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1. Mose 10

 1  Es folgt das Verzeichnis der Nachkommen[*]Verzeichnis der Nachkommen. Hebräisch toledot, siehe 1. Mose 2,4. Hier in Kapitel 10, das auch mit "Völkertafel" überschrieben ist, werden insgesamt 70 Namen aufgeführt. Deshalb symbolisiert die Zahl 70 in der Theologie der Rabbinen die Völkerwelt. von Sem, Ham und Jafet, den Söhnen Noahs, deren Söhne aber erst nach der Flut geboren wurden.

Die Jafetiten

 2  Die Söhne Jafets waren Gomer, Magog, Madai, Jawan, Tubal, Meschech und Tiras.  3  Gomers Söhne waren Aschkenas, Rifat und Togarma.  4  Die Nachkommen Jawans waren Elischa und Tarschisch, außerdem die Kittäer und die Rodaniter.  5  Jawans Nachkommen breiteten sich in den Küstenländern bis zum Rand der Erde aus. Sie wuchsen zu Völkern mit eigenen Sprachen heran und lebten in ihren Gebieten in Sippen zusammen. (Sach. 2,15)

Die Hamiten

 6  Die Söhne Hams waren Kusch, Mizrajim, Put und Kanaan.  7  Von Kusch stammen Seba, Hawila, Sabta, Ragma und Sabtecha ab. Ragmas Söhne waren Saba und Dedan.

 8  Kusch war auch der Vater von Nimrod, dem ersten Gewaltherrscher auf der Erde.  9  Der war ein kühner Jäger. Deshalb sagt man heute noch[*]heute noch. Das meint den Zeitpunkt, als das Buch verfasst wurde. sprichwörtlich: "Er ist ein gewaltiger Jäger vor Jahwe wie Nimrod."  10  Zuerst herrschte er über die Städte Babel, Erech[*]Babel, Erech. Die Städte lagen im Umkreis von 100 km um Babylon. Erech (o. Uruk, heute: Warka) war eine der wichtigsten Städte im alten Mesopotamien. und Akkad, die im Gebiet von Schinar[*]Schinar. Anderer Name für Babylonien. liegen.  11  Von da aus zog er in das Land Assur und gründete dort Ninive mit seinen weiten offenen Plätzen[*]offenen Plätzen. Hebräisch: Rehobot-Ir. Das ist wahrscheinlich eine nähere Beschreibung von Ninive. und Kelach[*]Kelach. Die Städte liegen etwa 500 km nördlich von Babel. Kelach (heute: Nimrud) befindet sich 40 km südlich von Ninive am Ostufer des Tigris. (Jona 1,2)  12  sowie Resen zwischen Ninive und Kelach. Das war das große Städtezentrum.

 13  Von Mizrajim stammen die Luditer, Anamiter, Lehabiter und Naftuhiter,  14  die Patrusiter und die Kasluhiter, von denen die Philister herkommen, und die Kaftoriter.

 15  Kanaan war der Vater von Sidon und Het. Sidon war sein Erstgeborener.  16  Außerdem stammen von ihm die Jebusiter, die Amoriter und die Girgaschiter ab,  17  die Hiwiter, Arkiter, Siniter,  18  Arwaditer, Zemariter und Hamatiter. Später haben sich die Sippen der Kanaaniter weiter ausgebreitet,  19  sodass ihr Gebiet von Sidon[*]Sidon war eine Stadt in Phönizien, heute Saida im Libanon. bis nach Gerar und Gaza[*]Gaza. Das Gebiet, in dem sich später die Philister ansiedelten. 300 km südlich von Sidon. reichte und ostwärts bis nach Sodom und Gomorra, Adma, Zebojim und Lescha[*]Lescha. Fünf kanaanäische Stadtstaaten, die wohl alle im Umkreis des Jordan nördlich des Toten Meeres lagen..  20  Die Nachkommen Hams wuchsen zu Völkern mit eigenen Sprachen heran und lebten in ihren Gebieten in Sippen zusammen.

Die Semiten

 21  Auch Sem, dem Bruder des älteren Jafet[*]älteren Jafet. Kann theoretisch auch übersetzt werden: älteren Bruder Jafets. Doch wegen 1. Mose 9,24; 11,10 wird Jafet der Älteste gewesen sein. Siehe Fußnote zu 1. Mose 5,32!, wurden Söhne geboren. Er ist der Stammvater aller Nachkommen Ebers. (1.Mose 11,10)  22  Die Söhne Sems waren Elam, Assur, Arpachschad, Lud und Aram.  23  Arams Söhne hießen Uz, Hul, Geter und Masch.  24  Arpachschad war der Vater von Schelach und Schelach der Vater von Eber.  25  Eber wurden zwei Söhne geboren. Der eine hieß Peleg, Teilung, weil zu seiner Zeit die Erde geteilt wurde,[*]geteilt wurde. Das könnte man im Sinn einer Aufteilung der Erdoberfläche unter die Völker und Sippen verstehen, wie sie in 1. Mose 11 berichtet ist. Manche haben hier einen Hinweis auf den Beginn der Kontinentalverschiebung gesehen, was aber so lange nach der Flut (5. Generation) auch geologisch problematisch ist. und der andere Joktan. (1.Mose 11,8)  26  Joktans Söhne waren Almodad, Schelef, Hazarmawet und Jerach,  27  Hadoram, Usal und Dikla,  28  Obal, Abimaël und Saba,  29  Ofir, Hawila und Jobab. Das waren also die Nachkommen Joktans.  30  Ihr Gebiet reicht von Mescha über Sefar bis an das Gebirge im Osten.[*]Gebiet ... im Osten. Das Gebiet lag vermutlich in Arabien, südlich von Israel.  31  Die Nachkommen Sems wuchsen zu Völkern mit eigenen Sprachen heran und lebten in ihren Gebieten in Sippen zusammen.  32  Diese Sippen sind die Nachkommen der Söhne Noahs. Von ihnen stammen alle Völker ab, die sich nach der Flut auf der ganzen Erde ausgebreitet haben. (1.Mose 9,1; 1.Mose 9,19)

 

© 2019 by Karl-Heinz Vanheiden (Textstand 19.12)
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