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1. Samuel 5

Die Bundeslade bei den Philistern

 1  Die Philister brachten die erbeutete Lade Gottes von Eben-Eser nach Aschdod[*]Aschdod. Bedeutende Philisterstadt, 35 km südlich von Joppe, 5 km vom Mittelmeer entfernt.  2  in den Tempel ihres Gottes Dagon[*]Dagon. Im Götterglauben der Kanaanäer galt Dagon als der Vater von Baal. Er wurde als Wetter- und besonders als Getreidegott (dagan = Getreide) in Tempeln der Philisterstädte Gaza, Aschdod und Bet-Schean verehrt. und stellten sie neben dessen Standbild auf. (Richt. 16,23)  3  Als die Einwohner Aschdods am nächsten Morgen in den Tempel kamen, war Dagon auf einmal umgestürzt und lag, das Gesicht auf dem Boden, vor der Lade Jahwes. Sie nahmen sich seiner an und stellten ihn wieder an seinen Platz.  4  Doch am nächsten Morgen lag Dagon wieder vor der Lade Jahwes am Boden. Aber nur sein Rumpf war übrig geblieben. Sein Kopf und seine Hände waren abgehauen und lagen auf der Schwelle.  5  Deshalb tritt bis heute kein Priester Dagons und kein Besucher des Tempels auf die Türschwelle.

 6  Die Leute von Aschdod bekamen die Macht Jahwes zu spüren. Er schlug die Bewohner der ganzen Umgebung mit schmerzhaften Beulen. (Ps. 78,66)  7  Da sagten sie: "Die Lade von Israels Gott muss fort! Seine Hand liegt zu schwer auf uns und Dagon, unserem Gott."  8  Sie riefen alle Philisterfürsten zusammen und berieten, was sie mit der Lade des Gottes Israels machen sollten. "Bringen wir sie nach Gat!", entschieden sie;[*]Gat war die bedeutendste der fünf Philisterstädte, 40 km südlich von Joppe. Sie hatte einen König und war die spätere Heimatstadt des Goliat. und so wurde die Lade dorthin gebracht.  9  Aber nachdem sie dort angekommen war, legte Jahwe seine Hand auch auf diese Stadt. Es entstand eine große Panik, denn er ließ bei allen Leuten, Klein und Groß, schmerzhafte Beulen aufbrechen.  10  Da schickten sie die Lade Gottes nach Ekron. Als sie dort ankam, schrien die Einwohner von Ekron um Hilfe. "Jetzt haben sie die Lade von Israels Gott zu uns gebracht!", riefen sie. "Sie werden uns noch alle umbringen!"  11  Sie riefen die Philisterfürsten zusammen und sagten: "Schickt die Lade von Israels Gott dahin zurück, woher sie gekommen ist, damit sie nicht unser ganzes Volk umbringt!" Denn die Hand Gottes lastete schwer auf ihnen und versetzte die ganze Stadt in Todesangst.  12  Die Leute, die nicht starben, waren mit Beulen bedeckt. Der Notschrei der Stadt stieg zum Himmel auf.

 

© 2019 by Karl-Heinz Vanheiden (Textstand 19.12)
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20Er befahl, eine Festversammlung zu Ehren des Baal auszurufen, 21und schickte Boten in ganz Israel umher. Da kamen alle Baalsdiener in Samaria zusammen. Sie versammelten sich im Tempel des Baal, der sich von einem Ende bis zum anderen mit Menschen füllte. 22Dann befahl er dem Verwalter der Kleiderkammer: "Gib für alle Diener Baals Festgewänder aus!" Nachdem das geschehen war, 23ging er zusammen mit Jonadab, dem Nachkommen Rechabs, in den Götzentempel und rief den Anhängern Baals zu: "Seht euch gründlich um und sorgt dafür, dass kein Diener Jahwes hier ist! Nur Leute, die den Baal verehren, dürfen anwesend sein!" 24Dann traten beide an den Altar, um Schlacht- und Brandopfer für Baal darzubringen. Draußen hatte Jehu 80 Mann aufgestellt und ihnen gesagt: "Wer von euch einen der Baalsdiener entkommen lässt, bezahlt das mit seinem Leben!" 25Als man mit der Zubereitung der Opfer fertig war, befahl Jehu seiner Leibwache und den Offizieren: "Kommt herein und erschlagt sie alle! Keiner darf entkommen!" Da brachten sie alle Baalsdiener um und warfen ihre Leichen hinaus. Dann gingen sie in den innersten Bereich des Tempels, 26holten die geweihten Steinbilder heraus und warfen sie ins Feuer. 27Auch die Steinsäule, die zu Ehren des Baal aufgestellt worden war, stürzten sie um. Dann zerstörten sie den ganzen Tempel und machten öffentliche Aborte daraus. So ist das heute noch.

2.Kön. 10,20 bis 2.Kön. 10,27 - NeÜ bibel.heute (2019)