 9  Ich habe euch genauso geliebt, wie der Vater mich geliebt hat. Bleibt in meiner Liebe!  10  Ihr bleibt darin, wenn ihr meinen Anweisungen folgt. Auch ich habe immer die Weisungen meines Vaters befolgt und bleibe in seiner Liebe.  11  Ich habe euch das gesagt, damit meine Freude euch erfüllt und eure Freude vollkommen wird. (Joh. 17,13)  12  MeineWeisung an euch lautet: 'Liebt einander so, wie ich euch geliebt habe!' (Joh. 13,34)  13  Die größte Liebe beweist der, der sein Leben für seine Freunde hingibt. (Joh. 10,12; 1.Joh. 3,16)  14  Und ihrseid meine Freunde, wenn ihr meinen Anweisungen folgt. (Joh. 8,31; Matth. 12,50)  15  Ich nenne euch Freunde und nicht mehr Diener. Denn einem Diener sagt sein Herr nicht, was er vorhat. Aber euch habe ich alles anvertraut, was ich von meinem Vater gehört habe.  16  Nicht ihrhabt mich erwählt, sondern icheuch. Ich habe euch dazu bestimmt, dass ihr losgeht und Frucht bringt – Frucht, die Bestand hat. Wenn ihr dann den Vater in meinem Namen um irgendetwas bittet, wird er es euch geben.  17  Ich befehle euch, einander zu lieben!"

Der Hass der Welt

 18  "Wenn die Welt euch hasst, denkt daran, dass sie mich vor euch gehasst hat. (Joh. 7,7)  19  Wenn ihr zur Welt gehören würdet, würde sie euch als ihre Kinder lieben. Doch ihr gehört nicht zur Welt, denn ich habe euch ja aus der Welt heraus erwählt. Das ist der Grund, warum sie euch hasst. (1.Joh. 4,4; 1.Joh. 1,4-5; Joh. 17,14)  20  Denkt an das, was ich euch gesagt habe: 'Ein Diener ist nicht größer als sein Herr.' Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen. Wenn sie auf mein Wort gehört haben, werden sie auch auf das eure hören. (Joh. 13,16; Matth. 10,24-25)  21  Aber alles, was sie euch antun, ist gegen meinen Namen gerichtet, denn sie kennen den nicht, der mich gesandt hat. (Joh. 16,3)  22  Sie hätten keine Schuld, wenn ich nicht gekommen wäre und zu ihnen gesprochen hätte. Doch so haben sie keine Entschuldigung mehr für ihre Sünde. (Joh. 9,41)  23  Wer mich hasst, hasst auch meinen Vater. (Luk. 10,16)  24  Sie hätten keine Schuld, wenn ich nicht die Wunder unter ihnen getan hätte, die noch kein Mensch getan hat. Doch jetzt haben sie diese Dinge gesehen und hassen mich trotzdem, mich und meinen Vater.  25  Aber das musste so kommen, damit sich erfüllen würde, was in ihrem Gesetz steht: 'Sie haben mich ohne Grund gehasst.'[*]Psalm 35,19; 69,5  26  Wenn dann der Beistand gekommen ist, wird er mein Zeuge sein. Es ist der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht. Ich werde ihn zu euch senden, wenn ich beim Vater bin. (Joh. 14,16; Joh. 14,26; Luk. 24,49)  27  Aber auch ihr seid meine Zeugen, weil ihr von Anfang an bei mir gewesen seid." (Apg. 1,8; Apg. 1,21-22; Apg. 5,32)

 

© 2019 by Karl-Heinz Vanheiden (Textstand 19.12)
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20Früh am nächsten Morgen brachen sie zur Wüste Tekoa auf. Bei ihrem Auszug trat Joschafat vor und rief: "Hört zu, ihr Judäer und ihr Jerusalemer! Glaubt an Jahwe, euren Gott, dann werdet ihr bestehen! Glaubt seinen Propheten, dann habt ihr Gelingen!" 21Nachdem er sich mit dem Volk beraten hatte, stellte er Sänger für Jahwe an die Spitze der Gerüsteten. Sie sangen in ihren heiligen Gewändern Loblieder. "Preist Jahwe, denn seine Güte hört niemals auf!" 22Und zu derselben Zeit, als sie mit dem Jubel und Lobgesang anfingen, legte Jahwe einen Hinterhalt gegen die nach Juda anrückenden Ammoniter, Moabiter und die vom Gebirge Seïr, was zu ihrer Vernichtung führte. 23Denn die Ammoniter und Moabiter kämpften auf einmal gegen die Bewohner vom Gebirge Seïr. Als sie diese vollständig vernichtet hatten, fielen sie übereinander her und brachten sich gegenseitig um. 24Als nun die Judäer an die Stelle kamen, von wo aus man die Wüste überblicken kann, und sich nach dem Heerhaufen umschauten, sahen sie nur noch Leichen auf dem Boden liegen. Niemand war davongekommen. 25Joschafat und seine Leute sammelten die Beute ein. Sie fanden bei den Gefallenen eine Menge Dinge, auch kostbare Gegenstände. Sie plünderten so viel für sich, dass sie es nicht mehr tragen konnten. Drei Tage brauchten sie, um die riesige Beute einzusammeln. 26Am vierten Tag versammelten sie sich im Beracha-Tal, um Jahwe zu preisen. Daher bekam es seinen Namen "Lobpreistal"; so heißt es heute noch. 27Schließlich kehrte die ganze Mannschaft von Juda und Jerusalem mit Joschafat an der Spitze wieder nach Jerusalem zurück. Sie waren voller Freude, denn Jahwe hatte ihnen Freude an ihren Feinden geschenkt.

2.Chron. 20,20 bis 2.Chron. 20,27 - NeÜ bibel.heute (2019)