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2. Korinther 3

3-7: Paulus, von Gott befähigt

Als Diener des neuen Bundes (3)

 1  Fangen wir schon wieder an, uns selbst zu empfehlen? Oder brauchen wir vielleicht Empfehlungsschreiben an euch oder von euch, wie gewisse Leute das nötig haben? (2.Kor. 5,12)  2  Ihr seid unser Empfehlungsbrief: geschrieben in unser Herz, anerkannt und gelesen von allen Menschen. (1.Kor. 9,2)  3  Ihr zeigt ja selbst, dass ihr ein Brief von Christus seid, ausgefertigt durch unseren Dienst, geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes, eingeprägt nicht in Steintafeln, sondern in menschliche Herzen. (2.Mose 24,12)

Wir sind Diener des neuen Bundes

 4  Solch ein Vertrauen haben wir durch Christus zu Gott!  5  Nicht dass wir von uns aus dazu fähig gewesen wären und uns selbst etwas zuschreiben könnten: Nein, unsere Befähigung kommt von Gott. (2.Kor. 2,16)  6  Er hat uns befähigt, Diener des neuen Bundes zu sein, des Bundes, der nicht vom Buchstaben, sondern vom Geist gekennzeichnet ist. Denn der Buchstabe des Gesetzes bringt den Tod, der Geist Gottes aber führt zum Leben. (Jer. 31,31; 1.Kor. 11,25; Röm. 7,6; Joh. 6,63)  7  Schon der Dienst für das Gesetz, das mit Buchstaben in Steintafeln eingraviert war und den Tod brachte, hatte eine so herrliche Ausstrahlung – die später allerdings wieder verging –, dass die Israeliten Mose nicht ins Gesicht sehen konnten. (2.Mose 34,29-35)  8  Welche Herrlichkeit muss dann der Dienst haben, der in der Kraft des Geistes geschieht! (Gal. 3,2; Gal. 3,5)  9  Wenn schon der Dienst, der den Menschen die Verurteilung brachte, mit solcher Herrlichkeit ausgestattet war, welche herrliche Ausstrahlung wird dann der Dienst haben, der den Menschen mit dem Freispruch die Gerechtigkeit bringt! (5.Mose 27,26; Röm. 1,17; Röm. 3,21)  10  Im Vergleich mit dieser überragenden Herrlichkeit ist jene Herrlichkeit gar nichts.  11  Wenn schon das, was vergehen muss, durch Herrlichkeit gekennzeichnet war, wie viel mehr wird die Herrlichkeit Gottes dann von dem ausstrahlen, was bleibt.

 12  Weil wir eine solche Hoffnung haben, treten wir mit großer Offenheit auf.  13  Wir müssen nicht wie Mose das Gesicht mit einem Tuch bedecken. Er tat das damals, damit die Israeliten das Verblassen des Glanzes nicht sehen konnten. (2.Mose 34,33; 2.Mose 34,35)  14  Doch bis heute sind sie wie mit Blindheit geschlagen. Ihre Einstellung hat sich verhärtet, denn wenn die Schriften des Alten Testaments vorgelesen werden, liegt für sie eine Decke darüber, die nur durch eine Verbindung mit Christus weggenommen werden kann. (Röm. 11,25; Apg. 28,27)  15  Ja, bis heute liegt diese Decke auf ihrem Herzen, wenn aus den Schriften Moses gelesen wird.  16  Sie wird erst weggenommen, wenn das Volk sich zum Herrn wendet. (Röm. 11,23; Röm. 11,26; 2.Mose 34,34)  17  Der Herr ist aber der Geist Gottes, und wo dieser Geist des Herrn ist, da ist Freiheit.  18  So spiegeln wir alle mit unverhülltem Gesicht die Herrlichkeit des Herrn wider. Und wir werden seinem Bild immer ähnlicher, denn seine Herrlichkeit verwandelt uns. Das alles kommt vom Herrn, dem Geist. (2.Kor. 4,6)

 

© 2019 by Karl-Heinz Vanheiden (Textstand 19.12)
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