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1. Mose 21

Das Leben Isaaks (21-26)

Die Geburt Isaaks

 1  Jahwe dachte an Sara und tat an ihr, was er zugesagt hatte. (1.Mose 18,10)  2  Sie wurde schwanger und gebar Abraham in seinem Alter noch einen Sohn. Es war genau zu der Zeit, die Gott angegeben hatte. (Hebr. 11,11)  3  Abraham nannte den Sohn, den Sara ihm geboren hatte, Isaak. (1.Mose 17,19)  4  Als sein Sohn acht Tage alt geworden war, beschnitt Abraham ihn, wie Gott es angeordnet hatte. (1.Mose 17,11-12)  5  Hundert Jahre alt war er bei der Geburt Isaaks. (1.Mose 17,17; Röm. 4,19)  6  Sara sagte: "Gott hat mir ein Lachen geschenkt! Jeder, der es hört, wird mit mir lachen. (1.Mose 18,12)  7  Wer hätte Abraham je zugeraunt: 'Sara wird ein Söhnchen stillen!' Und doch habe ich ihm in seinem Alter noch einen Sohn geboren!"

 8  Das Kind wuchs heran. Als Isaak dann von der Mutterbrust entwöhnt wurde, feierte Abraham ein großes Fest.

Hagar und Ismaël müssen fort

 9  Eines Tages bemerkte Sara, wie Ismaël, der Sohn der Ägypterin Hagar, den diese Abraham geboren hatte, verächtlich lachte.  10  Da sagte sie zu Abraham: "Jag mir die Sklavin und ihren Sohn weg! Der Sohn dieser Sklavin soll nicht mit meinem Sohn das Erbe teilen, nicht mit Isaak!"[*]Wird im Neuen Testament von Paulus zitiert: Galater 4,30. (Gal. 4,30)  11  Abraham missfiel das sehr, denn Ismaël war sein Sohn.  12  Aber Gott sagte zu ihm: "Gräm dich nicht wegen des Jungen und wegen deiner Sklavin. Hör auf alles, was Sara dir sagt! Denn die Nachkommen Isaaks werden als deine gelten.[*]Wird im Neuen Testament von Paulus und im Hebräerbrief zitiert: Römer 9,7; Hebräer 11,18. (Röm. 9,7-8; Hebr. 11,18)  13  Doch auch den Sohn der Sklavin mache ich zu einem Volk, weil er von dir abstammt." (1.Mose 17,20)  14  Am frühen Morgen stand Abraham auf, nahm Brot und einen Schlauch mit Wasser, packte Hagar alles auf die Schulter, übergab ihr das Kind und schickte sie fort. Hagar ging weg, doch verirrte sie sich in der Wüste von Beerscheba[*]Beerscheba wurde später die wichtigste Stadt im Negev und galt als die südlichste Stadt Israels..  15  Als ihnen das Wasser im Schlauch ausgegangen war, legte sie den Jungen unter einen Strauch  16  und setzte sich einen Bogenschuss weit entfernt auf die Erde, weil sie es nicht ertragen konnte, das Sterben des Jungen mit ansehen zu müssen. So saß sie ihm dort gegenüber und weinte.  17  Aber Gott hörte den Jungen. Da rief der Engel Gottes[*]Der Engel Gottes (oder auch: Jahwes) war kein gewöhnlicher Engel, sondern der Messias vor seiner Menschwerdung. Hagar vom Himmel aus zu: "Was ist mit dir, Hagar? Hab keine Angst! Gott hat den Jungen gehört, wo er jetzt liegt.  18  Steh auf und nimm ihn bei der Hand! Ich werde ihn zu einem großen Volk werden lassen."  19  Dann öffnete Gott ihr die Augen, und sie sah einen Wasserbrunnen. Da ging sie hin, füllte den Schlauch mit Wasser und gab dem Jungen zu trinken.  20  Gott kümmerte sich auch weiter um ihn. Er wuchs in der Wüste heran und wurde ein Bogenschütze.  21  Es war die Wüste Paran[*]Als Wüste Paran wurde ein Gebiet westlich des Golfs von Akaba bezeichnet., in der er lebte und wo seine Mutter ihm eine Ägypterin zur Frau gab. (1.Mose 16,3)

Der Vertrag mit Abimelech

 22  Um diese Zeit kam Abimelech mit seinem Heerführer Pichol zu Abraham und sagte zu ihm: "Gott ist mit dir und lässt dir alles gelingen, was du tust. (1.Mose 26,26)  23  So schwöre mir jetzt bei Gott, dass du weder mich noch meine Kinder und Kindeskinder betrügen wirst. Ich habe dir nur Gutes erwiesen. Handle du ebenso an mir und dem Land, in dem du als Fremder lebst!" (1.Mose 20,15)  24  "Ja, ich schwöre es", sagte Abraham.

 25  Er beklagte sich aber bei Abimelech, dass dessen Leute ihm gewaltsam einen Brunnen weggenommen hatten. (1.Mose 26,15; 1.Mose 26,18)  26  "Ich weiß nicht, wer das war", sagte Abimelech. "Du hast mir bis heute nichts davon gesagt, und ich habe auch sonst noch nichts davon gehört."  27  Da übergab Abraham Abimelech eine Anzahl Kleinvieh und Rinder, und die beiden schlossen einen Bund.  28  Abraham hatte aber noch sieben Schaflämmer aus seiner Herde ausgesondert.  29  "Was sollen diese sieben Lämmer?", fragte Abimelech.  30  Abraham erwiderte: "Die musst du extra von mir annehmen, damit du auf diese Weise bestätigst, dass der Brunnen mir gehört."  31  Deshalb nennt man diesen Ort Beerscheba, 'Brunnen des Siebenschwurs', weil beide dort ihren Vertrag beschworen hatten. (1.Mose 26,33)  32  Nachdem sie so einen Bund in Beerscheba geschlossen hatten, kehrten Abimelech und sein Heerführer Pichol ins Land der Philister zurück.  33  Abraham aber pflanzte eine Tamariske[*]Die Tamariske ist ein reich verzweigter immergrüner Baum, der bis zu 10 m hoch wird. Er ist im Sandgebiet des Negev verbreitet. und rief dort den Namen Jahwes, des ewigen Gottes, an. (1.Mose 12,8; Jes. 40,28; Röm. 16,26)  34  Er hielt sich noch lange als Fremder im Land der Philister auf.

 

© 2019 by Karl-Heinz Vanheiden (Textstand 19.12)
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